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Medizin

04. Februar 2019 Behandlungsoptionen für Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom

Radium-223 (Xofigo®) ist nach 2 systemischen Vortherapien, oder wenn keine andere systemische Therapie in Frage kommt, eine effiziente und verträgliche Behandlungsoption für erwachsene Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom (mCRPC) und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen. Der einzigartige Wirkmechanismus sowie die Daten zur Lebensverlängerung* und Erhalt der Lebensqualität sprechen für den Einsatz der zielgerichteten Alpha-Therapie. Beim nicht metastasierten Prostatakarzinom (nmCRPC) besteht das Behandlungsziel darin, Kontrolle über die Krankheit zu erlangen, ohne das tägliche Leben der Patienten zu beeinträchtigen. Die Aufklärungskampagne „Männer.Reden.Jetzt.“ unterstützt Patienten dabei, die fortschreitende Prostatakrebserkrankung früh genug zu erkennen, damit rechtzeitig eine geeignete Behandlung eingeleitet werden kann.
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Das Motto des diesjährigen Weltkrebstages „I am and I will“ drückt aus, dass sich jeder gegen diese Erkrankung engagieren kann. Bayer unterstützt diesen Grundgedanken bei der Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) – mit der zielgerichteten Alpha-Therapie Radium-223-dichlorid (Xofigo®) (1), wenn symptomatische Knochenmetastasen vorliegen, mit neuen Wirkstoffen aus der Entwicklungspipeline sowie mit der Aufklärungskampagne „Männer.Reden.Jetzt.“, die Patienten über das Krankheitsbild und die Bedeutung des Arztgespräches informiert. Beim mCRPC handelt es sich um ein Krankheitsstadium, das klinisch von der Symptomatik durch Knochenmetastasen dominiert ist (2). Im Vordergrund stehen daher die Verlängerung des metastasenfreien Überlebens (MFS) bzw. die Therapie von Knochenmetastasen.

Knochenmetastasen verschlechtern die Lebensqualität und erhöhen die Mortalität

Ein Blick auf die Behandlungsoptionen beim CRPC zeigt: Trotz Fortschritten in der Medizin gibt es für Patienten im kastrationsresistenten Stadium, deren PSA-Werte während der Antihormontherapie ansteigen und bei denen noch keine Metastasen nachweisbar sind, aktuell keine Standardtherapie. Männer mit fortschreitendem nicht metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (nmCRPC), deren PSA-Wert sich in kurzer Zeit verdoppelt, haben oftmals eine kürzere Zeit bis zur Tumorstreuung. Bei Patienten, deren Krankheitsprogression bereits das mCRPC erreicht hat, entwickeln 9 von 10 Betroffenen Knochenmetastasen (3) – eine Komplikation, die häufig mit einer Verschlechterung der Lebensqualität und erhöhter Mortalität assoziiert ist (3,4).

mCRPC-Patienten mit symptomatischen Knochenmetastasen können von Radium-223 profitieren (1). Radium-223 ist die erste und einzige zugelassene zielgerichtete Alpha-Therapie mit nachgewiesenem Überlebensvorteil in der Phase-III-Studie ALSYMPCA* (1,5-8). Gemäß des aktuellen Anwendungsgebietes wird Radium-223 als Monotherapie oder in Kombination mit einem LHRH-Analogon zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit mCRPC und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen angewendet, bei denen die Erkrankung nach Erhalt von mind. 2 vorausgehenden systemischen Therapielinien zur Behandlung des mCRPC (außer LHRH-Analoga) fortschreitet, oder für die keine andere verfügbare systemische mCRPC Therapie geeignet ist (1).

Vom Androgenrezeptor unabhängiger Wirkmechanismus

Für den Einsatz von Radium-223 bei mCRPC-Patienten, die nach 2 Vortherapien progredient sind, oder für die keine andere mCRPC-Therapie in Frage kommt, gibt es gute Argumente: Radium-223 wird selektiv im Knochen in Bereiche mit hohem Knochenstoffwechsel, wie Knochenmetastasen, eingebaut (9). Dort emittiert Radium-223 Alpha-Strahlung, die zum Zelltod der angrenzenden Tumorzellen führen kann (6). Da Radium-223 einen vom Androgenrezeptor unabhängigen Wirkmechanismus hat, sind keine Kreuzresistenzen wie bei der sequenziellen Therapie mit Abirateron oder Enzalutamid zu befürchten.

Vor allem für Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs ist neben der Verlängerung des Lebens eine gute Lebensqualität entscheidend. Sie konnte bei einem signifikant größeren Teil der mit Radium-223 behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo verbessert werden (25% vs. 16%) (8). Ferner konnte Radium-223 die Zeit bis zum ersten Auftreten eines symptomatischen skelettalen Ereignisses im Median fast ein halbes Jahr verzögern – ein Aspekt, der ebenfalls zur Lebensqualität beiträgt (15,6 Monate vs. 9,8 Monate, p<0,001) (7).

