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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. März 2015

Anti-PDL1-Antikörper MPDL3280A von der FDA als Therapiedurchbruch beim NSCLC bewertet

Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat die Immuntherapie mit dem gegen PD-L1 gerichteten Antikörper MPDL3280A von Roche jetzt auch beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) als Therapiedurchbruch (breakthrough therapy designation) bewertet. Der Status bezieht sich auf die Behandlung von Patienten mit PD-L1-positivem NSCLC, die unter bzw. nach Platin-basierter Chemotherapie progredient sind und gegebenenfalls, bei Vorliegen eines ALK-positiven oder EGFR-mutierten Tumors, zusätzlich zuvor eine andere zielgerichtete Therapie erhalten hatten. Nach der breakthrough therapy designation für das Blasenkarzinom ist dies bereits die zweite Bewertung dieser Art für die Substanz, die sich derzeit noch in der klinischen Prüfung befindet.

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Die Immuntherapie gehört zu den vielversprechendsten neuen Therapieansätzen in der Onkologie. Dabei wird das körpereigene Immunsystem in die Tumorbehandlung eingebunden, indem die Tumorzellen medikamentös für das Immunsystem "sichtbar" gemacht werden. Tumore schützen sich vor dem Angriff durch das körpereigene Immunsystem, indem sie bestimmte Proteine exprimieren, die es den Tumorzellen ermöglichen, sich zu „verkleiden“ und damit gleichzeitig die Aktivität des Immunsystems auszubremsen. Ziel ist es, diesen "Tarn- und Bremsmechanismus" medikamentös zu unterbinden und zu erreichen, dass das körpereigene Immunsystem die Tumorzellen erkennt und attackiert.

"Die Entwicklung von MPDL3280A ist ein Beispiel dafür, dass dieses Prinzip funktioniert und zukünftig ein wichtiger therapeutischer Ansatzpunkt sein kann", erläuterte Prof. Dr. med. Wolfgang Schütte, Halle. Das gelte unter anderem für das NSCLC, das zu den häufigsten Krebserkrankungen gehört und nach wie vor mit einer ungünstigen Prognose einhergeht.

Der gegen PD-L1-gerichtete Antikörper MPDL3280A bindet an das Protein PD-L1 (Programmed Death-Ligand 1). Beim PD-L1-positiven NSCLC befindet sich dieses Protein auf der Oberfläche von Tumorzellen sowie tumorinfiltrierenden Immunzellen. Dort interagiert PD-L1 mit den beiden Rezeptoren PD1 und B7.1 auf den T-Zellen des Immunsystems. Die Wechselwirkung verhindert, dass das körpereigene Immunsystem die Tumorzellen erkennen und bekämpfen kann. Durch die Bindung von MPDL3280A an PD-L1 kann diese Wechselwirkung verhindert werden, so dass das Immunsystem reagieren und die Tumorzellen angreifen kann.

Mit MPDL3280A haben wir einen innovativen immuntherapeutischen Ansatz, der sich in klinischen Studien bereits als sehr vielversprechend gezeigt hat", so Schütte. In einer Phase-I-Studie erreichte die Monotherapie mit MPDL3280A bei zum Teil intensiv vorbehandelten Patienten mit metastasiertem NSCLC ein bemerkenswertes und anhaltendes Therapieansprechen bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. "Die Ansprechrate scheint mit der PD-L1-Expression zu korrelieren", erklärt Schütte. "Je höher die PD-L1-Expression auf Tumorzellen oder auch auf den tumorinfiltrierenden Immunzellen, desto zuverlässiger sprechen die Tumore an. Wir hoffen nun, dass wir die ersten Ergebnisse der Phase II-Studie „POPLAR“ beim fortgeschrittenen bzw. metastasierten NSCLC beim diesjährigen ASCO präsentieren können." Die PD-L1-Expression lässt sich mit einem von der Firma Roche entwickelten immunhistochemischen Assay bestimmen und wird in den Studien prospektiv evaluiert.

Der durch die FDA erteilte Status Therapiedurchbruch wird für innovative Therapien vergeben, die für schwerwiegende Erkrankungen entwickelt wurden, und soll das Zulassungsverfahren beschleunigen, um die Behandlung den betroffenen Patienten möglichst schnell zugänglich zu machen. Der anti-PDL1-Antikörper wird derzeit noch bei weiteren Tumorentitäten im Rahmen klinischer Studien validiert.

 
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