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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Februar 2009 Tanztherapie stärkt Wohlbefinden von Tumorpatienten – ein Berliner Pilotprojekt

In der onkologischen Rehabilitation wird die Tanztherapie bereits als Zugang zu seelischen Problemen und zur Erlebnisfähigkeit über den Körper genutzt. Es ist beschrieben, dass diese Form der Kunsttherapie einen hohen Stellenwert bei der Krankheitsverarbeitung und Verbesserung der Lebensqualität von Tumorpatienten hat.
Eine onkologische Schwerpunktpraxis in Berlin bietet ihren Patientinnen und Patienten einen ganz besonderen Service an: begleitend zu einer Tumorbehandlung können Patienten einmal wöchentlich kostenfrei im Ballettstudio Ladoré an einer Tanztherapie teilnehmen. Dies hat der Berliner Onkologe Dr. Marcus Schweigert gemeinsam mit seiner Frau, der Tänzerin und Tanzlehrerin Claudia Maluenda-Schweigert ins Leben gerufen. Die Tanztherapie soll das schulmedizinische Behandlungskonzept seiner Patienten ergänzen.

Derzeit nehmen acht Frauen mit unterschiedlichen Krebserkrankungen, Prognosen und Behandlungsstadien teil, die ersten männlichen Patienten haben auch schon Interesse bekundet. Bisher werden die positiven Effekte dieser Tanztherapie subjektiv bemessen, es ist jedoch für den weiteren Verlauf des Projektes geplant, bei neu aufgenommenen Patienten eine objektive Beurteilung von speziellen Krankheitsparametern vorzunehmen und den Einfluss auf die Lebensqualität zu messen.

Wie läuft die Therapie ab? Nach einer kurzen Aufwärmphase beginnt die Gruppe mit den Tanzübungen, die Elemente aus dem klassischen Ballett, Modern- und Jazzdance enthalten. Am Ende der Übungsstunde kommt die Gruppe mit Dehnungen und ruhigen Bewegungen zurück in eine Ruhephase. Befragt man die Patientinnen, so sind sie sich alle darüber einig, dass sich Lebensgefühl und Beweglichkeit seit Beginn der Tanztherapie erheblich verbessert haben. Auch die körperliche Anstrengung wird als positiv empfunden und gibt den Teilnehmern Energie im Alltag. Sie freuen sich auf die eine Stunde in der Woche, während der sie ihre Situation vergessen und etwas für sich selbst tun können. „Ich habe meine Therapie extra so gelegt, dass ich an der Gruppe teilnehmen kann“, sagt eine Patientin. „Wir kehren wieder zurück zu den Ursprüngen des Tanzes. Man spürt wirklich, dass bei der Gruppe die Seele tanzt“, erklärt Claudia Schweigert. Sie hat selbst einige Semester Medizin studiert und kann sich dadurch auch auf die jeweilige gesundheitliche Situation der Patienten einstellen. „Die Gruppe vermittelt mir das Gefühl, dass es allen jetzt besser geht. Sie haben eine bessere Haltung und dadurch mehr Selbstbewusstsein und sie gewinnen Kraft, um mit ihrer Situation zu leben“. Auch seitens des Onkologen Dr. Marcus Schweigert ist das bisherige Ergebnis sehr gut, noch besser als er sich erhofft hat. Sein subjektiver Eindruck über das physische und psychische Befinden seiner Patientinnen ist sehr positiv und diese Beobachtung ist unabhängig von Erkrankung und Krankheitsverlauf. Zudem erhält er sehr positives Feed-back seitens der Patientinnen.

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Abbildung 1: Tanztherapie in der Gruppe

Zur Tanztherapie mit Krebspatienten liegen in Deutschland bisher nur wenige Erfahrungen aus systematischen Studien vor. Es ist jedoch in der internationalen Literatur beschrieben, dass eine Tanztherapie bei ambulanten Brustkrebspatientinnen die Wiedererlangung des Vertrauens in den eigenen Körper und seine Selbstheilungskräfte unterstützt (1,2). Auch eine Verbesserung von Fatigue und Vitalität und eine Abnahme von Angst und Depression konnte gezeigt werden (3), ebenso eine Verbesserung der Lebensqualität (4). In Deutschland führte eine Arbeitsgruppe an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg ein mehrjähriges Projekt mit einer Tanztherapie durch und die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen in den Bereichen Lebensqualität, Angst und Depression und Selbstwert. Auch eine Verbesserung des Bewegungsverhaltens wurde beobachtet (5).


