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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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02. Oktober 2012

ESMO: Krebstherapien werden immer intelligenter, immer besser und bringen immer mehr direkte Vorteile für Patienten

„Die moderne Krebsmedizin und ihre Behandlungsmöglichkeiten werden Schritt für Schritt immer intelligenter, immer besser, und bringen immer mehr direkte Vorteile für  Patienten“, so Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, MedUni Wien, lokaler Veranstalter des Europäischen Krebskongresses ESMO 2012.

Einige Zahlen, die die Fortschritte der modernen Onkologie und den Benefit für ihre Patienten/-innen veranschaulichen: Überlebten zum Beispiel in den USA zwischen 1950 bis 1954 nur 35% aller Krebs-Patienten/-innen ihre Erkrankung über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren, waren es in den Jahren 1999 bis 2005 bereits 69%. In Europa ist diese Entwicklung ähnlich verlaufen.

Positiver Trend zu immer längerer Überlebensrate setzt sich weiter fort

Dieser positive Trend, so Prof. Zielinski, setzt sich aktuell in beeindruckendem Tempo fort: Vor zehn Jahren haben Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs im Durchschnitt 22 Monate überlebt, heute 58 Monate - also fast dreimal so lange.

Patienten/-innen mit B-Zell-Lymphomen überleben - auch mit fortgeschrittener Erkrankung - heute im Durchschnitt 91 Monate, vor einem Jahrzehnt waren es noch 37 Monate.
Beim Multiplen Myelom verdoppelte sich in den vergangenen Jahren die Überlebenszeit von 36 auf 72 Monate.
Große Fortschritte gibt es auch bei Nierenkarzinomen und Dickdarmkrebs mit einer Verdopplung der durchschnittlichen Überlebenszeit.
Auch bei aggressiven Hirntumoren sind ermutigende Entwicklungen zu beobachten.
Selbst beim aggressiven Lungenkarzinom konnte durch neue Therapiemaßnahmen die Überlebensdauer um 50% verlängert werden. Neue, gezielte Therapieverfahren haben für einen Teil der Patienten/-innen völlig neue therapeutische Möglichkeiten mit besserem Ansprechen als auf konventionelle Chemotherapie eröffnet.

„Es ist gelungen, manche früher unheilbaren Krebsformen heilbar zu machen. In vielen Fällen können wir Erkrankungen, die früher relativ rasch fortgeschritten sind, zunehmend zu chronischen Krankheiten machen.“
In der Krebstherapie gibt es eine große Zahl innovativer Arzneimittel für neue Anwendungsgebiete, doch werden weiterhin auch „alte" Arzneimittel mit gutem Erfolg in Kombination mit „neuen“ oder in teilweise neuer Verabreichungsform eingesetzt, so Prof. Zielinski. „Über 900 Arzneimittel zur Behandlung verschiedenster Krebserkrankungen befinden sich in klinischen Studien, mehr als je zuvor. Zu vielen dieser Entwicklungen wurden auf dem ESMO 2012 die aktuellen Ergebnisse präsentiert, darunter solche zu neuen Therapien bei Magen-, Darm-, Lungen- oder Brustkrebs, die zum Teil die aktuellen Behandlungsstandards nachhaltig verändern oder die Richtigkeit der bisherigen Vorgangsweise bestätigen dürften.“

Neue Verfahren zur besseren Abschätzung von Krankheitsprognose und Therapieeffektivität

„Präsentationen werden auch über neue diagnostisch-molekularbiologische Verfahren zur verbesserten Abschätzung der Krankheitsprognose und zur Vorhersage der Therapieeffektivität berichten“, so Prof. Zielinski. In unmittelbarer Verbindung damit werden erste Berichte über den gezielten Einsatz von modernen Medikamenten, die auf den jeweils fehlgeleiteten Mechanismus abzielen, präsentiert. Auch neue Therapieverfahren mit neuen Medikamenten nehmen einen wichtigen Platz ein: Antikörper, die gegen Wachstumsfaktoren wirken, die Erweiterung ihrer Verwendungsmöglichkeiten oder neue Formen ihrer Verabreichung, oder neue Tyrosinkinase-Inhibitoren, die wie Blitzableiter in der Tumorzelle wirken, um ein eintreffendes Wachstumssignal zu neutralisieren.

Hinter solchen Entwicklungen steckt die speziell in den vergangenen Jahren immer schneller gewordene internationale Forschung und Entwicklung, die auch auf dem ESMO 2012-Kongress breit präsentiert und diskutiert werden wird. Einige Beispiele: Molekularbiologie, Genetik und Biotechnologie haben in Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen inzwischen zu völlig neuen Ansätzen geführt.
Molekularbiologische Untersuchungen von Krebszellen und/oder auch von Gewebe aus der Umgebung des Tumors von Patienten/-innen erlauben heute eine genauere Einteilung der vorliegenden Erkrankung, das soll eine präzisere Therapie ermöglichen.
Durch die Etablierung der molekularbiologischen und Gen-orientierten Arbeiten und Erkenntnisse befinden sich Krebsforschung und -therapie in einem tiefgreifenden Umbruch. Die Genomforschung ermöglicht völlig neue Strategien in der Onkologie.
In den vergangenen Jahren wurden immer mehr moderne Hightech-Krebsmedikamente entwickelt, um bösartige Zellen genau an den Stellen zu treffen, die für ihr Überleben und ihr Wachstum entscheidend sind („Zielgerichtete Therapien").
Es wird daran gearbeitet, die spezifischen Merkmale der Krebskrankheit individueller Patienten/-innen zu identifizieren, und die Therapie exakt auf diese Charakteristika zuzuschneiden: Um die Wirksamkeit zu steigern und um Nebenwirkungen zu reduzieren oder ganz zu verhindern („Personalisierte Medizin"). Zum Teil ist das bereits möglich. Die Möglichkeiten der Früherkennung von Krebserkrankungen werden immer besser: Hier geht es auch um auf jeweils nationaler Ebene durchgeführte Früherkennungsprogramme.
 „Wir Onkologen wollen, dass neue Therapien gegen Krebs den Patienten immer möglichst schnell zur Verfügung gestellt werden. Die Versorgung der Patienten macht aber einen Schulterschluss in der Gesellschaft notwendig, um auch in Zukunft die Finanzierung sicher zu stellen - selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“

Quelle: ESMO
 
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