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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. September 2018

DGHO: Jahrestagung verzeichnet Rekordzahl an wissenschaftlichen Beiträgen

Die Hämatologie und Medizinische Onkologie befindet sich in einer faszinierenden Phase des Umbruchs in einem der dynamischsten Fachgebiete der Medizin. Die größten Herausforderungen sind die kritische Bewertung und der rasche Transfer von neuen Erkenntnissen in der Diagnostik und Therapie von Blutkrankheiten und soliden Tumoren in die Patientenversorgung. Auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie vom 28. September bis 2. Oktober 2018 in Wien diskutieren und bewerten Expertinnen und Experten im interprofessionellen Dialog neueste Daten aus der Grundlagen-, der angewandten und translationalen Forschung sowie moderne Therapieansätze bspw. aus den Bereichen Immuntherapie und Stammzelltransplantation. Mit 669 eingereichten freien wissenschaftlichen Beiträgen hat die Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften einen neuen Rekord erreicht.
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„Die Jahrestagung hat sich als DAS Forum zur Kommunikation, Wissenserweiterung und Präsentation innovativer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Bereich der Hämatologie und Medizinischen Onkologie etabliert“, unterstreicht die diesjährige Kongresspräsidentin Prof. Dr. med. Hildegard Greinix die Rolle und Bedeutung der Jahrestagung als DER wissenschaftliche Kongress für das Fachgebiet der Hämatologie und Medizinischen Onkologie im deutschsprachigen Raum. „Der wissenschaftliche Austausch ist besonders vor dem Hintergrund der hohen Dynamik unseres Fachgebiets und der damit einhergehenden dramatischen Wissenszunahme für unsere ärztliche Tätigkeit von integraler Bedeutung. Dabei müssen wir auch als Ärztinnen und Ärzte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Die Patienten sollen die bestmögliche Therapie zu einem angemessenen Preis erhalten“, so Greinix weiter, die als Leiterin der Klinischen Abteilung für Hämatologie der Medizinischen Universität Graz tätig ist.

Besondere wissenschaftliche Schwerpunkte werden Bereiche der personalisierten Medizin wie molekulargenetische und immunologische Tumorprofile, Biomarker-basierte Studiendesigns, die Anwendung bioinformatischer wissenschaftlicher Daten im klinischen Alltag sowie Innovationen im Bereich der hämatopoetischen Stammzelltransplantation und Stammzellforschung, neueste immuntherapeutische Strategien einschließlich zellulärer Immuntherapien und intensivmedizinische Konzepte sein.

Im Kontext innovativer Ansätze aus dem Bereich der Krebsimmuntherapie wird laut Greinix ein Fokus u.a. auf der gezielten Tumortherapie durch den Einsatz von CAR-T-Zellen – also gentechnisch veränderten und mit einem antigenspezifischen Rezeptor ausgestatteten T-Zellen – liegen. Bei neuen Formen der Stammzelltransplantationen werden haploidentische Transplantationsstrategien einen Schwerpunkt bilden.

Vor dem Hintergrund der ausgeprägten Dynamik im Fachgebiet betont Prof. Dr. med. Michael Hallek, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO, die Bedeutung von entsprechend dynamischen Leitlinien-Konzepten: „Eine der größten Herausforderungen ist die regelmäßige Aktualisierung von Leitlinien. Um die Vermittlung des aktuellen Standes des medizinischen Wissens sicherzustellen, halten wir für Leitlinien ein routinemäßiges jährliches Update für erforderlich sowie zusätzlich eine gezielte Aktualisierung bei Publikationen, die den Therapiestandard verändern.“ Angesichts der Zulassungsgeschwindigkeit von neuen Arzneimitteln sei eine entsprechende Aktualisierungsfrequenz der Behandlungsalgorithmen für die medikamentöse Tumortherapie dringend geboten und werde bei den Onkopedia-Leitlinien entsprechend umgesetzt. „Wenn klinische Studien mit neuen Arzneimitteln positive Effekte auf Krankheitsverläufe zeigen, dann müssen wir durch Abbildung dieser Ergebnisse in den Therapiealgorithmen der Leitlinien umgehend sicherstellen, dass die Behandlung auch in der Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ankommt“, so Hallek, der als Direktor der Klink I für Innere Medizin und des CIO Köln Bonn tätig ist.

Die ausgeprägte Dynamik, so Greinix und Hallek, werde u.a. durch die hohe Anzahl eingereichter Abstracts deutlich und stellt eine äußerst erfreuliche Entwicklung dar. Mit 669 eingereichten wissenschaftlichen Beiträgen hat die Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften einen neuen Rekord erreicht.

Als integrales Element der gemeinsamen Jahrestagungen der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie hat sich nach Ansicht der Kongresspräsidentin Greinix die Förderung des wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchses für das Fach und damit für eine qualitativ exzellente hämatologische und onkologische Versorgung der Zukunft etabliert. „Die gemeinsame Jahrestagung soll besonders unserem Nachwuchs die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung nahebringen, die Begeisterung für unser innovatives Fach mit den vielen ausgezeichneten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten wecken und zum langfristigen Engagement im Bereich der Hämatologie und Medizinischen Onkologie führen. Das wissenschaftliche Programm richtet sich mit Seminaren auch direkt an junge Kolleginnen und Kollegen, die sich für die bestmögliche Entwicklung der nächsten Generation von Fachärztinnen und Fachärzten in unserem Fachbereich einsetzen. Besonders freuen wir uns, am Samstag, 29. September 2018 Studierende im Rahmen des Studententags begrüßen zu dürfen.“

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung der Interprofessionalität werden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege, der Psychoonkologie und Sozialmedizin besondere Sitzungen angeboten. So findet am Samstag, 29. und Sonntag, 30. September 2018 die Pflegetagung statt.
Quelle: DGHO
 
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