Tanztherapie stärkt Psyche und Körper von Tumorpatienten


Studienergebnisse haben gezeigt, dass sich körperliche Betätigung positiv auf den Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Tumorpatienten auswirkt. Dies konnte auch für eine Tanztherapie gezeigt werden. Eine onkologische Schwerpunktpraxis in Berlin bietet ihren Patientinnen und Patienten einen einzigartigen Service an: begleitend zu einer Tumorbehandlung können Patienten einmal wöchentlich kostenfrei im Ballettstudio Ladoré an einer Tanztherapie teilnehmen. Diese Therapie wurde von dem Berliner Onkologen Dr. Marcus Schweigert und seiner Frau Claudia-Maluenda-Schweigert ins Leben gerufen. Im Moment nehmen 8 Patientinnen mit ganz unterschiedlichen Krebserkrankungen und in ganz verschiedenen Behandlungsstadien an der Therapie teil, die ersten männlichen Patienten haben auch schon Interesse bekundet. Das Projekt wird von der Firma Lapharm aus Rosenheim finanziert.

Dr. Petra Ortner, München, führte ein Interview mit dem behandelnden Onkologen und seiner Ehefrau:

Wie kam es zu diesem Projekt?

Dr. Marcus Schweigert: Ich bin niedergelassener Hämato-Onkologe hier in Berlin und betreue viele Patienten mit Tumorerkrankungen über einen langen Zeitraum. Daraus kann sich eine enge Arzt-Patienten-Beziehung entwickeln. Dies zusammen mit den wissenschaftlichen Daten zur Verbesserung der Lebensqualität von Tumorpatienten durch körperliche Bewegung brachte mich auf die Idee, den Beruf meiner Frau, die seit 8 Jahren ein Ballettstudio betreibt, als unterstützende Behandlung für meine Patienten zu nutzen. Damit kann man den Patienten etwas anbieten, was in dieser Form in einigen Rehabilitationseinrichtungen vielleicht in ähnlicher Form versucht wird, aber eigentlich in Deutschland noch nicht als etablierte Therapieform existiert und vor allem im ambulanten Bereich wirklich eine Novität ist. Nach Rücksprache mit meiner Frau, ob so etwas überhaupt denkbar ist haben wir langsam damit angefangen, Patientinnen und Patienten anzusprechen und es ist uns gelungen einige, nicht alle Patienten zum Mitmachen zu bewegen. Sie haben sich dann zu dieser Gruppe zusammen gefunden. Finanziell ermöglicht wird die Durchführung durch die Firma Lapharm, die die Kosten für den Transport der Patienten aus entfernt gelegenen Stadtteilen hierher zum Studio und die Kosten für den Raum und die Therapeutin übernimmt. Dadurch kam das ganze Projekt ins Rollen.

Vielleicht etwas zu Ihrer Person, Frau Schweigert?

Claudia Maluenda Schweigert: Ich habe ein umfassendes Tanz- und Schauspielstudium in allen erdenklichen Formen absolviert und trete hier in Berlin immer noch als Sängerin und Schauspielerin auf der Bühne auf. In meinem Tanzstudio Ladoré unterrichte ich Kinder und Erwachsene in klassischem und modernem Tanz. Und dann kam der Vorschlag von meinem Mann, eine Tanztherapie für seine Patienten anzubieten. Ich habe selbst 3 Jahre Medizin studiert und kann deshalb das Projekt auch aus der medizinisch-wissenschaftlichen und nicht allein aus der tänzerischen Perspektive betrachten. Man muss ja auf jeden Patienten ganz individuell eingehen, denn was bei dem einen funktioniert, klappt vielleicht nicht bei einem anderen. Jeder Mensch und jeder Körper reagiert unterschiedlich, auch in diesem Tanzkurs. Wichtig ist uns hier vor allem der Faktor Spaß und das Wohlbefinden der Personen in der Gruppe. Wir haben mit dem Tanzen im März 2008 angefangen und haben bisher schon viele Erfahrungen gesammelt. Wir haben gesehen, wie unterschiedlich jeder Tag bei jedem einzelnen ist und wie sehr das besonders in diesem Kurs variieren kann.

Welchen Patienten bieten Sie die Therapie an? Gibt es Einschränkungen, sind bestimmte Patienten nicht geeignet?

