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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
21. Februar 2014

Biomarkeranalyse der OPUS-Studie: Zielgerichtete Therapie kommt näher ans Ziel

ASCO GI 2014 - Kolorektalkarzinom

Die Europäische Kommission hat vor kurzem die Zulassung von Cetuximab (Erbitux®) für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) aktualisiert. Die Indikation von Cetuximab bezieht sich nun auf die Behandlung von Patienten mit EGFR-exprimierendem mCRC vom RAS-Wildtyp (RAS WT). Die Aktualisierung der Zulassung basiert primär auf den neuen Biomarkerdaten der OPUS-Studie, die zeigen konnten, dass nur diese Patientengruppe einen besonders hohen Nutzen von Cetuximab hat.

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Die OPUS-Studie ist eine randomisierte, kontrollierte Studie der Phase II mit 337 mCRC-Patienten, davon 179 (56,8%) mit KRAS-Wildtyptumoren (Exon 2). Sie belegt die Wirksamkeit von Cetuximab plus FOLFOX-4 (Oxaliplatin-basierte Chemotherapie) im Vergleich zur Monotherapie mit FOLFOX-4. Eine DNA-Analyse mittels BEAMing Technologie entdeckte bei 36 von 118 evaluierbaren Patienten (30,5%) mit KRAS Wildtyptumorstatus (Exon 2) neue RAS-Mutationen in den Exons 3 und 4 des KRAS-Gens sowie in den Exons 2, 3 oder 4 des NRAS-Gens. Dies bedeutet, dass nur etwa 40-50% der Patienten mit EGFR-exprimierendem mCRC einen RAS-Wildtyp aufweisen und nur für sie eine Cetuximab-Therapie in Frage kommt, erklärte Prof. Carsten Bokemeyer, Hamburg.

Diese Patientengruppe aber hat einen besonders hohen Nutzen von Cetuximab. Bei Patienten mit RAS-Wildtyptumoren kam es durch die Kombinationstherapie mit Cetuximab + FOLFOX-4 im Vergleich zu FOLFOX-4 zu einer signifikanten Zunahme der Ansprechrate (ORR 61,1% vs. 30,4%, HR=3,46, p=0,008) und des medianen progressionsfreien Überlebens (12,0 vs. 5,8 Monate, HR 0,43, p=0,018). Das Gesamtüberleben war nicht signifikant verlängert (HR 0,83, p=0,497). Die Wirksamkeit der Kombination Cetuximab/FOLFOX4 bei den Patienten mit RAS-Wildtyptumoren war größer als in der KRAS-Wildtyp-Population (RAS WT vs. KRAS WT: ORR 57,3% vs. 34,0%, HR=2,55, p=0,002; PFS 8,3 vs. 7,3 Monate, HR=0,57, OS 22,8 vs. 18,5 Monate, HR=0,86, p=0,385).

Patienten mit irgendeiner RAS-Mutation haben hingegen keinen Nutzen von Cetuximab. Hier kehrt sich das Bild um und sie profitieren sogar mehr von einer alleinigen Chemotherapie mit FOLFOX-4 als von der Kombination mit dem Antikörper (Cetuximab + FOLFOX-4 vs. FOLFOX-4: ORR 36,2 vs. 48,8, HR=0,61, p=0,110; PFS 5,6 vs. 7,8 Monate, HR=1,59, p=0,018, OS 13,4 vs. 17,8 Monate, HR=1,35, p=0,089).

Laut der aktualisierten Fachinformation ist Cetuximab nun indiziert zur Behandlung des metastasierenden EGFR exprimierenden Kolorektalkarzinoms mit RAS- Wildtyp a) in Kombination mit einer Irinotecan-basierten Chemotherapie, b) als Erstlinienbehandlung in Kombination mit FOLFOX, c) als Monotherapie bei Patienten, bei denen die Therapie mit Oxaliplatin und Irinotecan versagt hat und die Irinotecan nicht vertragen.

Die AIO Leitgruppe kolorektales Karzinom empfiehlt aufgrund der vorliegenden Daten die primäre Bestimmung des RAS-Mutationsstatus (KRAS und NRAS) für alle mCRC-Patienten vor der Therapieentscheidung.

as

mCRC Expert Meeting: Erbitux in der Therapie des mCRC bei Patienten mit RAS-Wildtyp


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