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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. September 2016

Fortgeschrittenes Liposarkom: Fehlende IQWiG-Anerkennung eines Zusatznutzens von Eribulin

Eisai ist bestürzt über die fehlende Anerkennung eines Zusatznutzens von Eribulin (Halaven®) bei der Behandlung des fortgeschrittenen Liposarkoms durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
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Der Bericht lässt den zuvor noch nie gezeigten Gesamtüberlebensvorteil für Eribulin beim fortgeschrittenen Liposarkom außer Acht (1). Das deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 1. September 2016 einen Bericht veröffentlicht, wonach ein Zusatznutzen für Halaven® (Eribulin) gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) definierten zweckmäßigen Vergleichstherapie für die Behandlung des nicht resezierbaren fortgeschrittenen bzw. metastasierten Liposarkoms aus formalen bzw. methodischen Gründen nicht nachgewiesen wurde (2). Das von Eisai für die Bewertung vorgelegte Dossier enthielt sowohl die Ergebnisse eines direkten Vergleichs mit Dacarbazin (basierend auf der Phase-III-Studie 309 von Eisai) als auch eines indirekten Vergleichs mit Trabectedin. Das IQWiG lässt bei seiner Bewertung die Daten der Phase-III-Zulassungsstudie außer Acht, die eindeutig zeigten, dass Eribulin die erste und einzige Therapie ist, die einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil bei der Behandlung des fortgeschrittenen Liposarkoms nachweisen konnte (1).

"Eribulin hat gegenüber Dacarbazin einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil bei der Behandlung des fortgeschrittenen Liposarkoms gezeigt. Das Liposarkom ist eine sehr seltene und schwer zu behandelnde Form des Weichteilsarkoms, für die es nur wenige Behandlungsoptionen gibt. Die Wirksamkeit bestehender Therapien ist relativ begrenzt. Die klinische Bedeutung dieses noch nie zuvor gezeigten Überlebensvorteils für Patienten mit fortgeschrittenem Liposarkom, die dringend neue und wirksame Behandlungsmöglichkeiten wie eben Eribulin benötigen, kann nicht genug betont werden", kommentiert Dr. Helga Schmitz, Medizinische Direktorin, Eisai GmbH.

Die endgültige Entscheidung über den Zusatznutzen von Eribulin liegt beim G-BA und wird nach einer angemessenen und ausgewogenen Prüfung aller relevanten Aspekte des IQWiG-Berichts, der schriftlichen Stellungnahmen sowie einer mündlichen Anhörung mit u.a. Experten und Patientenvertretern für Anfang Dezember 2016 erwartet.

Eribulin ist die erste und einzige Monotherapie, die im Rahmen einer Phase-III-Zulassungsstudie (Studie 309) einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil beim fortgeschrittenen Liposarkom nachweisen konnte (1). Ergebnisse der Studie 309 zeigten einen medianen Gesamtüberlebensvorteil von 7,2 Monaten bei den mit Eribulin behandelten Patienten im Vergleich zu den mit Dacarbazin, einer langjährig etablierten und akzeptierten Therapieoption, behandelten Patienten, in der vordefinierten Subgruppe der Patienten mit nicht resezierbarem fortgeschrittenem oder metastasiertem Liposarkom (15,6 Monate vs. 8,4 Monaten, HR = 0,511; 95% KI 0,346-0,753; p=0,0006) (3). Die bei dieser Studie im Eribulin-Arm am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren Neutropenie, Fatigue, Übelkeit, Alopezie und Verstopfung, was dem für Eribulin bekannten Sicherheitsprofil entsprach. Die am häufigsten im Dacarbazin-Arm aufgetretenen Nebenwirkungen waren Übelkeit, Fatigue, Anämie, Thrombozytopenie, Erbrechen und Verstopfung (1).