Dr. Schweigert: Frakturgefährdete Knochenmetastasen müssen zuerst behandelt werden. Terminal Kranke würde ich auch nicht hierher bitten, aber alle anderen Patienten sind prinzipiell geeignet. Wir in der Praxis kennen unsere Patienten ja und wissen, wem wir die Therapie anbieten, weil wir glauben, dass sie sie in Anspruch nehmen. Es sind auch unheilbar erkrankte Patienten dabei, die hier mitmachen.

Woran orientieren Sie sich bei der Therapie? Gibt es eine spezielle Tanzform, die sich für die Patientinnen besonders eignet?

Claudia Schweigert: Es gibt mehrere Wege und ich habe meinen eigenen Still. Ich habe natürlich ein bestimmtes Programm und Übungen, die wir immer wiederholen. Aber das variiere ich. Und verwende je nach Gruppe, je nach Dynamik der Gruppe, eine bestimmte Richtung. In diesem Falle zum Beispiel Modern und Jazz Dance und auch bestimmte klassische Elemente. Und ich weiß auch medizinisch, welche Einschränkungen da sind, das habe ich immer im Hinterkopf. Beispielsweise, dass bestimmte Einschränkungen da sein können wie z.B. große OP-Narben. Ich hatte das Gefühl bei diesen Damen ist es wichtig, dass man sie aus dem Krankheitsgefühl herausholt und sie nicht immer wieder daran erinnert. Ich habe meinen Unterricht so ähnlich wie möglich wie einen normalen Tanzunterricht gemacht, mit gewissen Unterschieden natürlich. Aber ich habe mich doch sehr an einen normalen Unterricht gehalten: ohne spezielle Übungen für eine Person, die krank ist. Ich hatte das Gefühl, diese Frauen sind alle sehr lebendig. Sie gehen mit ihrer Krankheit sehr bewusst um. Sie haben so eine besondere Stärke. Und dann ist es nicht gut, denke ich, wenn ich immer wieder die Traurigkeit zurückhole. Das habe ich einmal gemacht in Form von Improvisation. Und da kam alles raus. Und da kam wirklich raus, wie traurig manche waren. Manchmal ist es besser, wenn man schwierige Situationen erst einmal zur Seite legt, weitermacht, und dann kann man wieder zurückschauen, wenn man wieder gestärkt ist. In dieser Form mache ich es hier.

Wie beurteilen Sie die Tanztherapie bisher aus Ihrer ärztlichen Sicht?

Dr. Schweigert: Rein subjektiv sehe ich die Therapie als einen Erfolg an und zwar unabhängig vom Krankheitsverlauf meiner Patienten. Sie sehen besser aus und scheinen sich besser zu fühlen. Von meiner Seite aus ist der Eindruck sehr positiv. Die Resonanz auf das Angebot und das Feedback meiner Patienten, die ja ganz unterschiedliche Tumorerkrankungen haben, sind durchweg positiv. Sie sagen: das ist eine Stunde in der Woche, da denke ich nicht an meine Erkrankung. Da tue ich etwas für mich. Mehr, als ich zu erwarten gewagt habe. Auf jeden Fall profitiert jeder, der eine Weile dabei geblieben ist, sowohl in Bezug auf die Lebensqualität als auch auf die Krankheitsbewältigung. Und die Therapie hilft beim Wiederfinden ganz normaler körperlicher Fähigkeiten, die man schon verschüttet geglaubt hat.

Kann man den Erfolg auch medizinisch objektiv bemessen?

Dr. Schweigert: Zur Messung der Lebensqualität gibt es Instrumente, und wir sind dabei, in einem neuen Projekt bestimmte Parameter zu bestimmten Zeitpunkten zu messen. Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir eine Steigerung der Lebensqualität der Patienten nachweisen können. Das haben wir bei der derzeitige Gruppe, die die Tanztherapie jetzt bereits seit mehreren Monaten macht, noch nicht gemacht, weil wir erst einmal sehen wollten, ob sich das Prokjekt überhaupt durchführen lässt. Bei einer neuen Gruppe werden wir die Messung auf jeden Fall von Anfang an durchführen. Und es ist unabhängig vom Krankheitsverlauf. Auch ein subjektiver Eindruck, das kann man jetzt noch nicht statistisch untermauern.

Wie beurteilt die Tanztherapeutin das Ergebnis?

