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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. Januar 2014

Bone Scan Index macht Knochenmetastasen bei Prostatakrebs quantifizierbar

Prostatakrebs (PCa) ist in Deutschland die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Männern (1). Dank weitreichender PSA-Screenings konnte in den vergangenen Jahren die Mortalität bei nicht-metastasierendem Prostatakarzinom deutlich gesenkt werden. Doch in Bezug auf fortgeschrittenen Prostatakrebs mit Knochenmetastasen kommt der PSA-Wert an seine Grenzen. Darüber waren sich die europäischen Urologie-und Nuklearmedizin-Experten bei einem von Exini Diagnostics initiierten Meeting einig. Prof. Anders Bjartell (Schweden), Prof. Lars Edenbrandt (Schweden), PD Dr. Lars Budäus (Deutschland) und Prof. George N. Thalmann (Schweiz) erörterten, dass der Bone Scan Index (2) (BSI) ein adäquater Messwert sei, der das Ausmaß der Knochenmetastasen quantifizieren könne. Damit ließe sich auch der Behandlungsverlauf kontrollieren.

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Neuer klinischer Wert zur Risikobewertung bei fortgeschrittenem Prostatakrebs / Bone Scan Index (BSI) hilft bei der Therapieoptimierung

Jährlich wird bei über 70.000 Männern in Deutschland Prostatakrebs diagnostiziert (1). Bei bis zu 80% der Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs entwicklen sich im Verlauf der Erkrankung Knochenmetastasen. Für deren Feststellung sind Knochenscans die Standardmethode. Dabei ist das Knochenszintigramm derzeit der Goldstandard. Auch die EAU-Leitlinie sowie die deutsche S3-Leitlinie zur Diagnose und Staging von PCa empfiehlt bei Verdacht auf Knochenmetastasen Knochenscans, macht diese jedoch abhängig vom PSA-Wert. Bei Prostatakrebspatienten, die sich einer Hormontherapie unterziehen sind die Empfehlungen nicht so eindeutig: Ein routinemäßiger Knochenscan ist in den Leitlinien nicht vorgesehen. Ein weiteres Problem besteht bei der Behandlung von Patienten mit einem kastrationsresistenten Prostatakrebs (CRPC) mit Knochenmetastasen, da hier der PSA-Wert, aber auch die PCWG2-Kriterien nicht aussagekräftig (genug) für die exakte Indikationsstellung zur Bildgebung per Szintigramm sind. Dennoch wird auch für Patienten mit CRPC ein regelmäßiger Knochenscan nicht eindeutig empfohlen. Die Begründung: Die Knochenscans seien nicht immer leicht zu interpretieren.

Ein neuer klinischer Messwert

Dabei ist bereits seit 1997 der Bone Scan Index als quantitativer Messwert für das Ausmaß der skeletalen Metastasierung bekannt. Erdi et al. definieren den BSI die Knochentumoren als prozentualen Anteil an der gesamten Knochenmasse (2). Der BSI erfüllt dabei die entscheidenden Kriterien für klinische Messwerte: quantitativ, objektiv und reproduzierbar.

In den vergangenen Jahren wurde der BSI als Referenzwert bei verschiedenen klinischen Studien mit Prostatakrebspatienten, die Knochenmetastasen aufwiesen, eingesetzt: entweder zu Risiko-/Prognosebestimmung oder um zu erheben, wie auf eine bestimmte Behandlung angesprochen wird. Allein in den vergangenen vier Jahren wurden zehn solcher Studien, die über 1.000 Patienten einschließen, veröffentlicht. Weitere Studien werden erwartet. Die Studien zeigen, dass der Bone Scan Index deutlich mehr Informationen als der PSA-Wert allein liefern kann. Zudem steht der BSI in direkter Relation zur Überlebenswahrscheinlichkeit (3,4). Je größer der BSI, desto schlechter die Überlebenschance (5,6). Eine Änderung des BSI bedeutet immer eine Veränderung der Überlebenschance. Je geringer die BSI-Änderung ist, desto größer bleibt die Überlebenswahrscheinlichkeit. Eine deutliche Verschlechterung führt zu einer Verkürzung der Überlebenszeit (7).

In Studien zur Bewertung von Behandlungsmethoden bei PCa mit Knochenmetastasen bewies der BSI deutliche Vorteile gegenüber dem PSA-Wert: Insbesondere bei einer mittleren Metastasenlast konnten bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn der BSI zur Entscheidung über die Therapie bzw. Therapiemodifikationen herangezogen wurde. Denn in bestimmten Stadien des Prostatakrebses sind keine signifikanten Äderungen des PSA-Werts messbar.

BSI und PSA: kein Entweder-Oder

Auch wenn in den Studien eine Korrelation zwischen PSA und BSI nicht eindeutig gezeigt werden konnte, ergänzt der BSI den PSA-Wert, denn der neue Messwert liefert zusätzliche Informationen zur Prognose der Patienten. Durch diese Informationen kann insbesondere das Ansprechen auf die neuen und zielgerichteten Medikamente besser überwacht und individuell gesteuert werden.

All diese Vorteile sollten mit Blick auf den Behandlungserfolg und die Lebensqualität der Patienten genutzt werden, waren sich die vier Experten einig. Wünschenswert sei, wenn aus diesen aktuellen Studienergebnissen Empfehlungen der Fachgesellschaften resultieren, sodass die Behandlungskontrolle standardisierter durch objektive Parameter wie z.B. den BSI erfolgen kann.

Literaturhinweise:
(1) GLOBOCAN 2008 (IARC)
(2) Quantitative bone metastases analysis based on image segmentation. Erdi Y E et al., J Nucl Med 1997;38:1401-06.
(3) Prognostic value of Bone Scan Index for survival in patients with prostate cancer. Reza M et al., Poster P1042, Jahrestagung der European Assosciation of Nuclear Medicine (EANM), 27.-31. Oktober 2012, Milan (Italien).
(4) Bone Scan Index: A strong predictor of outcome in metastatic hormone naive prostate cancer patients. Rasmuson J etal., Poster P703, Jahrestagung der European Assosciation of Nuclear Medicine (EANM), 19.-23. Oktober 2013, Lyon (Frankreich).
(5) Bone Scan Index: a prognostic imaging biomarker for high-risk prostate cancer patients receiving primary hormonal therapy. Kaboteh R et al., EJNMMI Research 2013;6;3(1):9.
(6) Prognostic value of baseline [18F] Flourodeoxyglucose positron emission tomography and 99mTc-MDP bone scan in progressing metastatic prostate cancer. Meirelles GSP et al., Clin Cancer Res 2010;16(24):6093-99.
(7) Bone Scan Index: A quantitative treatment response biomarker for castration-resistant metastatic prostate cancer. Dennis E et al., J Clin Oncol (2012) 10;30(5):519-24.

Quelle: EXINI Diagnostics
 
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