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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. März 2015

Magen-/Speiseröhrenkrebs: Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt vom Krankenhaus Nordwest und AIO initiierte Phase-III-Studie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die vom Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF) am Krankenhaus Nordwest sowie von der AIO initiierte Renaissance/FLOT5-Studie mit 1,25 Millionen Euro. Die Studie untersucht ein innovatives Konzept, in dem Patienten mit "leicht" metastasiertem Magen- oder Speiseröhrenkrebs durch die Kombination von Chemotherapie, Operation und ggf. weiteren Maßnahmen wie Strahlen-, Thermo- oder Lasertherapie behandelt werden. Ziel der Studie ist es, eine Heilung oder eine wesentliche Lebensverlängerung zu bewirken. Diese Patienten galten bisher als unheilbar.

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Bei der Renaissance/FLOT5-Studie handelt es sich um eine sogenannte Phase-III-Studie. Das bedeutet, dass das in der Studie zu testende Konzept bei positivem Ausgang der Studie als therapeutischer Standard etabliert wird. Bisher gilt nur die Chemotherapie als Standardtherapie in der Behandlung von Metastasen des Magens und der Speiseröhre. Das mediane Überleben der betroffenen Patienten liegt derzeit bei unter 12 Monaten. Es besteht fast keine Chance auf ein Langzeitüberleben.

Die neu aufgelegte Studie geht daher neue Wege der individualisierten bzw. sogenannten multimodalen Therapie. Für die Teilnahme kommen Patienten in "leicht" metastasierten Stadien in Frage. Bei Ihnen werden zusätzlich zur Chemotherapie die Metastasen an den entsprechenden Stellen nach definierten Prinzipien chirurgisch entfernt. Daraufhin folgt eine weitere Chemotherapie und nach individuellen Gesichtspunkten ggf. eine Strahlen-, Thermo- oder Lasertherapie. Bereits in der voran gegangenen Pilotstudie (FLOT3) hat sich gezeigt, dass eine ganze Reihe der Patienten von dieser Vorgehensweise zu profitieren scheint. Mit der Renaissance/FLOT5-Studie wird nun untersucht, ob diese Vorgehensweise das Gesamtüberleben gegenüber der alleinigen Chemotherapie erhöht. Auf diese Weise sollen die Ergebnisse der FLOT3 bestätigt werden.
Initiiert und durchgeführt wird die Studie vom Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF) am Krankenhaus Nordwest unter der Leitung von Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran und in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stefan Mönig von der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie an der Universitätsklinik Köln. Bundesweit werden 60 weitere Kliniken und Zentren mit über 270 Patienten an dieser Studie teilnehmen. Die Studie steht unter der Schirmherrschaft einiger Fachgesellschaften wie z.B. der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Oberer Gastrointestinaltrakt (CAOGI).

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft begründet die Entscheidung, die ersten 36 Monate dieser Studie mit 1,25 Millionen Euro zu unterstützen damit, dass die Studie eine klinisch und wissenschaftlich relevante Fragestellung adressiere. Die internationalen Gutachter betonen: "Über die Erkrankung hinaus werde die Studie zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Rolle chirurgischer Verfahren bei metastasierenden Erkrankungen haben."

Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran, Ärztlicher Direktor des IKF: "Eine Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist eine ganz besondere Ankerkennung unserer Arbeit am Krankhaus Nordwest und am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT). Wir freuen uns sehr, dass wir damit weiterhin die Möglichkeit erhalten, ganz neue Wege in der Therapie unserer Patientinnen und Patienten zu gehen. Die Studie wird außerdem wesentlich zur Stärkung der multidisziplinären Behandlung von Krebspatienten in Deutschland beitragen."

Studie könnte bei positivem Ausgang bisherige Behandlungsstandards ändern

"Sollte unsere Hypothese in der Renaissance-Studie bestätigt werden, wird sich die Art und Weise, wie wir zukünftig Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Magen- und Speiseröhrenkrebs und vielleicht auch anderen Krebsarten behandeln, grundlegend ändern. Die Vorstellung, dass Patienten mit Metastasen generell nicht heilbar sind, wird einer individualisierten Betrachtung der Kranken weichen müssen", betont Studienleiter Prof. Dr. Al-Batran.

Quelle: Krankenhaus Nordwest
 
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