Weichteilsarkome sind bösartige Tumore und entwickeln sich aus Zellen in wichtigen Geweben des Körpers wie Fett, Muskeln, Nerven, Bindegewebe und Blut (4,5). Liposarkome (adipozytische Sarkome), ein Subtyp des Weichteilsarkoms, entstehen aus Fettzellen und können überall im Körper auftreten (5). Da sie rund 17% aller Weichteilsarkome ausmachen, sind Liposarkome der häufigste Sarkom-Subtyp (6,7). Sarkome stellen rund 1% aller in Europa diagnostizierten Krebserkrankungen dar (5). In Deutschland erhalten jedes Jahr rund 3.000 Menschen die Diagnose Weichteilsarkom (8).

"Eisai kann die Argumentation des IQWiG, dass für Eribulin kein Zusatznutzen nachgewiesen worden sei, nicht nachvollziehen, da überzeugende Phase-III-Daten vorliegen, die einen eindeutigen Gesamtüberlebensvorteil zeigen. Wir hoffen, dass der G-BA ungeachtet des Berichts des IQWiG einen Standpunkt vertreten wird, der die zweifellos positiven Phase-III-Daten von Eribulin widerspiegelt", kommentiert Dr. Patrik Höller, Direktor Geschäftseinheit Onkologie, Eisai GmbH.

Im Mai 2016 erteilte die Europäische Kommission die Zulassungserweiterung von Eribulin für die Behandlung erwachsener Patienten mit nicht resezierbarem Liposarkom, die wegen einer fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankung eine Vorbehandlung mit einer Anthrazyklin enthaltenden Therapie (sofern sie geeignet war) erhalten haben.

Eribulin ist in Europa ebenfalls für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zugelassen, bei denen nach Anwendung von mindestens einer Chemotherapie zur Behandlung der fortgeschrittenen Erkrankung eine weitere Progression eingetreten ist. Die Vortherapien sollen ein Anthrazyklin und ein Taxan entweder als adjuvante Therapie oder im Rahmen der metastasierten Situation enthalten haben, es sei denn, diese Behandlungen waren ungeeignet für den Patienten (9).
Eisai
Literatur:
(1) Schöffski P et al. Eribulin versus dacarbazine in previously treated patients with advanced liposarcoma or leiomyosarcoma: a randomised, open-label, multicentre, phase 3 trial. The Lancet. 2016
(2) IQWiG Assessment Report. Available at: https://www.iqwig.de/download/A16-31_Eribulin_Kurzfassung_Nutzenbewertung-35a-SGB-V.pdf Accessed September 2016
(3) Chawla S, et al. Subtype specific activity in liposarcoma (LPS) patients (pts) from a phase 3, open label, randomised study of eribulin (ERI) versus dacarbazine (DTIC) in patients with advanced LPS and leiomyosarcoma (LMS). American Society for Clinical Oncology annual meeting 2016; Abstract # 11037
(4) Macmillan. What are soft tissue sarcomas? Available at:   http://www.macmillan.org.uk/Cancerinformation/Cancertypes/Softtissuesarcomas/Aboutsofttissuesarcomas/Softtissuesarcomas.aspx. Accessed: November 2015
(5) ESMO Guidance. Available at: http://annonc.oxfordjournals.org/content/25/suppl_3/iii102.full.pdf+html Accessed: November 2015
(6) Schwartz RA. Liposarcoma. Medscape. 2013. Available at: http://emedicine.medscape.com/article/1102007-overview; Accessed April 2016
(7) Howlader N, Noone AM, Krapcho M, Miller D, Bishop K, Altekruse SF, Kosary CL, Yu M, Ruhl J, Tatalovich Z, Mariotto A, Lewis DR, Chen HS, Feuer EJ, Cronin KA (eds). SEER Cancer Statistics Review, 1975-2013, National Cancer Institute. Bethesda, MD, http://seer.cancer.gov/csr/1975_2013/, based on November 2015 SEER data submission, posted to the SEER web site, April 2016
(8) Robert Koch Institute, Krebs in Deutschland 2012. 70-73
(9) Fachinformation Halaven (Stand: August 2016)
 
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