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Medizin

19. April 2017
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Schmerzen bei Patienten mit Hämophilie individuell und multidisziplinär behandeln

Die wirksamste Schmerztherapie für Patienten mit Hämophilie A ist Vorbeugung: Eine Prophylaxe mit modernen Faktor-VIII-Produkten wie Kovaltry® bietet einen wirksamen und verträglichen Schutz vor Gelenkblutungen. Der Weltverband für Hämophilie (World Federation of Hemophilia, WFH) macht jedes Jahr am 17. April – am Welthämophilie-Tag – auf die seltene, chronische Erkrankung aufmerksam. In Deutschland ist die medizinische Versorgung auf einem sehr hohen Niveau – die Prophylaxe ist heute der Standard zur Behandlung der Hämophilie A. Da dies vor einigen Jahrzehnten noch nicht der Fall war, leiden vor allem erwachsene Patienten an teils starken Schmerzen durch Folgeschäden von Gelenkblutungen wie Arthropathien. Eine in Deutschland durchgeführte Befragung bei 685 Patienten belegt, dass 86% der erwachsenen Hämophilie-Patienten unter Schmerzepisoden leiden. Aber auch 66% der Kinder und Jugendlichen sind bereits von Schmerzen, die allerdings meist akut sind, betroffen (1).
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Schmerzursachen bei Hämophilie

Bei erwachsenen Patienten mit Hämophilie wird zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden. Akute Schmerzen entstehen vor allem durch Gelenk- und Muskelblutungen, chronische Schmerzen durch Synovialitis, Arthritis und Arthropathie. Bei Kindern ist die Venenpunktion eine der Ursachen von Schmerz. Vor allem kleine Kinder verstehen oft nicht, warum die Injektion wichtig ist. Für Eltern ist es nicht einfach, ihrem Kind Schmerzen zuzufügen. Eine konsequente Prophylaxe kann daher schwierig sein. Es ist hilfreich, die Kinder frühzeitig an die regelmäßigen Injektionen zu gewöhnen. Das Bilderbuch "Kleiner Bär zeigt großen Mut" unterstützt dabei und erzählt die Geschichte eines Indianerjungen, der mit Hilfe der kleinen Stechmücke Fibri seine Hämophilie behandeln lernt. Um bei Kindern den Schmerz bei der Venenpunktion zu lindern, kann auch eine lokalanästhetikahaltige Salbe benutzt werden.
 
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