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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. September 2015

Europaweite Umfrage zeigt deutliche Unterschiede in den Behandlungszielen von Lungenkarzinom-Patienten in fortgeschrittenem Stadium nach Erstlinientherapie

Ergebnisse einer neuen europaweiten Umfrage über die Therapieziele von Ärzten, die Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom der Lunge behandeln, zeigen, dass 40% der Ärzte in der Behandlung nach Erstlinien-Chemotherapie die Lebensverlängerung als oberste Priorität bei Patienten mit gutem Allgemeinzustand ansahen. Dieser Anteil sank bei einem schlechten Allgemeinzustand des Patienten allerdings auf 17%. Ebenso wichtig wie die Verlängerung des Gesamtüberlebens wurde bei der Zweitlinientherapie mit 36% die Verbesserung von Aspekten der Lebensqualität genannt. Alle anderen Ärzte nannten als wichtigstes Behandlungsziel das Erreichen einer Krankheitsstabilisierung und erklärten, dass sie die Medikamente entsprechend auswählen.

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Professor Nicolas Girard, Universitätsklinik Lyon, Frankreich, kommentierte: „Die Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit ist wichtig, um das beste Behandlungsergebnis für Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkarzinomen zu erzielen. Beide Faktoren sollten dabei gleichermaßen bedacht werden. Die Daten unterstreichen, dass für eine Vielzahl der Ärzte, die Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom und gutem Allgemeinzustand nach Erstlinien-Chemotherapie behandeln, das Gesamtüberleben das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Therapiewahl ist. Für über 1/3 der Ärzte ist jedoch die Lebensqualität das primäre Therapieziel, obwohl eine Lebensverlängerung bei gleichzeitigem Erhalt der Lebensqualität dank sich rasch entwickelnder Behandlungsoptionen nun ein realistisches Therapieziel für diese Patienten geworden ist.“
 
Bei der europaweiten Untersuchung wurden 500 Ärzte befragt, die Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem (Stufe IIIb/IV) nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) mit Adenokarzinom-Histologien mit Krebsmedikamenten behandeln. Ziel der Umfrage war es, die Perspektive von Ärzten in Bezug auf deren Medikamentenverschreibung zu beleuchten, um eine Diskussion über die optimale Versorgung von Lungenkrebs-Patienten anzuregen. Nach einem Screening-Verfahren wurden 100 Ärzte pro Land (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien) nach ihrem Behandlungsansatz bei fortgeschrittenem Adenokarzinom nach Erstlinien-Chemotherapie befragt. Dabei sollten sie ihr wichtigstes Behandlungsziel, ihr Verschreibungsverhalten in Bezug auf den erwarteten Patientennutzen sowie die Medikamentenwirkungen ihrer bevorzugten Behandlungsoptionen benennen sowie die klinischen Parameter, die ihre Therapiewahl beeinflussen.
 
Diese Daten beleuchten auch, dass sich im Verlauf der Behandlung in Abhängigkeit von der Behandlungslinie und dem Performance Status des Patienten das Behandlungsziel des Arztes ändern kann, wobei die Verträglichkeit in späteren Behandlungslinien, wenn sich der Allgemeinzustand des Patienten verschlechtert, an Bedeutung zunimmt. Die Begleiterkrankungen der Patienten waren das wichtigste Patientenmerkmal, das bei der Wahl der Behandlung des fortgeschrittenen Adenokarzinoms nach Erstlinien-Chemotherapie berücksichtigt wurde.
 
Dr. Mehdi Shahidi, medizinischer Leiter der onkologischen Sparte solide Tumoren, Boehringer Ingelheim, bemerkt dazu: “In den letzten Jahren wurden große Fortschritte bei der Behandlung fortgeschrittener Adenokarzinome der Lunge nach Erstlinien-Chemotherapie erzielt. Nachdem es für ein Jahrzehnt einen Stillstand bei der Entwicklung klinisch relevanter Behandlungsoptionen für diese größte Gruppe der Lungenkrebspatienten gegeben hat, ist die Verlängerung des Überlebens bei gleichbleibend guter Lebensqualität nun ein realistisches Behandlungsziel. Wir sehen uns in der Pflicht, zur Lebensverbesserung von Lungenkrebspatienten beizutragen und hoffen, mit den Ergebnissen dieser Umfrage, das Wissen über die verschiedenen Therapie- und Verschreibungsansätze der Ärzte in Europa zu vertiefen und daraus zu lernen.“

Die vollständigen Resultate der Umfrage werden 2016 in einer Peer Review-Zeitschrift veröffentlicht.

Boehringer Ingelheim
 
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