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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. September 2012

Verbessertes Management von Tumordurchbruchschmerzen: Fentanyl-Buccaltabletten lindern Schmerzspitzen schnell und effektiv

Die Mehrzahl der Tumorpatienten leidet unter plötzlich einsetzenden Durchbruchschmerzen (DBS). Eine effektive Kontrolle der DBS erfordert den Einsatz eines stark wirksamen Opioids mit sehr schnellem Eintritt und kurzer Dauer der Wirkung. Wenn der chronische Grundschmerz mit retardierten Opioiden gut eingestellt ist, können DBS mit Fentanyl-Buccaltabletten (Effentora®) schnell und effektiv gelindert werden. Die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Fentanyl-Buccaltabletten ist sowohl in klinischen Studien belegt als auch in der Routineversorgung erwiesen. Die aktuelle Datenlage und das therapeutische Potenzial von Fentanyl-Buccaltabletten im DBS-Management standen im Fokus eines Symposiums im Rahmen des 9. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (1). 

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Bei etwa 60% der Krebspatienten mit chronischen Tumorschmerzen kommt es zu vorübergehenden Exazerbationen eines ansonsten mit retardierten Opioiden adäquat kontrollierten Dauerschmerzes (2). Diese Schmerzspitzen treten plötzlich und meistens unvorhersehbar auf – oftmals mit einer Häufigkeit von ein bis vier Episoden pro Tag. Eine typische DBS-Episode ist von mittlerer bis starker Intensität und kurzer Dauer (< 30 Minuten) (2). Die maximale Schmerzintensität ist nach 3 bis 5 Minuten erreicht (2). Mit nicht-retardierten Applikationsformen etablierter Opioiden seien die Attacken kaum in den Griff zu bekommen, berichtete Dr. Eberhard Lux, Lünen. Denn infolge der Passage und Resorption im Gastrointestinaltrakt trete die Wirkung erst ein, wenn die Schmerzattacke schon abklinge. Dagegen decken Fentanyl-Buccaltabletten das Zeitfenster einer DBS-Episode aufgrund der raschen transmukosalen Resorption an der Wangenschleimhaut genau ab. Die schnelle schmerzlindernde Wirkung des Opioidanalgetikums ist in verschiedenen Studien bei Krebskranken mit DBS-Attacken belegt worden. Wegen der aktiven Aufnahme des Wirkstoffs über die Wangenschleimhaut werden Fentanyl-Buccaltabletten besser und schneller resorbiert als die oral-transmukosale Darreichungsform (3).

Erfolgreiches DBS-Management im klinischen Alltag

Aktuelle Ergebnisse einer paneuropäischen Phase-IV-Studie bestätigen die hohe Effektivität von Fentanyl-Buccaltabletten in der routinemäßigen Anwendung bei Tumorpatienten mit DBS, wobei die Titration mit 100 µg (n=156) versus 200 µg (n=174) begonnen wurde (4). Die Dosierung wurde so lange erhöht, bis eine ausreichende DBS-Kontrolle erreicht wurde. Nach der Titration führten Fentanyl-Buccaltabletten in Dosierungen von 200 µg (39,6% der Patienten) und 400 µg (26,9% der Patienten) am häufigsten zu einer erfolgreichen DBS-Kontrolle (4). Im Verlauf der Studie nahm die Lebensqualität zu: Die Patienten verspürten im Vergleich zur Vortherapie wieder mehr Lebensfreude, schliefen besser, waren aktiver und nahmen wieder soziale Kontakte auf. Insgesamt bewerteten 83,3% der Patienten die Anwendung von Fentanyl Buccaltabletten als einfach oder sehr einfach (5).

An der paneuropäischen Phase-IV-Studie nahmen auch 90 Patienten aus Deutschland teil. Die Datenanalyse dieser Patientengruppe ergab, dass jeder dritte von ihnen (33,3%) trotz adäquater Therapie der chronischen Schmerzen drei DBS-Attacken und jeder Vierte (24,4%) sogar vier Attacken pro Tag erleidet (6). Nach der Titration empfanden 25% der Patienten die 100 µg als die effektivste Dosis; bei 41,6% der Patienten war die 200-µg-Dosis und bei 23% die 400-µg-Dosis am effektivsten. Insgesamt 73% der Patienten beurteilten die Behandlung mit Fentanyl-Buccaltabletten als einfach oder sehr einfach (6).

