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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. Juli 2015

Senologiekongress 2015: Sport als Medikament

Regelmäßiger Sport beugt Krebserkrankungen vor. Doch auch wer erkrankt ist, kann durch vermehrte sportliche Aktivität und Krafttraining seine Prognose deutlich verbessern. Sport sorgt während der Chemotherapie sogar für eine bessere Verträglichkeit. Eine hohe körperliche Aktivität vor und nach der Krebsdiagnose senkt das Sterberisiko von Brustkrebspatientinnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse (1), die Dr. Daniela Schmid vom Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin Regensburg vorstellte.

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In diese Metaanalyse gingen 16 Studien von Brustkrebspatientinnen und 7 Studien von Patienten mit Kolorektalkarzinom ein. Patientinnen mit dem höchsten körperlichen Aktivitätslevel vor der Diagnose hatten im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten Aktivitätslevel ein um 23% niedrigeres Gesamt- und brustkrebsspezifisches Mortalitätsrisiko (RR 0,77). Bei Patientinnen, die nach der Diagnose körperlich aktiv waren, halbierte sich das Gesamtmortalitätsrisiko beinahe (RR 0,52) und das brustkrebsspezifische Mortalitätsrisiko war um 28% reduziert im Vergleich zu Patientinnen, die wenig körperlich aktiv waren (RR 0,52 bzw. 0,72). Bei den Patienten mit Kolorektalkarzinom verhielt es sich ähnlich. Das Sterberisiko reduzierte sich auch bei den Patienten, die erst nach der Diagnose ihre körperliche Aktivität steigerten im Vergleich zu jenen, die inaktiv blieben.

Dr. Joachim Wiskemann, NCT Heidelberg, empfahl mit Sport und Bewegungstherapie möglichst früh zu beginnen, und zwar bereits schon während der Chemotherapie. Das verbessert Kraft, Ausdauer, beugt Niedergeschlagenheit und Depressionen vor und erhöht sogar die Chemotherapietoleranz. Krafttraining ist auch für Patientinnen mit Lymphödem nicht tabu, allerdings sollten sie dabei Kompressionsstrümpfe tragen. „Sport ist ein wichtiges Medikament, das zur Therapie des Mammakarzinoms dazu gehört“, betonte Wiskemann. Dies müsse noch mehr in die Breite getragen werden.

„Wir müssen differenzierte Bewegungsprogramme einsetzen“, sagte der Kölner Sportwissenschaftler Dr. Freerk Baumann. Abhängig vom Ziele kann man verschiedene Bewegungsprogramme initiieren. Bei der Fatigue ist es wichtig, die Intensität des Ausdauer und Krafttrainings an die Intensität der Fatigue anzupassen – je ausgeprägter die Fatigue, um so geringer muss die Intensität des Trainings sein. Das Krafttraining bei Lymphödem sollte immer individualisiert durchgeführt werden. Patienten mit einer Polyneuropathie profitieren von einem sensomotorischen Training, das auch die Taubheitsgefühle reduzieren kann. Durch Kraft- und Ausdauertraining können selbst die für die Patientinnen sehr belastenden Arthralgien unter Aromatasehemmertherapie reduziert werden.

as
Individualisierte Sport- und Bewegungstherapie beim Mammakarzinom. Wiss. Sitzung im Rahmen des Senologiekongresses 2015. Leipzig, 26.6.2015
Literatur:

(1) Schmid D. und M.F. Leitzmann. Ann Oncol (2014) doi: 10.1093/annonc/mdu012 First published online: March 18, 2014. http://annonc.oxfordjournals.org/content/early/2014/03/18/annonc.mdu012

 
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