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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Juli 2012

Hormontherapie beim Prostatakarzinom: LHRH-Therapie als Basistherapie in den jeweiligen Stadien der Erkrankung

Wie wichtig ist eine konstante Hormonsuppression in der Behandlung des Prostatakarzinoms für den Patienten? Welche Vorteile bietet eine Therapie mit dem Histrelin-Jahresimplantat Vantas®? Und in welchen Stadien der Erkrankung ist der Einsatz dieser Therapie sinnvoll? Praxisnahe Antworten auf diese und weitere Fragen gaben die Urologen Dr. Götz Geiges, Dr. Matthias Schulze und Professor Kurt Miller bei einem Symposium von Orion Pharma im Rahmen des diesjährigen IQUO-Kongresses in Berlin.

Dass Prostatakarzinomzellen abhängig vom Testosteron wachsen, erkannte als erstes Charles Brenton Huggins im Jahr 1941. Diese Erkenntnis des späteren Nobelpreisträgers prägt die Hormontherapie bis heute, auch wenn seitdem in der Verbesserung der Therapie einiges geschehen ist: „Das Prostatakarzinom ist heterogen und pluriform und daher ist auch der Ansatzpunkt bei der Therapie vielgestaltig. Das Ganze ist viel komplexer als Huggins vermutet hat“, erläuterte Dr. Götz Geiges, Vorsitzender des Interessenverbandes zur Qualitätssicherung der Arbeit niedergelassener Uro-Onkologen in Deutschland e. V., in seinem einleitenden Vortrag zum Thema Testosteron und Hormonsuppression. Unumstritten bei Risikopatienten ist die Wichtigkeit einer konstanten Testosteronsuppression auf Kastrationsniveau für den Krankheitsverlauf. Eine Studie (1) von Morote et. al zeigte bereits, dass kontinuierlich niedrige Testosteronwerte von unter 20 ng/dl zu einer Verlängerung der progressionsfreien Überlebenszeit führen. Dass die Anwendung einer dauerhaften kontinuierlichen Hormontherapie beim fortgeschrittenen metastasiertem Prostatakarzinom Überlebensvorteile im Vergleich zu einer intermittierenden Therapie bietet, ergab zudem eine Studie (2), die kürzlich im Rahmen des ASCO-Kongresses in Chicago vorgestellt wurde.

„Das Problem bei vielen Präparaten zur LHRH-Therapie sind die auftretenden Testosterondurchbrüche oder die nicht immer optimale Testosteronsuppression auf Kastrationsniveau“, ergänzte Dr. Matthias Schulze, niedergelassener Urologe aus Markkleeberg.
Vor diesem Hintergrund ging der Experte ganz konkret auf den Wirkstoff Histrelin und das Jahresimplantat Vantas® ein, das seit 2008 zur antihormonellen Behandlung des fortgeschrittenen und metastasierenden Prostatakarzinoms zugelassen ist.

Vorteile des Histrelin-Jahresimplantats


Das zylindrisch geformte 3 cm lange Histrelin-Implantat wird in wenigen Schritten auf der Innenseite des Oberarms des Patienten für eine Dauer von 12 Monaten eingesetzt. Die Besonderheit des Jahresimplantats ist die Matrix, durch die täglich 50 μg Histrelinacetat abgegeben werden. „Mit Vantas® erfolgt eine kontrollierte Diffusion. Dies ist ein großer Fortschritt, weil Freisetzungsunterschiede wie bei vielen anderen Depotpräparaten hier deutlich minimiert werden“, so Dr. Schulze.
Das Resultat: Die Testosteronwerte werden bereits vier Wochen nach der Implantation dauerhaft unter Kastrationsniveau gesenkt. Eine Langzeitstudie (3) aus den USA, an der 138 Patienten teilnahmen, zeigte die kontinuierliche Senkung der Testosteronwerte unter 20 ng/dl (im Median 10,6-13,7) auch über mehrere Jahre. Diese Werte blieben über den gesamten Studienzeitraum bis zu 234 Wochen erhalten (Abb. 1). Auch nach dem Wechsel des Implantats nach jeweils einem Behandlungsjahr kam es zu keinem Anstieg der Testosteronwerte.
 

Abbildung 1: Kontinuierliche Senkung der Testosteronwerte bei PCa durch Histrelin-Jahresimplantat (adaptiert nach (3,4))

Das Ziel einer modernen LHRH-Therapie ist die kontinuierliche Senkung der Testosteronwerte ohne Miniflares unter 20 ng/dl. Das Histrelin-Jahresimplantat erfüllt dieses Ziel langfristig und zuverlässig. Im Vergleich mit anderen LHRH-Analoga kommt es nach Beendigung der Therapie und der Entfernung des Vantas®-Implantats zudem zu einer raschen Erholung des Testosteronwertes. Dies ist z. B. im Rahmen einer intermittierenden bzw. adjuvanten Therapie von Bedeutung (5).

Hormonsuppressionstherapie als Basistherapie

Professor Kurt Miller, Klinikdirektor der Charité – Universitätsmedizin Berlin, gab auf dem Symposium von Orion Pharma in seinem Vortrag einen Überblick über aktuelle und zukünftige Therapieansätze in der fortgeschrittenen Krankheitsphase des Prostatakarzinoms.
Die LHRH-Therapie, z. B. mit dem Histrelin-Jahresimplantat, findet nicht nur in der fortgeschrittenen Krankheitsphase ihr Einsatzgebiet. Auch beim kastrationsresistenten Karzinom wird neben der Anwendung von Chemo- und Strahlentherapie der Einsatz eines Hormonsuppressivums empfohlen. Zulassungsstudien, beispielsweise für das Abirateron, fordern die konstante Hormonsuppression während des gesamten Therapieverlaufs. Zudem ergaben Studien (6,7), dass die Fortsetzung einer Hormondeprivation während einer Chemotherapie bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom einen positiven Einfluss auf die mediane Überlebensdauer haben kann. „Die LHRH-Therapie sollte daher als Basistherapie auch in späteren Phasen der Erkrankung leitliniengemäß weitergegeben werden“, resümierte Professor Kurt Miller.

Literaturhinweise:
(1) Morote J, et al. Redefining Clinically Significant Castration Levels in Patients With Prostate Cancer Receiving Continuous Androgen Deprivation Therapy. J Urol. 2007 Oct; 178:1290-1995
(2) Hussain M, et al. Intermittent (IAD) versus continuous androgen deprivation (CAD) in hormone sensitive metastatic prostate cancer (HSM1PC) patients (pts): Results of S9346 (INT-0162), an international phase III trial. J Clin Oncol. 2012; 30:(suppl; abstr 4)
(3) Shore N, et al. BJU Int. 2011 Aug 18 (Epub ahead of print)
(4) Crawford E. D. A review of the use of histrelin acetate in the treatment of prostate cancer. BJU International. 2009; 103: 14–22
(5) Fridmans A, et al. Reversibility of androgen deprivation therapy in patients with prostate cancer.
J Urol. 2005 Mar; 173(3):784-9
(6) Taylor C, et al. Importance of continued testicular suppression in hormone-refractory prostate cancer. J Clin Oncol. 1993; vol. 11 no. 11 2167-2172
(7) Trump D, et al. High-dose ketoconazole in advanced hormone-refractory prostate cancer: endocrinologic and clinical effects. J Clin Oncol. 1989; vol. 7 no. 8 1093-1098

Quelle: Orion Pharma
 
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