Die Ergebnisse einer nicht-interventionellen Studie bei 388 Tumorpatienten mit DBS aus Deutschland und Österreich bestätigen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Fentanyl-Buccaltabletten (7). Die Therapie reduzierte sowohl die Intensität als auch die Anzahl der DBS-Episoden. Über die Hälfte der Patienten erreichte 5 bis 10 Minuten nach der Einnahme von Fentanyl-Buccaltabletten eine ausreichende Schmerzlinderung. Die Mehrzahl der Patienten war mit dem Präparat zufrieden oder sehr zufrieden und bevorzugte es gegenüber der Vormedikation. Insgesamt bestätigen die aktuellen Daten aus der Routineversorgung die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit, die bei der bedarfsorientierten Anwendung von Fentanyl-Buccaltabletten in klinischen Studien dokumentiert wurden, so Lux.

Fentanyl-Buccaltabletten - sichere Bedarfsmedikation zur DBS-Kontrolle

Bei Berücksichtigung der Indikation - tumorbedingte DBS unter einer Opioid-Basistherapie-, ordnungsgemäßer Anwendung (Einlegen in eine Wangentasche), vorsichtiger und individuell angepasster Titration unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle sei die Therapie mit Fentanyl-Buccaltabletten langfristig sicher, betonte Prof. Dr. Frank Elsner, Aachen. Es ist wichtig, dass die Basistherapie mit retardierten Opioiden zur Behandlung der Dauerschmerzen stabil eingestellt ist, bevor die Therapie mit Fentanyl-Buccaltabletten begonnen wird. Voraussetzung für eine erfolgreiche Tumorschmerztherapie sei es, dass die Ärzte die verschiedenen Schmerzformen und die verschiedenen Opioid-Analgetika gut kennen, so Elsner.

Norbert Krumm, Aachen, wies aus der Perspektive der Pflege darauf hin, den DBS-Episoden bei Patienten mit Tumorerkrankungen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Bislang werden DBS noch zu selten erkannt und zumeist auch inadäquat behandelt (8). Entsprechende Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte und Pflegepersonal sowie die Entwicklung geeigneter Instrumente, mit denen der Tumordurchbruchschmerz spezifisch erfasst werden kann, sind laut Krumm wirksame Schritte hin zu einem verbesserten Management dieser für die Patienten stark belastenden Schmerzform.

Literaturhinweise:
(1) Satellitensymposium „Kann man Tumordurchbruchschmerzen sicher behandeln? – Risiken und Potenziale schnell freisetzender Fentanylpräparate“, veranstaltet von TEVA, Berlin, 14. September 2012
(2) Portenoy RK et al. Pain 1999; 81: 129-134
(3) Zeppetella G. Palliat Med 2011; 25: 516-524
(4) Davies A et al. Posterpräsentation auf dem 15th World Congress of Pain Clinicians (WSPC); Granada/Spanien, 27.-30. Juni 2012; Poster-Nr. 80
(5) Davies A et al. Posterpräsentation auf dem 15th World Congress of Pain Clinicians (WSPC); Granada/Spanien, 27.-30. Juni 2012; Poster-Nr. 81
(6) Meissner W et al. Posterpräsentation auf dem 7th Congress of the European Federation of the IASP Chapters (EFIC), Hamburg, 21.-24. September 2011; Abstract 369
(7) Loft TS et al. Posterpräsentation auf dem 15th World Congress of Pain Clinicians (WSPC); Granada/Spanien, 27.-30. Juni 2012; Poster-Nr. 86
(8) Rustøen T et al. Eur J Oncol Nurs. 2012 Jun 26. [Epub ahead of print]

Quelle: Teva
 
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