Die Therapie planen

Übergeordnetes Ziel bei der Behandlung des mCRPC ist, dass Patienten von allen zur Verfügung stehenden überlebensverlängernden Therapieoptionen profitieren. Während am Anfang des mCRPC-Krankheitsstadiums ein Großteil der Patienten Knochenmetastasen (2) aufweist, steigt im weiteren Krankheitsverlauf die Wahrscheinlichkeit, dass sich viszerale Metastasen entwickeln: Ein bis 2 Jahre vor Lebensende weist jeder zehnte Patient viszerale Metastasen auf, kurz vor dem Tod fast jeder zweite (10). Laut Zulassung von Radium-223 dürfen Patienten mit bekannten Viszeralmetastasen nicht mit Radium-223 behandelt werden (1). Daher sollte Radium-223 beim mCRPC nach 2 systemischen Vortherapien eingeplant werden, bevor sich viszerale Metastasen entwickeln und die Substanz entsprechend der bestehenden Zulassung nicht mehr angewendet werden darf. Die anderen systemischen Behandlungsoptionen können auch bei viszeraler Metastasierung angewendet werden.

Behandlungsmöglichkeiten im nicht metastasierten Stadium

Das nicht metastasierte CRPC ist eine Form des Prostatakarzinoms, die mit steigenden PSA-Werten trotz Androgendeprivationstherapie verbunden ist, sich aber noch nicht über die Prostataregion hinaus ausgebreitet hat. In dieser Phase besteht das Behandlungsziel darin, Kontrolle über die Krankheit zu erlangen, ohne das tägliche Leben der Patienten zu beeinträchtigen. Das Fortschreiten der Erkrankung bis zur Metastasierung erhöht das Risiko von Mortalität und Morbidität, führt zu höheren Behandlungskosten und verringert die Lebensqualität. Bayer legt einen Schwerpunkt auf das nicht metastasierte CRPC und investiert in die Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten für Prostatakrebs mit dem Ziel, die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs an verschiedenen Punkten des Krankheitsverlaufs zu optimieren.

Das Reden über Symptome lohnt sich

Zur Unterstützung von Prostatakarzinom-Patienten wurde die Aufklärungskampagne „Männer.Reden.Jetzt.“ initiiert. Die Kampagne vermittelt Patienten, wie sie Symptome der fortschreitenden Erkrankung frühzeitig erkennen und wie wichtig es ist, wahrgenommene Beschwerden schnellst möglich dem Arzt mitzuteilen. Denn dies ist eine Voraussetzung dafür, dass rechtzeitig eine geeignete Therapie eingeleitet wird und die Lebensqualität erhalten bleiben kann. Die Website maennerredenjetzt.de und die Facebookseite @maennerredenjetzt vermitteln fundierte Inhalte rund um das Thema Prostatakarzinom und geben Hinweise, wie Patienten mit der Erkrankung leben können. Auf der Website können Betroffene u.a. Materialien wie einen Leitfaden für das Arztgespräch und einen Symptomfragebogen herunterladen. In der neuen Broschüre „3x3 Empfehlungen zum Umgang mit Prostatakrebs“ erläutert eine Psychoonkologin, wie Patienten ihre Einstellung zur Krankheit verändern können und ein Urologe gibt Tipps zum gelungenen Arztgespräch. Botschafter Carlo Thränhardt erklärt, wie Patienten ein gutes Körpergefühl aufbauen können.

* Für Patienten mit < 6 Knochenmetastasen oder tALP-Werten < 220 U/L zeigte sich kein statistisch signifikanter Überlebensvorteil. Eine Radium-223-Therapie bei Patienten mit nur gering osteoblastischen Knochenmetastasen wird nicht empfohlen.

Quelle: Bayer

Literatur:

(1) Xofigo® 1100 kBq/ml Injektionslösung, Fachinformation, Version 8, September 2018.
(2) Frieling SJ et al. (2015) Current and Emerging Therapies for Bone Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer. Cancer Control 22(1):109-120.
(3) Nørgaard M et al. (2010) Skeletal related events, bone metastasis and survival of prostate cancer: a population based cohort study in Denmark (1999 to 2007). The Journal of Urology. 184:162-167.
(4) Goh P et al. (2007) New multidisciplinary prostate bone metastases clinic: first of its kind in Canada. Curr Oncol 14(1):9-12.
(5) Parker C et al. (2018) Current approaches to incorporation of radium-223 in clinical practice. Prostate Cancer Prostatic Dis 21(1):37-47.
(6) Suominen MI, Fagerlund KM, Rissanen JP et al. (2017) Radium-223 inhibits osseous prostate cancer growth by dual targeting of cancer cells and bone microenvironment in mouse models. Clin Cancer Res. 23(15):4335-4346.
(7) Parker C, Nilsson S, Heinrich D et al. (2013) Alpha emitter radium-223 and survival in metastatic prostate cancer. N Engl J Med. 369(3):213-223.
(8) Nilsson S, Cislo P, Sartor O et al. (2016) Patient-reported quality-of-life analysis of radium-223 dichloride from the phase III ALSYMPCA study. Ann Oncol. 27(5):868-874.
(9) Perez & Brady's Principles and Practice of Radiation Oncology 5th Edition; Lippincott Williams & Wilkins 2008.
(10) Pezaro CJ et al. (2014) Visceral disease in castration-resistant prostate cancer. Eur Urol. 65(2):270-273.


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