Sonntag, 20. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
25. April 2014

Schmerz- und Palliativkongress 2014: Schmerztherapie mit OROS-Hydromorphon auch bei eingeschränkter Nierenfunktion vorteilhaft

Bei Patienten mit starken tumorbedingten bzw. chronischen Schmerzen und gleichzeitiger Nierenerkrankung, chronischer Niereninsuffizienz oder Nierentransplantation sollten Analgetika sowohl zur akuten als auch langfristigen Schmerzlinderung differenziert ausgewählt und deren Einsatz gut überwacht werden.

Anzeige:
 
 

Als günstig erweisen sich vor allem Wirkstoffe, die keine zusätzliche renale Schädigung hervorrufen. Hierzu gehört Hydromorphon (z. B. Jurnista®). Es schneidet in den bestehenden Empfehlungen (1,2,3) hinsichtlich einer Dauertherapie besonders gut ab. Warum dies so ist, erläuterte Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, in seinem Vortrag "Opioidtherapie bei Nierenerkrankungen" im Rahmen des industrieassoziierten Symposiums von Janssen. 50% der Dialysepatienten sind, laut Aussage von Horlemann, chronische Schmerzpatienten. Es ist davon auszugehen, dass bei rund 74% eine schmerzmedizinische Unterversorgung vorliegt (3,4). Grund hierfür, so seine Befürchtung, sind Unsicherheiten der behandelnden Ärzte hinsichtlich des Einsatzes von Opioiden bei diesen Patienten. Diese Unsicherheiten bestünden auch bei einer vorhandenen Niereninsuffizienz angesichts einer möglichen Retention insbesondere bei älteren Patienten, führte er weiter aus. Er empfahl, vor allem solche Analgetika einzusetzen, deren Arzneistoff möglichst keine kumulierenden biologisch aktiven Metabolite bildet. Auch eine gute Steuerbarkeit und eine geringe Plasmaeiweißbindung seien von Vorteil. Bedingungen, die Hydromorphon erfüllt.

Die gute Verträglichkeit sowie Wirksamkeit sind hier auch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion dokumentiert (1,2,3). Anders als bei Morphin entsteht bei der Verstoffwechselung kein analgetisch aktiver Metabolit, der bei einer eingeschränkten Nierenfunktion kumulieren und zusätzlich zu Überdosierungserscheinungen führen kann (5,6,7,8).

Zudem reduzieren das Umgehen des Cytochrom-P450-Systems beim Abbau sowie die niedrige Plasmaeiweißbindung (8%) das Risiko für pharmakokinetische Interaktionen. Insbesondere in der Darreichung als OROS®-Hydromorphon (Jurnista®) kann aufgrund der ausgereiften und langjährig erprobten Retardierung eine zuverlässige Analgesie über 24 Stunden bei einmal täglicher Einnahme erreicht werden (9). Dabei sorgt die Technologie für eine kontrollierte, lang anhaltende Freisetzung sowie einen kontinuierlichen, gleichmäßigen Plasmaspiegel über 24 Stunden (10). Zudem bleibt die Wirkung auch im Hochdosisbereich bis hin zum stärksten Schmerz erhalten, sodass behutsam und dem klinischen Zustand angepasst bei eingeschränkter Nierenfunktion ein- und aufdosiert werden kann (11,12).

Einfache Therapieregime fördern die Adhärenz
 
Selbst das beste Medikament kann nicht wirken, wenn es nicht verordnungsgemäß und konsequent eingenommen wird. Diese einfache Weisheit gilt für jedes Arzneimittel, betrifft aber vor allem die orale Mehrfachgabe (13). Auch bei Patienten mit chronischen Schmerzen stellen in der ambulanten Versorgung Adhärenzprobleme ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Um mehr darüber zu erfahren, wurden in einer Onlineumfrage allgemeinmedizinisch tätige Ärzte ohne schmerztherapeutische Spezialisierung befragt.* Ziel der Umfrage war es, neben Häufigkeit und Art der Adhärenzprobleme auch potentielle

