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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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20. Juli 2012

Chronische myeloische Leukämie

Tyrosinkinaseinhibitoren der zweiten Generation sollten stärker in die Erstlinie rücken

 Bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) wird trotz guter Resultate der Erstlinientherapie mit Imatinib zunehmend der initiale Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) der zweiten Generation als vielversprechend bezeichnet. Diese Aussage gründet auf dem Nachweis, dass nach Gabe der moderneren TKI hohe zytogenetische und molekulare Remissionsraten bei guter Verträglichkeit erreicht werden (1).

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Konkret bieten TKI der zweiten Generation im Vergleich zu Imatinib eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 12 Monaten Therapie ein gutes molekulares Ansprechen (MMR) zu erreichen. Dies ist klinisch relevant, da ein solches Ansprechen auf eine Erstlinientherapie mit einer auch langfristig sehr guten Krankheitskontrolle einhergeht: Nach Analysen zur Erstlinientherapie mit Imatinib waren solche hoch dynamischen Remissionsverläufe nach 6 Jahren Beobachtungsdauer bei 72% der Patienten mit einer Nichtnachweisbarkeit von BCR-ABL verbunden. Wurde die MMR im ersten Jahr verfehlt, lag die Wahrscheinlichkeit, dass zum Ende des Beobachtungszeitraums kein BCR-ABL nachweisbar war, bei lediglich 5% (2).

Dasatinib vs. Imatinib: Höhere kumulative Inzidenz der MMR

Die Ãœberlegenheit von TKI der zweiten Generation bei der Induktion einer MMR wurde in klinischen Studien zur Erstlinientherapie vs. Imatinib nachgewiesen. Nach Resultaten der DASISION-Studie erreichte fast jeder zweite Patient (47%) nach 12 Monaten Therapie mit Dasatinib (100 mg qd) eine MMR im Vergleich zu 28% nach Einnahme von Imatinib (400 mg qd). Der Unterschied war vergleichbar deutlich ausgeprägt auch nach 24 Monaten Therapie zugunsten von Dasatinib nachweisbar (65 vs. 47%) (Abb. 1) (3). Auch tiefere molekulare Remissionen als eine MMR (≤ 0,0032% BCR-ABL nach IS, ≥ 4,5 log-Reduktion) wurden im Studienarm mit Dasatinib häufiger beobachtet. Wie Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Jena, im Rahmen des CML-Symposiums von Bristol-Myers Squibb in Berlin sagte, wurde dieses bessere molekulare Ansprechen klinisch durch Vorteile beim transformationsfreien Ãœberleben reflektiert: Die Patienten blieben im Mittel länger progressionsfrei, und Progressionen der CML in die akzelerierte Phase und Blastenkrise waren seltener.

 

Abb. 1: Signifikant höhere kumulative Inzidenz
der MMR unter Dasatinib vs. Imatinib.

 

Komorbidität bei Wahl des TKI berücksichtigen

In Anbetracht der inzwischen meist langfristigen Behandlungsverläufe rückt die Langzeitverträglichkeit von TKI stärker in den Blickpunkt. Dabei ist relevant, dass TKI wegen ihrer verschiedenen Wirkungen auf Off-Target-Tyrosinkinasen zum Teil unterschiedliche Probleme hervorrufen können. Dies sollte bei der Auswahl einer Substanz u.a. im Hinblick auf bestehende Komorbiditäten berücksichtigt werden.

Eine gute Therapieplanung, die – soweit möglich – auch Interaktionen mit einer vorbestehenden Begleitmedikation ausschließt sowie ein adäquates Nebenwirkungsmanagement sind daher wichtige Bausteine einer langfristig erfolgreichen Therapie. Auch die Einleitung einfacher, d.h. einmal täglicher und/oder Mahlzeiten-unabhängiger Behandlungsregime kann als unterstützende Maßnahme erwogen werden, etwa wenn Patienten über Probleme mit der Adhärenz bei medikamentösen Therapien berichten oder diese z.B. aufgrund einer bestehenden Mehrfachmedikation zu befürchten sind.

Daniel Neubacher

CML-Symposium „Neue Weichen in der CML stellen – Chancen steigern durch Interaktion und Kooperation“ am 20./21.04.2012 in Berlin.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Bristol-Myers Squibb

Weitere Informationen finden Sie unter: www.sprycel.de

 

Literaturhinweise:
(1) Chronische Myeloische Leukämie (CML) Leitlinie, Empfehlungen der Fachgesellschaft zur Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen (DGHO), Stand: 27.09.2009, Andreas Hochhaus, Jena; Tim Brümmendorf, Aachen; Philipp Le Coutre, Berlin.
(2) Branford S et al. Clin Cancer Res 2007; Dec 1;13(23):7080-5.
(3) Hochhaus A et al. Blood 2011; 118(21) (Abstract 2767)

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