Dienstag, 16. Juli 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

08. Juli 2015 ASCO 2015: Rezidiviertes/Refraktäres Multiples Myelom: Mehrfach Vortherapierte profitieren besonders von Panobinostat

Eine geplante Subgruppenanalyse der PANORAMA 1-Studie, die auf dem ASCO präsentiert wurde, zeigt auch für Patienten mit rezidiviertem/ refraktärem multiplen Myelom (RRMM), die mit Bortezomib und immunmodulierenden Substanzen (Lenalidomid oder Thalidomid) vorbehandelt sind, eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens durch die Hinzunahme von Panobinostat zu Bortezomib und Dexamethason.

Anzeige:

Der Histondeacetylase-Inhibitor Panobinostat verbesserte in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason in der Phase-III-Studie PANORAMA 1 signifikant das Ansprechen und das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit RRMM im Vergleich zu Bortezomib und Dexamethason. 193 (25%) der 768 Patienten in der PANORAMA 1-Studie hatten bereits zuvor Bortezomib und Lenalidomid oder Thalidomid erhalten. Von diesen Patienten waren 94 mit Panobinostat in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason und 99 Patienten mit Bortezomib und Dexamethason behandelt worden. Das mediane PFS im Panobinostat-Arm betrug 10,6 Monate im Vergleich zu 5,8 Monaten im Vergleichsarm ohne Panobinostat (HR=0,56; p=0,0011). Die meisten dieser Patienten (76%) hatten bereits zwei oder mehr Therapielinien erhalten. Bei ihnen war die Überlegenheit von Panobinostat noch deutlicher ausgeprägt mit einem um 4,8 Monate längerem PFS (12,8 vs. 4,7 Monate; HR 0,47; p=0,0003). Die Ansprechrate betrug 58,5 vs. 41,4%.

Panobinostat war mit einer höheren Rate an Thrombozytopenie, Neutropenie, Diarrhoe und Fatigue assoziiert. Das Sicherheitsprofil war konsistent mit dem in der Gesamtpopulation der PANORAMA 1 Studie. Therapiebedingte Todesfälle waren in beiden Therapiegruppen etwa gleich häufig aufgetreten mit 6,4 vs. 5,1%.

Im Februar 2015 hat Panobinostat basierend auf der PANORAMA 1-Studie eine beschleunigte Zulassung durch die FDA in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason zur Therapie von Patienten mit multiplem Myelom erhalten. Voraussetzung sind mindestens zwei Vortherapien mit Bortezomib und einer immunmodulierenden Substanz.

as

Literatur:

Jesus F. San Miguel, Vania T.M. Hungria, Sung-Soo Yoon et al. Panobinostat plus bortezomib and dexamethasone in patients with relapsed or relapsed and refractory multiple myeloma who received prior bortezomib and IMiDs: A predefined subgroup analysis of PANORAMA 1.J Clin Oncol 33, 2015 (suppl; abstr 8526). http://meetinglibrary.asco.org/content/146520-156


Das könnte Sie auch interessieren

Personalisierte Medizin in der Onkologie: Behandlung bestmöglich auf den Patienten zuschneiden

Medikamente möglichst maßgeschneidert auf die spezifischen Merkmale einer Krankheit zuzuschneiden und diese gezielt bei jenen Patienten einzusetzen, denen sie am besten helfen, lautet das Credo der Personalisierten Medizin. Dank vertiefter Kenntnisse über die molekularbiologischen Ursachen von Krankheiten gibt es heute bereits eine Reihe von innovativen diagnostischen Tests, durch die Patienten identifiziert werden können, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine...

Die Björn Schulz Stiftung

Die Björn Schulz Stiftung
© Александра Вишнева / fotolia.com

in Deutschland leben derzeit rund 50.000 Familien mit einem lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankten Kind. Ihre Zahl steigt, denn dank des medizinischen Fortschritts haben schwerst- oder unheilbar kranke Kinder heute eine höhere Lebenserwartung als noch vor 20 Jahren. In der für die betroffenen Kinder und Angehörigen schwierigen Situation bieten Kinderhospizdienste eine intensive Begleitung sowie eine umfassende Betreuung in einer familiären, kindgerechten...

Brustkrebs: Wissen schafft Mut

Brustkrebs: Wissen schafft Mut
© drubig-photo / Fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Damit ist das Mammakarzinom mit 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor bei Frauen. Die Diagnose wirft Fragen auf: Welche Therapie ist die richtige? Wo bekomme ich Hilfe? Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebspatienten bei ihrem Kampf gegen die Erkrankung. Sie bietet allen Betroffenen eine kostenfreie telefonische Beratung an und hält allgemeinverständliche...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASCO 2015: Rezidiviertes/Refraktäres Multiples Myelom: Mehrfach Vortherapierte profitieren besonders von Panobinostat"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich