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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. Februar 2008 Knochenmetastasen bei Brustkrebs - Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ibandronat in der klinischen Praxis bestätigt

Ibandronat ist zur Prävention skelettaler Komplikationen sowie zur Schmerzreduktion auch in der klinischen Praxis wirksam und zeigt ein günstiges renales Verträglichkeitsprofil, so das vorläufige Ergebnis einer Untersuchung, die im Rahmen des San Antonio Breast Cancer Symposiums vorgestellt wurde (1).
In einer aktuellen Untersuchung mit 1445 Patienten erhielten die Patienten über einen Zeitraum von 24 Wochen neben ihrer individuellen Krebsbehandlung nach Ermessen des Arztes entweder 6 mg Ibandronat i.v. (Bondronat®) alle 4 Wochen oder täglich 50 mg Ibandronat oral. Zur Auswertung der Ergebnisse wurden die Patienten entsprechend ihrer Vorbehandlung mit Bisphosphonaten in drei Gruppen eingeteilt: ohne vorherige Bisphosphonat-Therapie (n = 900), vorherige Bisphosphonat-Therapie (n = 384) – vor allem mit Zolendronsäure (n = 238) – und vorherige Ibandronat-Therapie (n = 161). Skelettale Ereignisse traten – ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen – bei etwa 10% der Patienten auf. Zu Beginn der Studie zeigte die Patientengruppe ohne vorherige Bisphosphonat-Therapie den höchsten Schmerzwert (3,5 ± 2,4; MW ± SD), gefolgt von der Gruppe, die zuvor mit anderen Bisphosphonaten als Ibandronat behandelt worden war (3,3 ± 2,5). Der niedrigste Schmerzwert (2,8 ± 2,2) wurde bei den Patienten mit vorheriger Ibandronat-Therapie ermittelt. In dieser Gruppe gab es zu Studienbeginn mit 18% auch den größten Anteil an schmerzfreien Patienten. In der Gruppe mit vorheriger Bisphosphonat-Therapie waren hingegen nur 14% der Patienten, in der Gruppe ohne vorherige Bisphosphonat-Therapie nur 13% schmerzfrei. Auch der Anteil der Patienten, die zu Studienbeginn Schmerzmittel zu sich nahmen, war in der Gruppe mit vorangegangener Ibandronat-Therapie am niedrigsten (39%) im Vergleich zur Gruppe mit vorheriger Bisphosphonat-Therapie (48%) und Patienten, die vorher nicht mit Bisphosphonaten behandelt wurden (50%). Hinsichtlich der Nierenfunktion kam es im Gesamtkollektiv durchschnittlich nur zu geringfügigen Änderungen des Serumkreatinins (0,1 - 0,3 mg/dl). Bei der separaten Betrachtung der Gruppen gab es allerdings Unterschiede: 26% der Patienten mit vorhergehender Zoledronsäure-Therapie wiesen zum Beobachtungsbeginn eine verminderte Nierenfunktion (Serumkreatinin > 1,2 mg/dl) auf. Im Gegensatz dazu wurde nur bei 11% der Patienten, die zuvor bereits mit Ibandronat behandelt worden waren, bzw. bei 8% der Patienten ohne vorherige Bisphosphonat-Therapie zu Beginn eine verminderte Nierenfunktion festgestellt. Der Unterschied zwischen den vorbehandelten Gruppen war signifikant (p = 0,0006).

Quelle: 1. Meden H et al., 2007, SABCS 2007, Poster 2057


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