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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. April 2016

Wissenschaftler mit Quality of Life Preis geehrt

Seit 1996 verleiht Lilly den Quality of Life Preis und ehrt damit ausgezeichnete Forschungsarbeiten zur Lebensqualität. Am 20.11.2015 wurden in Bad Homburg zum 18. Mal Arbeiten zur Messung und Beschreibung von gesundheitsbezogener Lebensqualität prämiert – einem Thema, das mittlerweile auch in der Medizin und Gesundheitsökonomie eine immer größere Rolle spielt. Diese Entwicklung unterstützt das Pharmaunternehmen auch in Zukunft. Bewerbungen für die Ausschreibung 2016 können ab Februar eingereicht werden.
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Den ersten Platz belegte dabei Dr. Christine Blome vom Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP) am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE). Mit ihrer Forschung zur Lebensqualität als „radikal subjektives Wohlbefinden" hat die Psychologin die Jury überzeugt. Insgesamt wurden 35 Arbeiten für den Wettbewerb eingereicht und von einer sechsköpfigen Jury, bestehend aus PD Dr. Anne Karow (Hamburg), Prof. Dr. Thomas Kohlmann (Greifswald), Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer (Hamburg), Prof. Dr. Elmar Brähler (Leipzig), Prof. Dr. Franz Porzsolt (Ulm) und Dr. Johannes Clouth (Senior Manager Health Economics, Lilly Deutschland), bewertet.

Blome zeigte, dass die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität mit gängigen Messungen nur verzerrt festgestellt werden kann. Denn neben dem subjektiven Empfinden der Patienten werden auch objektive, durch die Krankheit verursachte Umstände gemessen. Dies verfälsche den Gesamtwert, da zwischen den objektiven Umständen und der subjektiven Lebensqualität kein konstanter Zusammenhang bestehe, so Blome. Eine mögliche Lösung des Problems liegt ihrer Meinung nach in einem als „Experience Sampling" bezeichneten Vorgehen. Hierbei geben die Patienten mit Hilfe eines Mobilgerätes in zufällig ausgewählten Momenten ihr aktuelles Befinden an.

„Mit Frau Dr. Christine Blome hat die Jury eine Wissenschaftlerin ausgezeichnet, die wichtige methodische Probleme der Lebensqualitätsmessung systematisch beschrieben und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse von Studien kritisch herausgearbeitet hat. Die Fähigkeit der Preisträgerin, neue Ideen außerhalb der üblichen Denkmuster zu entwickeln, war ein wesentlicher Grund für die Verleihung des Lilly Quality of Life Preises“, so Prof. Dr. Kohlmann.

Auszeichnungen auch für Arbeiten zu „Fatigue“ und zur Lebensqualität von Migranten

Zwei weitere Wissenschaftlerinnen wurden zudem mit dem zweiten Preis geehrt. Professor Karen Steindorf vom Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg untersuchte mit Kollegen, ob bei Brustkrebspatientinnen körperliches Training geeignet ist, um die sog. „Fatigue“, also die krebsbedingte Erschöpfungssymptomatik, zu verhindern. Es konnte gezeigt werden, dass das körperliche Training gruppenbasierten Interventionen überlegen war.

Dr. Eva Morawa von der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen Abteilung an der Universität Erlangen-Nürnberg befasste sich intensiv mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von türkisch- und polnisch-stämmigen Migranten. Sie sprach sich dafür aus, „Belastungs- und protektive Faktoren ausreichend zu erforschen und medizinische Angebotsstrukturen dahingehend anzupassen.“ Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte sich in ihrer Studie sowohl bei türkischen als auch bei polnischen Immigranten ein Zusammenhang zwischen wahrgenommener Diskriminierung und Lebensqualität.
Lilly
 
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