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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. April 2014

DGP 2014: Erreichte Fortschritte ausbauen: Bevacizumab Standard beim Nicht-Plattenepithel-NSCLC

Beim Adenokarzinom ist Bevacizumab der Standard in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel mit einer Grad 1 A Empfehlung der ESMO-Leitlinien, die insbesondere auf den Ergebnissen der Studie E4599 (1) beruht, in der das mediane Gesamtüberleben bei Patienten mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenen nsNSCLC (Stadium IIIb/IV, rezidiviert) durch Zugabe von Bevacizumab zur platinhaltigen Doublette als Induktionstherapie auf 12,3 Monate verlängert werden konnte (vs. 10,3 Monate ohne Bevacizumab). "In der SAil-Studie (2) mit Bevacizumab-Induktion zu verschiedenen platinhaltigen Doubletten wurde ein medianes Überleben von über 18 Monaten erreicht - wenn man ins Jahr 2000 zurückblickt, lag das mOS bei unter einem Jahr, hier sind bereits große Fortschritte erzielt worden, die es weiter auszubauen gilt", sagte Prof. Wolfgang Schütte, Halle-Dölau.

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Ältere Patienten in Studien unterrepräsentiert

"65% der NSCLC-Neuerkrankungen sind über 65 Jahre alt, was sich jedoch in den Studien bisher so nicht abbildet. Ältere sind in den Studien unterrepräsentiert. Daher wurde die Studie "65 plus" (3) mit Bevacizumab plus Pemetrexed und Carboplatin als Firstline-Therapie aufgelegt (n=271). Patienten mit gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) erreichten in der Interimsanalyse 15,2 Monate medianes Gesamtüberleben - und das in dieser Altersgruppe, die eigentlich schlecht läuft", sagte Schütte. Patienten mit ECOG 2 hingegen hatten keinen Vorteil von Carboplatin zusätzlich. Bei guter Disease Control bekamen die Patienten entweder Bevacizumab allein oder in Kombination mit Pemetrexed als Erhaltung. "Die Erhaltung mit Bevacizumab ist noch nicht etabliert, obwohl Patienten, die 4 Zyklen gut vertragen haben, das Medikament auch weiter erhalten können und davon profitieren. Diese Studie hat nun gezeigt, dass die Therapie auch bei Älteren sicher und wirksam ist, wenn sie einen guten oder sehr guten Allgemeinzustand aufweisen", schloss Schütte.
 
Erlotinib-Erhaltungstherapie: Weiterbehandeln ist neuer Standard

Beim fortgeschrittenen NSCLC ist der EGFR-Inhibitor Erlotinib in allen Linien zugelassen. Das bisherige Vorgehen sah als Firstline-Therapie eine Platindoublette vor, dann ein Watch and Wait bis zum Progress und schließlich die Zweitlinientherapie, sagte Prof. Dr. Frank Griesinger, Oldenburg. "Dieses Vorgehen entspricht jedoch nicht mehr dem neuesten Wissensstand, denn ein Drittel der Patienten verliert man zwischen Erst- und Zweitlinientherapie", sagte er. Daher wird heute - als Grundlage dienen die Daten der Saturn-Studie (4) - die Platindoublette über 4 Zyklen gegeben, dann folgt der Switch auf Erlotinib-Erhaltung, und nach Progress folgt dann die Zweitlinie. Dies ist längst der Standard, wird aber immer noch nicht konsequent durchgesetzt."

Pathologie muss Exon 18 bis 21 abklären

Beim NSCLC treten die häufigsten Mutationen auf Exon 19 und 21 auf, doch der Pathologe muss die Gesamtheit der Exone 18-21 untersuchen: die Mutation T790 M auf Exon 20 beispielsweise bewirkt eine TKI-Resistenz und muss daher im Vorfeld abgeklärt werden. Die Studie EURTAC (5) hat gezeigt, dass bei EGFR-Mutation die Patienten unter Erlotinib 10,4 Monate versus 5,1 unter Chemo überlebten. "Bei EGFR-Mutation hat daher der TKI als Erstlinie Priorität. Die Testrate ist jedoch immer noch problematisch gering", kritisierte Griesinger. Getestet werden sollen laut ESMO alle nicht-Plattenepithel-Karzinome (Adenokarzinom, großzellige) unabhängig vom Raucherstatus sowie Plattenepithelkarzinome von Nie- oder Wenigrauchern (<10 Pack years). Die Testung dauert ca. 5 bis maximal 10 Arbeitstage.

ab

Literaturhinweise:
(1) Sandler A wt al. J Thorac Oncol 2010;5:1415-1423
(2) Dansin E et al. ESMO 2010, Poster 428
(3) Schütte W et al. ASCO 2013, #8013, J Clin Oncol 31, 2013 (suppl; abstr 8013)
(4) Cappuzzo F et al. Lancet Oncol. 2010 Jun;11(6):521-9. doi: 10.1016/S1470-2045(10)70112-1
(5) Rosell R et al. Lancet Oncol 2012;13:239-46

Quelle: Roche-Pressegespräch "NSCLC - Erfahrungsbericht etablierter Therapieoptionen der neuen Generation" im Rahmen des Pneumologie-Kongresses, Bremen, 28.3.14
 
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