Ansätze zur Verbesserung der Adhärenz zu identifizieren. Ferner sollte analysiert werden, inwieweit Eigenschaften eines Medikaments die Adhärenz unterstützen können und welche dies konkret sind. Die Ergebnisse der Befragung wurden jetzt erstmals im Rahmen des 25. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses vorgestellt (14). Es zeigte sich, dass Adhärenz in der Wahrnehmung der Befragten zum einen ein vielschichtiges Problem darstellt, zum anderen als verbesserungswürdig erachtet wird. Als mögliche Ansätze zur Steigerung sind laut Umfrage eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation, diverse Erinnerungsmethoden zur Medikamenteneinnahme, eine Lebensumstellung und unterstützende Therapiemaßnahmen zu bewerten (14). Aber auch die spezifischen Eigenschaften eines Analgetikums können eine adhärenzeinschränkende bzw. -steigernde Rolle spielen. Als besonders förderlich werden eine kontinuierliche Schmerzlinderung und die einmal tägliche Einnahme beurteilt - beispielsweise unter Anwendung von Jurnista®.

* Umfrage unter 100 Ärzten in Zusammenarbeit mit Doc Check Medical Services, Köln, im November 2013.

Literaturhinweise:
(1) Sperschneider H, Schmerztherapie bei Nierenerkrankungen und chronischer Niereninsuffizienz. Spektrum der Nephrologie, 2007;5:1ff.
(2) King S, Forbes K, Hanks GW et al. A systematic review of the use of opioid medication for those with moderate to severe cancer pain and renal impairment: a European Palliative Care Research Collaborative opioid guidelines project. Palliat Med. 2011 Jul;25(5):525-52. doi: 10.1177/0269216311406313.
(3) Davison SN, Mayo PR. Pain management in chronic kidney disease: The pharmacokinetics and pharmacodynamics of hydromorphone and hydromorphone-3-glucuronide in hemodialysis patients. J Opioid Manag. 2008;4(6):335-336:339-344.
(4) Davison SN. Pain in hemodialysis patients: prevalence, cause, severity, andmanagement. Am J Kidney Dis. 2003 Dec;42(6):1239-47.
(5) Osborne A et al. Morphine intoxication in renal failure; the role of morphine-6-glucuronide. Br Med J (Clin Res Ed). 1986;293(6554):1101.
(6) Hasselstrom J, Sawe J. Morphine pharmacokinetics and metabolism in humans. Enterohepatic cycling and relative contribution of metabolites to active opioid concentrations. Clin Pharmacokinet. 1993;24(4):344-354.
(7) Hagen NA et al. Chronic nausea and morphine-6-glucuronide. J Pain SymptomManage. 1991;6(3):125-128..
(8) Zheng M et al. Hydromorphone metabolites: isolation and identification from pooled urine samples of a cancer patient. Xenobiotica. 2002;32(5):427-439..
(9) Gupta S, Satyhan G. Pharmacokinetic profile of a 24-hour controlled release OROS formulation of hydromorphone in the presence and absence of food. J Pain Symptom Manage. 2007;33:S19–S24.
(10) Güttler K. Opioidwirkungen - Die Galenik macht den Unterschied. AINS 2012; 47: 224-230.
(11) Hays H et al. Comparative clinical efficacy and safety of immediate release and controlled release hydromorphone for chronic severe cancer pain. Cancer. 1994 Sep 15; 74(6):1808-1816..
(12) Mercadante S. The use of high doses of OROS hydromorphone in an acute palliative care unit. Current Medical Research & Opinion. 2011;27(12):1-4.
(13) WHO (2003) Adherence to long-term therapies. Im Internet: http://www.who.int/chp/knowledge/publications/adherence_introduction.pdf. Stand: 26.08.2013.
(14) Horlemann J, Bergmann P, Wimmer A. Poster präsentiert auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativkongress, Frankfurt/Main 19.-22.03.2014, Poster Nr. P18.

Quelle: Janssen-Cilag Satellitensymposium "Schmerztherapie bei onkologischen Schmerzpatienten - was geht?", Frankfurt am Main, 21.03.2014,
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017