Montag, 30. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Imnovid
Imnovid
 
Medizin

05. Februar 2020 Weltkrebstag: Vorsorge, Früherkennung und Diagnostik verbessern Überlebenschancen

Der 4. Februar war Weltkrebstag – ein Tag, der die Aufmerksamkeit auf das mit Ängsten behaftete Thema Krebs lenken soll. Nach Angabe des Robert Koch-Instituts gehört Krebs mit einer halben Million Neuerkrankungen pro Jahr zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Früherkennung, Krebsvorsorge und eine frühzeitige Diagnose sind wichtig, um die Überlebenschancen von Krebspatienten erheblich zu verbessern.
Die Diagnose „Krebs“ verändert den normalen Alltag. Ängste und Unsicherheiten belasten die Betroffenen und auch ihr Umfeld. Im Kampf gegen den Krebs steht in der Region Ulm und der weiteren Umgebung Alb-Allgäu-Bodensee ein breites Netzwerk der Behandlung, Versorgung und Beratung zur Verfügung.
Das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU), integratives Tumorzentrum des Universitätsklinikums Ulm und der Medizinischen Fakultät, steht für eine interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit Tumorerkrankungen auf höchstem wissenschaftlichen Niveau unter Einbeziehung innovativer onkologischer Forschung. Die klinische Versorgung der Patienten findet zumeist in Organkrebszentren statt. Neben dem jüngst zertifizierten Zentrum für Leukämie, Lymphom, Myelom weist das CCCU 7 weitere zertifizierte Organkrebszentren auf.

Experten verschiedener Fachdisziplinen

Die Behandlung einer Krebserkrankung erfordert häufig, dass Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen Hand in Hand arbeiten. Deshalb werden alle Patienten bei Erstdiagnose einer Krebserkrankung, aber auch bei notwendigen Änderungen des Therapiekonzeptes im Krankheitsverlauf, in Tumorboards besprochen. In diesen Konferenzen kommen Experten aller erforderlichen Fachdisziplinen zusammen, um ein optimales Behandlungskonzept für jeden Patienten zu erarbeiten.
Unter dem Dach des CCCU werden die Patienten in der Interdisziplinären Medizinisch Onkologischen Tagesklinik (MOT) am Oberen Eselsberg und in der Interdisziplinären Onkologischen Tagesklinik (IOT) am Michelsberg mit allen aktuell vorhandenen systemischen onkologischen Therapien (Chemotherapie, Immuntherapie, etc.) ambulant behandelt. Individuelle ärztliche Betreuung, eingebettet in die interdisziplinären Strukturen des Klinikums, garantiert den Patienten in beiden Tageskliniken eine onkologische Behandlung auf höchstem Niveau. Spezialisiertes Fachpflegepersonal umsorgt und überwacht die Patienten. Zudem erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Kliniken der Region sowie mit den Selbsthilfegruppen.

Beratungsangebote

Auch die Beratungsangebote für Patienten sind vielfältig. Sie reichen von der Ernährungsberatung über die psychoonkologische Betreuung bis hin zur sozialrechtlichen Unterstützung. Im Rahmen einer Tumorerkrankung kann es beispielsweise zu einem Gewichtsverlust aber auch zu einer Gewichtszunahme kommen. Ziele der Ernährungsberatung sind der Erhalt bzw. das Erreichen eines guten Ernährungszustandes durch Optimierung der Energie- und Nährstoffaufnahme sowie die Erhöhung der Lebensqualität.
Eine schwere Erkrankung kann einen immensen Einschnitt für Patienten und Angehörige bedeuten. Ein Team an Psychoonkologen berät und unterstützt Patientenund deren Angehörige am Universitätsklinikum Ulm bei der Bewältigung der Krebserkrankung. Angeboten werden Einzelgespräche, Paargespräche, Familiengespräche, Krisenintervention sowie Sterbe- und Trauerbegleitung. Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle (KBS Ulm) ergänzt bereits vorhandene Beratungsangebote und begleitet in erster Linie Betroffene in allen Phasen der Erkrankung, aber auch Familienangehörige und Freunde sowie Menschen, die mit Krebserkrankungen oder deren Folgen leben.
Der soziale Beratungsdienst bietet psychosoziale und sozialrechtliche Unterstützung an. Er beantragt mit den Patienten gegebenenfalls Leistungen der Pflegeversicherung, Hilfen zur Pflege oder an-dere Sozialleistungen, organisiert einen Pflegedienst oder ein spezialisiertes ambulantes Palliativteam (SAPV). Die Versorgung mit Hilfsmitteln für das häusliche Umfeld gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Sozialen Beratungsdienstes wie die Beratung zu Vorsorgevollmachten, Patientenverfügung, gesetzlicher Betreuung, Schwerbehinderung und Krankengeld.

Palliative Situation

Patienten, deren Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist, werden auf der Palliativstation des Universitätsklinikums Ulm von einem speziell ausgebildeten, Berufsgruppen-übergreifenden Team ganzheitlich betreut. Das Netzwerk umfasst die Zusammenarbeit mit der Brückenpflege Ulm, mit umliegenden Hospiz- und Pflegeeinrichtungen, den niedergelassenen Hausärzten und Palliativmedizinern im Umkreis und ambulanten Pflegediensten.
Die Brückenpflege ist ein Team an hochqualifizierten Pflegekräften, welches nach einem Krankenhausaufenthalt die häusliche Pflege für Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen organisiert. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und dem ambulanten Pflegedienst.
Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) bedeutet die Betreuung und Behandlung von schwerstkranken Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung zu Hause. Hochspezialisierte pflegerische und medizinische Leistungen werden durch ein multiprofessionelles Team koordiniert und mit ei-ner 24h Bereitschaft erbracht. Palliativmedizinische Leistungen werden in Zusammenarbeit mit den Haus- und Fachärzten, dem ambulanten Hospizdienst, der Brückenpflege, den ambulanten Pflegediensten, den Kliniken, den Psychoonkologen und Seelsorgern angeboten. Ziel ist eine bestmögliche Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden zu Hause.
Wenn Sterbende nicht zu Hause gepflegt werden können und keine Behandlung im Krankenhaus oder auf einer Palliativstation erforderlich ist, bietet das stationäre Hospiz Geborgenheit und kompetente Betreuung. Das stationäre Hospiz ist ein Ersatz zu Hause mit 10 Plätzen, deckt einen hohen medizinischen und pflegerischen Bedarf ab und ist auf die besonderen Bedürfnisse schwerkranker, sterbender Menschen ausgerichtet.
Mit all diesen Versorgungsangeboten und Einrichtungen wurde in den vergangenen Jahren in Ulm und der Region ein umfassendes Netzwerk für eine hochwertige Versorgung von Tumorpatienten aufgebaut. Niemand kann und muss den Krebs alleine bekämpfen. Es gibt Unterstützung und Hilfe.

Quelle: Uniklinik Ulm


Anzeige:
Polivy

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Weltkrebstag: Vorsorge, Früherkennung und Diagnostik verbessern Überlebenschancen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab