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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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27. Oktober 2017

PD-L1-Inhibitor Avelumab beim metastasierten Merkelzellkarzinom zugelassen

Mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Avelumab vom IgG1-Typ wurde jetzt erstmals eine wirksame Immuntherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierten Merkelzellkarzinoms (mMCC) zugelassen. Dieser seltene neuroendokrine Hauttumor war bislang nur chirurgisch und palliativ eingeschränkt mit Chemotherapien zu behandeln. Speziell bei Chemotherapie-refraktären sowie nicht-vorbehandelten Tumoren spricht ein großer Teil der Patienten auf die Immuntherapie mit Avelumab rasch und dauerhaft an.
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Als vollhumaner IgG1-Antikörper hemmt Avelumab (Bavencio®) selektiv die PD-1/PD-L1-Interaktion zwischen T-Zellen und Tumorzellen, ohne den physiologisch wichtigen PD-1/PD-L2-Signalweg zu beeinflussen. Eine zusätzliche Antikörper-abhängige zelluläre Zytotoxizität (ADCC) über den Fc-Teil des IgG1-Antikörpers könnte ebenfalls zur Wirkung beitragen, wie Dr. Felix Kiecker, Berlin, erklärte. Er stellte Daten der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie JAVELIN (1) zur Erstlinientherapie bei 29 nicht-vorbehandelten mMCC-Patienten vor. Danach kam es nach einer Behandlung mit Avelumab (10 mg/kg, alle 2 Wochen) über mindestens 6 Wochen zu einer Gesamt-Ansprechrate von 62,5% sowie zu einer Stabilisierung der Erkrankung (SD) bei weiteren 10% der Patienten. Vor allem das frühe Ansprechen der meisten Patienten bereits nach 6 Wochen und die lange Dauer der Response sei bemerkenswert, so Kiecker.

Unerwünschte Wirkungen der ansonsten gut verträglichen und sicheren Immuntherapie waren Fatigue bei 27,6% der Patienten sowie Infusionsreaktionen bei 24,1%. Als typisch immunvermittelt wurden bei einem Patienten ein Exanthem und bei einem weiteren Patienten eine Gangunsicherheit sowie zusätzlich ein paraneoplastisches Syndrom beobachtet, so der Dermatologe weiter. Therapie-assoziierte Todesfälle traten indessen nicht auf.

In einer Phase-II-Studie (2) bei medikamentös vorbehandelten mMCC-Patienten sprachen immerhin noch knapp ein Drittel (31,8%) der Chemotherapie-resistenten Patienten (n=88) auf die Behandlung mit Avelumab an. Hier betrug die Dauer des Ansprechens bei 93% der Patienten mindestens 6 Monate, bei 71% mindestens 12 Monate. Auch hier kam es bei einem Großteil der Patienten (75,9%) bereits nach 6 Wochen zum Therapieansprechen und 21 Patienten hatten auch nach 12 Monaten noch eine andauernde Remission. Das Ansprechen auf die Immuntherapie war außerdem unabhängig vom PD-L1-Status. „Wir sehen also, dass wir Patienten, die ansprechen, auch langfristig helfen können“, so Kieckers Fazit.
ah
Fachpressekonferenz „Bavencio® (Avelumab): Die erste speziell für das Merkelzellkarzinom zugelassene medikamentöse Therapie“, ADO, 22.09.2017, Mainz; Veranstalter: Merck/Pfizer
Literatur:
(1) D’Angelo SP et al. J Clin Oncol 2017. doi: 10.1200/JCO.2017.35.15_suppl.9530.
(2) Kaufman HL et al. Lancet Oncol 2016. doi: 10.1016/S1470-2045(16)30364-3.
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