Claudia Schweigert: Aus meinem Empfinden heraus geht es den Patientinnen jetzt besser, auf jeden Fall während des Unterrichts. Sie haben eine bessere Haltung, und durch die bessere Haltung haben sie mehr Selbstbewusstsein. Obwohl sie krank sind, obwohl ihnen alles präsent ist, haben sie mehr Kraft, um mit dieser Situation zu leben. Wenn sie kommen, machen sie sich zurecht, sie ziehen etwas Besonderes an. Sie pflegen sich und tragen etwas Schminke auf. Es ist eine komplexe Sache, die Ihre Lebensqualität und ihr Körpergefühl verbessert, und dadurch fühlen sie sich auch besser. Es ist wie ein Kreis. Ich finde Sie sehen alle besser aus als zu Beginn der Therapie. Sie sehen vitaler, stärker, einfach besser aus. In den Monaten, seit ich sie unterrichte, waren sie nie wirklich unten. Sie lassen sich nicht hängen. Auf jeden Fall bei nicht mir. Manchmal kommen Sie ein bisschen bekümmert und ich merke, dass sie etwas beschäftigt . Aber beim Tanzen.sind sie enstspannt und total glücklich.

Wie wirkt die Therapie auf Sie selbst?

Claudia Schweigert: Am Anfang wusste ich nicht genau, wie ich auf diese Situation reagieren würde, denn es sind ja auch Patientinnen mit unheilbaren Erkrankungen hier. Ich fragte mich vorher, ob es mich zu sehr belasten würde. Aber das ist überhaupt nicht der Fall- im Gegenteil. Wenn die Stunde zu Ende ist, habe ich mehr Kraft als nach jedem anderen Kurs. Wir kehren wieder zurück zu diesem Ursprünglichen, was Tanzen ist und ich spüre, dass die Seele bei den Frauen mittanzt.

Wie lange dauert die Tanztherapie? Gibt es ein festgesetztes Ende?

Dr. Schweigert: Bis jetzt nicht. Die Dauer des jetzigen Kurses haben wir offen gelassen. Die Frauen, die die einmal Feuer gefangen haben kommen seit März regelmäßig einmal in der Woche hierher.

Claudia Schweigert: Am Anfang haben mich die Patientinnen fast alle gefragt, wie lange dieser Kurs gehen wird. Das war für sie sehr wichtig zu wissen. Dadurch, dass die Dauer des Kurses prinzipiell nicht beschränkt ist, sind die Patientinnen entspannter.

Das Projekt kommt jetzt nur wenigen Personen zugute. Möchten Sie das Projekt auf ausdehnen?

Dr. Schweigert: Meine Idee war am Anfang ja nur, meine Patienten anzusprechen. Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll, das Projekt auszuweiten. Eine zweite Praxis wird sich in Kürze anschließen. Wir denken noch darüber nach, wie man das Projekt auf breitere Füße stellen könnte.

Ein wichtiger Punkt ist die Kostenübernahme. Ist es denkbar, dass die Kassen eine solche Therapie bezahlen?

Dr. Schweigert: Wir werden dieses Pilot-Projekt den Krankenkassen vorstellen, damit sie wahrnehmen, was wir hier tun. Und dann müssen sie sagen, unter welchen Bedingungen sie einsteigen. Es geht um die prinzipielle Abrechnungsfähigkeit, nicht um dieses Pilot-Projekt, sondern darum, dass die Patienten überhaupt etwas von ihrer Kasse erstattet bekommen. Die Lapharm stellt ja derzeit das Geld zur Verfügung, damit für die Patienten gar keine Kosten entstehen. Ein Teil könnte auch von der Kasse übernommen werden.


Fazit meines Interviews:

Das ist ein beeindruckendes Pilotprojekt. Für mich ist nach dieser Stunde ganz offensichtlich, dass man den Erfolg der Therapie sieht. Am Anfang waren die Patientinnen etwas verschüchtert, aber während des Tanzens blühten sie förmlich auf. Phasen der Konzentration und Körperspannung und Phasen der Entspannung und des Lächelns wechselten sich ab. Am Ende der Stunde sind alle gelöst und „sehr gut drauf“. Ein herzlicher Abschied – bis nächste Woche, Claudia - vielen Dank- bis bald, Herr Doktor. Strahlend und fröhlich verlassen sie das Studio und steigen in den Bus, der sie wieder nach Hause fährt. Es ist außergewöhnlich, was Frau Schweigert und Herr Dr. Schweigert mit Unterstützung der Lapharm gemeinsam für die Patientinnen auf die Beine gestellt haben.

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Links zum Thema:
www.krebskreis.de/
http://www.dgt-tanztherapie.de/index_fr.htm

Quelle:


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