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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Juli 2012

ADAPT-Studie: Prädikative Marker als Grundlage für eine personalisierte Therapie des frühen Mammakarzinoms

Im Rahmen der planB-Studie der Westdeutschen Studiengruppe wurden unter den Kandidatinnen für eine adjuvante Chemotherapie 20% der Patientinnen mit hormonsensiblen Tumoren identifiziert, die aufgrund einer Niedrig-Risiko-Konstellation im Oncotype-DX®-Brustkrebstest von der Durchführung der Chemotherapie freigestellt werden konnten. 88% der Betroffenen entschieden sich unter diesen Umständen gegen die Chemotherapie. Die Nachfolgestudie ADAPT ist weltweit die erste Studie, die neben einer modernen Prognose-Einschätzung auch die individuell am Tumor überprüfte Wirksamkeit der Behandlung mit in die Entscheidungsfindung für die weitere Behandlung einbezieht - und zwar für alle Patientinnen mit frühem invasiven Brustkrebs, betonte Prof Dr. Ulrike Nitz, Mönchengladbach.

Zunächst, so Nitz, erfolgt eine Prognoseabschätzung anhand der klassischen Leitlinien-definierten Faktoren. Zusätzlich werden noch mehrere molekulare Faktoren und bei hormonsensiblem Brustkrebs der Oncotype-DX®-Brustkrebstest am Gewebe der zur Diagnose führenden Tumorprobe bestimmt. Nach einer dreiwöchigen, quasi gleichsam diagnostischen Therapie wird die Bestimmung der molekularen Faktoren in einer zweiten Biopsie oder im OP-Präparat wiederholt.

Bei hormonrezeptorpositiver, HER2-negativer Erkrankung erhalten Patientinnen mit Recurrence-Score®-Werten> 25 auf jeden Fall eine Chemotherapie und mit einem Recurrence-Score®-Ergebnis ≤ 11 nur eine endokrine Therapie. Bei Patientinnen mit Recurrence-Score®-Werten zwischen 12 und 25 hängt die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie davon ab, ob ein Abfall des Proliferationsmarkers Ki-67 nach dreiwöchiger Antihormontherapie nachgewiesen werden kann. Da ein früher Abfall unter endokriner Therapie nach den vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnissen für eine höhere 5 Jahresüberlebensrate spricht, erhalten diese Patientinnen nur eine endokrine Therapie und keine zusätzliche Chemotherapie. Dies wird in der ADAPT Studie dazu führen, dass Frauen mit mittlerem Rückfallrisiko, die von konventioneller Chemotherapie nur einen geringen Vorteil haben, die Chemotherapie erspart bleibt, weil für sie mit der Antihormontherapie bereits ein sehr wirksames Behandlungsprinzip identifiziert wurde. Neben der medizinisch-wissenschaftlichen Fragestellung ist auch eine gesundheitsökonomische Evaluation fester Bestandteil der Studie.

Ab 1. April 2012 begann die Registrierung von 400 Patientinnen für die Pilotphase in zwölf Kliniken im Rheinland und in Hamburg. Die Zusammenarbeit von WSG, AOK Rheinland/Hamburg und Genomic Health stellt dabei ein bisher in Deutschland einmaliges Kooperationsprojekt dar. Nach Abschluss der Pilotphase soll das Konzept auf insgesamt 4000 Patientinnen in bundesweit 60-80 Zentren erweitert werden. Mit der Studie verbinden sich zwei große Hoffnungen: Die Vermeidung von belastenden und nebenwirkungsreichen Chemotherapien für einen Großteil der Betroffenen und eine Qualitätssteigerung der medizinischen Versorgung, die unter intelligenter Verwendung eines innovativen Testverfahrens nicht in Mehrkosten für das Gesundheitssystem resultiert, schloss Nitz.

Quelle: Genomic Health-Symposium "Prognose und Prädiktion: Von konventionellen Faktoren zum genomischen Grading", 6.7.12, Stuttgart, anlässlich der 32. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie.
 
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