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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Mai 2012

DFG fördert Projekt zur verbesserten Tumortherapie

Wenn pharmazeutische Wirkstoffe sich unspezifisch im Körper verteilen, geht das für den Patienten oft mit unerwünschten Nebenwirkungen einher. Häufig müssen Krebstherapien aufgrund zu starker Nebenwirkungen abgebrochen werden. Eine zielgerichtete Verteilung und spezifische Aktivierung von Wirkstoffen zu erreichen und dabei gleichzeitig die Wirksamkeit und Sicherheit der Wirkstoffe zu erhöhen, ist Ziel eines Projekts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das Vorhaben wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten drei Jahren mit knapp 400 000 Euro fördern.
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„Die Bewilligung durch die DFG haben wir mit großer Freude zur Kenntnis genommen“, sagt Prof. Dr. Karsten Mäder vom Institut für Pharmazie, der gemeinsam mit Dr. Thomas Müller (Klinik für Innere Medizin IV, Onkologie/Hämatologie) Antragsteller ist.
„Für unsere Arbeit in der Grundlagenforschung ist das ein sehr großer Ansporn. Die Förderung ermöglicht eine Intensivierung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Partnern“, so Mäder. Das hallesche Forscher-Team kooperiert in dem binationalen Verbundprojekt eng mit den Prager Polymerchemikern Prof. Dr. Karel Ulbrich und Dr. Tomas Etrych von der tschechischen Akademie der Wissenschaften, die zeitgleich eine Förderung der Czech Science Foundation (GACR) erhalten haben.

„In den kommenden drei Jahren wollen wir bessere Wirkstofftransporter auf Polymerbasis entwickeln und charakterisieren. Hierbei wird der Wirkstoff in einer inaktiven Form an ein Polymer gebunden, welches sich im Tumor anreichert. Im Tumor wird dann der Wirkstoff spezifisch vom Polymer abgespalten. Wir möchten gemeinsam mit unseren tschechischen Partnern verstehen, welche Strukturen hierfür am besten geeignet sind“, erklärt Karsten Mäder. Das Projekt läuft unter dem Titel „Nichtinvasive Charakterisierung von stimulus-sensitiven Polymertherapeutika und ihrer Mikroumgebung durch Optical Imaging, ESR und MRI“. Die Ergebnisse versprechen langfristig eine verbesserte Tumortherapie mit weniger Nebenwirkungen.
Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
 
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