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Medizin

16. Oktober 2014 Höhere Therapieflexibilität bei systemischen Pilzinfektionen: Neue parenterale Darreichungsform von Posaconazol verfügbar

Ab sofort bietet MSD neben den beiden oralen Posaconazol-Formulierungen auch das parenteral zu verabreichende NOXAFIL® 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung an. Patienten, für die bisher z.B. aufgrund von Mukositis, Diarrhoe oder Übelkeit die Therapie mit Posaconazol nicht geeignet schien, können nun durch die neue Darreichungsform ebenfalls mit der Substanz behandelt werden. Außerdem ist mit einem Wechsel der Darreichungsform eine Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse des Patienten ohne Änderung des Wirkstoffes möglich. Mit der Suspension konnte Posaconazol gegenüber Fluconazol und Itraconazol einen Wirksamkeits- und Überlebensvorteil zeigen.

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Posaconazol ist seit 2005 für erwachsene Patienten zur Behandlung von therapierefraktären Schimmelpilzinfektionen, insbesondere von Aspergillosen und Fusariosen, bzw. bei Intoleranz gegenüber der initialen Behandlung sowie für die Therapie der oropharyngealen Candida-Infektion als orale Suspension verfügbar. Klinisch am bedeutsamsten ist der Einsatz in der Prophylaxe bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) mit erwarteter langandauernder Neutropenie und bei Patienten mit immunsuppressiver Therapie zur Behandlung einer Graft versus Host Disease nach allogener Stammzelltransplantation. Der Wirkstoff zeichnet sich durch ein breites Wirkspektrum, eine im Allgemeinen gute Verträglichkeit und ein überschaubares Interaktionspotential aus.        

In einer Pharmakokinetikstudie bei parenteraler Gabe von 300mg Posaconazol fanden sich bei 46 von 49 Patienten (94%) die gewünschten durchschnittlichen Plasmaspiegel (steady state) zwischen 500ng/ml und 2500ng/ml. Bei keinem Patienten wurden mittlere Plasmaspiegel unter 500ng/ml gemessen. Die verschiedenen klinischen Ausgangssituationen (akute myeloische Leukämie, myelodysplatisches Syndrom oder allogene Stammzelltransplantation) der untersuchten Patienten hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Plasmaspiegel. Posaconazol wurde auch bei iv-Gabe im Allgemeinen gut vertragen.  

Mit NOXAFIL 300mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung können in Zukunft weitere Patienten von der Behandlung* mit Posaconazol profitieren, auch solche, bei denen eine orale Einnahme z.B. aufgrund von Mukositis, Diarrhoe oder Übelkeit nicht möglich schien. Mit der Zulassung von NOXAFIL 300mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung im September 2014 und NOXAFIL 100mg magensaftresistente Tabletten im April 2014 steht NOXAFIL nun in 3 Formulierungen zur Behandlung der Patienten zur Verfügung.

* Behandlung von invasiver Aspergillose, Fusariose, Chromoblastomykose und Myzetom, Kokzidioidomykose, wenn Erkrankung therapierefraktär oder Unverträglichkeit gegenüber anderen Antimykotika. Prophylaxe invasiver Mykosen für Risikopatienten mit Remissions-induzierender Chemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) oder myelodysplastischen Syndromen (MDS) mit erwarteter längerfristiger Neutropenie oder bei Hochdosis-Immunsuppressions-Therapie bei Graft-versus-Host Disease (GvHD) nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT).
NOXAFIL Suspension zum Einnehmen ist zusätzlich angezeigt zur Behandlung der oropharyngealen Candidose: Als Therapie der ersten Wahl bei Patienten, die eine schwere Erkrankung haben oder immunsupprimiert sind und bei denen ein schwaches Ansprechen auf eine topische Therapie erwartet wird.  

Literaturhinweise:
Cornely OA et al., N Engl J Med 2007;356:348-59.
Cornely OA et al., Poster; ASID 4/2014, New Zealand
Fachinformationen NOXAFIL® 40 mg/ml Suspension (Stand 9/2014)
Fachinformationen NOXAFIL® 100 mg magensaftresistenten Tabletten (Stand 9/2014)
Fachinformationen NOXAFIL® 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Stand 9/2014)

Quelle: MSD


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