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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. November 2015

Exosomal-Integrine möglicherweise prädiktive Marker für die Organ-spezifische Metastasierung

Bösartige Tumoren sind durch ihre Fähigkeit zur Metastasierung gekennzeichnet. Welche Organe diese gestreuten Tumorzellen im einzelnen Patienten befallen, ließ sich bisher nur schwer vorhersagen. Eine internationale Forschergruppe hat in Nature einen wichtigen Fortschritt zur Vorhersage des Metastasierungsmusters publiziert. Tumorzellen geben winzige Mikropartikel (Exosomen) ab, die über die Blutbahn in andere Organe gelangen können. Exosome von Lungen-, Leber- und Hirntumorzellen verschmelzen bevorzugt mit den am ihrem vorbestimmten Ort ansässigen Zellen, sprich Lungenfibroblasten, Epithelzellen, Kupffersche Zellen in der Leber und Endothelzellen im Gehirn.

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Fortschritt in der Vorhersage von Krebsmetastasen erzielt

In experimentellen Studien konnten die Forscher, zu denen von UKE-Seite Prof. Dr. Klaus Pantel, Institut für Tumorbiologie, und Prof. Dr. Volkmar Müller, Klinik für Gynäkologie, nun zeigen, dass die Zusammensetzung dieser Exosomen im Blut Aufschluss über den möglichen Ort der Metastasierung gibt.

Aus dem Tumor stammende Exosomen, die von Organ-spezifischen Zellen aufgenommen werden, bereiten die prämetastastische Nische vor. Unterschiedliche Integrin-Expressionsmuster konnten gefunden werden; so waren die exosomalen Integrine α6β4 und α6β1 mit Lungenmetastasen assoziiert, Integrin αvβ5 mit Lebermetastasen.

Griff man in vitro gezielt an den Integrinen α6β4 und αvβ5 an, nahm die Aufnahme der Exosomen ab, ebenso die Lungen- und Lebermetastasierung.  Die Aufnahme von aus Exosomen stammenden Integrinen durch residierende Zellen aktivierte die Src-Phosphorylation und proinflammatotische S100-Genexpression.

Exosomal-Integrine könnten möglicherweise als prädiktive Marker für die Organ-spezifische Metastasierung herangezogen werden.

„Eine bessere Vorhersage könnte in Zukunft ein frühzeitigeres therapeutisches Eingreifen ermöglichen“, erklärt Prof. Pantel. Hieraus ergibt sich eine weitere Anwendungsmöglichkeit für die Blut-basierte Flüssigbiopsie-Diagnostik („Liquid Biopsy“), die Pantel zusammen mit Kollegen aus dem UKE und mehr als 30 europäischen Institutionen derzeit im Rahmen eines EU-Exzellenznetzwerkes (www.cancer-id.eu) entwickelt.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Literatur:

Ayuko Hoshino, Bruno Costa-Silva, Klaus Pantel et al. Tumour exosome integrins determine organotropic metastasis, Nature (2015), doi:10.1038/nature15756
http://www.nature.com/nature/journal/v527/n7578/full/nature15756.html

 
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