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Medizin
19. Januar 2017

Biobank für die Krebsforschung

Gemeinsam mit Indivumed will die New Yorker Northwell Health ihre Biobank-Aktivitäten intensivieren, um die Entwicklung von Tumormedikamenten und personalisierten Therapieansätzen zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit Patienten und Ärzten zur Sammlung und Analyse von biologischen Proben aus Tumorgewebe wird das Verständnis über die genetischen Grundlagen von Krebserkrankungen erweitern und so zu neuen, individualisierten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten beitragen.
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Diese Zusammenarbeit wird für Northwell Health nicht nur eine entscheidende Infrastrukturfür für die Krebsforschung schaffen, sondern auch den kürzlichen Zusammenschluss des Gesundheitsdienstleisters mit dem Cold Spring Harbor Laboratory ("CSHL"), einer  Forschungseinrichtung in New York, erheblich fördern. Die Forscher des CSHL haben die moderne biomedizinische Forschung auf vielen Gebieten, einschließlich der Krebstherapie, geprägt.

"Unser Ziel ist die Schaffung einer individualisierten Krebsdiagnose und -behandlung für jeden einzelnen Patienten auf Grundlage verlässlicher klinischer Daten und molekular intakter, biologischer Proben", so Krebsforscher Prof. Dr. Hartmut Juhl, Gründer und CEO der Indivumed GmbH. "Um unser Ziel zu erreichen, wollen wir unter Verwendung molekularer Informationen aus Gewebeproben, die unter Einhaltung strikter Protokolle entnommen wurden, eine einmalige globale Krebsdatenbank schaffen. Als Teil des größten Krankenhausnetzwerks im US-Bundesstaat New York hat Northwell Health ein besonders hervorstechendes Programm an klinischen Studien zu bieten. Auf diesem Gebiet gehört das CSHL eindeutig zur Forschungselite. Indem wir uns für die Schaffung dieser neuen Biobank zusammentun, können wir einen gewaltigen Unterschied auf dem Gebiet der genbasierten Präzisionsmedizin machen."

Im Rahmen des zunächst dreijährigen Vertrags werden Proben von Lungen-, Brust-, Kolorektal- und Pankreaskarzinomen sowie anderen Tumorgeweben zur Forschung und Lagerung entnommen. Die Gewebeproben werden anfangs an drei Northwell-Health-Krankenhäusern im Bundesstaat New York entnommen: dem North Shore University Hospital, dem Long Island Jewish Medical Center und dem Lenox Hill Hospital. Andere Krankenhäuser werden dem Programm zu einem späteren Zeitpunkt beitreten. Krebspatienten können ihre Zustimmung geben, dass überschüssiges, im Rahmen der Therapie entnommenes Gewebe, zu Forschungszwecken in die Biobank überführt wird.

"Diese Vereinbarung ist aus mehreren Gründen wichtig", so James Crawford, M.D., Ph.D., Geschäftsführer und Senior Vice President für Labordienstleistungen bei Northwell Health und Vorsitzender der Fakultät für Pathologie und Labormedizin an der Hofstra Northwell School of Medicine, New York. "Die Schaffung eines systemweiten Ansatzes zum Biobanking von menschlichem Tumorgewebe erweitert nicht nur unsere Möglichkeiten zur stoffwechsel- und genbasierten Forschung in der Krebstherapie. Er macht es Patienten auch leichter, Teil der neuesten klinischen Forschung zu sein und potenziell von ihr zu profitieren, ohne dabei ihre routinemäßige Therapie zu stören."

Laut Peter K. Gregersen, M.D., Leiter des Robert S. Boas Center for Genomics and Human Genetics am Northwell Feinstein Institute for Medical Research, baut die Vereinbarung auf der etablierten Biobank von Northwell Health auf, die Forschern und Ärzten in den vergangenen zehn Jahren eine verlässliche Möglichkeit zur Sammlung und Konservierung von Gewebeproben geboten hat. Gregersen weiter: "Diese erweiterte Möglichkeit zur Sammlung von menschlichen Gewebeproben für die translationale Forschung wird ein besseres Verständnis für die Wechselwirkung zwischen Zellbiologie und Therapieansprechen ermöglichen, die eine wesentliche Komponente für die Entwicklung zielgerichteter Krebstherapien darstellt".

Quelle: Indivumed


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