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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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27. Oktober 2015

Praktische Erfahrungen mit nab-Paclitaxel in der Therapie des NSCLC

Interview mit Dr. Walburga Engel-Riedel, Krankenhaus Merheim Lungenklinik, Köln.

Wie die praktischen Erfahrungen mit nab-Paclitaxel bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) aussehen, was insbesondere bei vortherapierten Patienten einen klinischen Vorteil bringt und wie seit der Zulassung von nab-Paclitaxel in der Erstlinientherapie die Behandlungsschemata umgestellt wurden, klärte Frau Dr. Walburga Engel-Riedel, Köln, im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE.

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Engel-RiedelJOURNAL ONKOLOGIE: Was sind die praktischen Vorteile einer Therapie mit nab-Paclitaxel?

Engel-Riedel: Bisher war es so, dass die Taxane in der Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms in Stadium IV eine sehr gute Wirksamkeit hatten, allerdings auch erhebliche Nebenwirkungen, weswegen wir uns bei Patienten mit Vortherapien oder bei Patienten mit Vorerkrankungen sehr gut überlegt haben, ob wir Taxane einsetzen. Seit die Daten zu nab-Paclitaxel (Abraxane®) publiziert wurden, setzen wir dieses Taxan wesentlich häufiger ein, weil wir gesehen haben, dass Patienten so nebenwirkungsärmer behandelt werden können. 

Eine Nebenwirkung, die die Lebensqualität von Patienten stark beeinflusst, ist die Polyneuropathie, das heißt, die Patienten spüren ein Kribbeln in den Extremitäten, das Greifen von kleinen Dingen wird erschwert. Der Patient kann z.B. seine Kleidung nicht mehr zuknöpfen, also Dinge des alltäglichen Lebens sind beeinträchtigt. Diese Nebenwirkung ist unter nab-Paclitaxel einfach stark reduziert. Auch die Hämatotoxizität ist unter nab-Paclitaxel wesentlich geringer. Das heißt, auch hier ist das Nebenwirkungsprofil besser, weshalb wir seit der Zulassung von nab-Paclitaxel für die Behandlung in der Firstline-Therapie unsere Therapieschemata umgestellt haben, so dass konventionelles Paclitaxel darin jetzt keine Rolle mehr spielt.

 

JOURNAL ONKOLOGIE: Was sind Ihre Erfahrungen mit der Begleitmedikation?

Engel-Riedel: Beim konventionellen Paclitaxel war eine Prämedikation notwendig, weil wir sehr viele Unverträglichkeitsreaktionen gesehen haben, die vermutlich auch auf den Lösungsvermittler zurückzuführen sind. Da nab-Paclitaxel aufgrund der innovativen nabTM-Technologie keines Lösungsvermittlers bedarf, entfällt die Prämedikation und die Infusionsdauer verkürzt sich auf 30 Minuten. Der Wegfall einer hohen Dosis an Steroiden elimiert auch die Nebenwirkung, die durch die Begleitmedikation auftritt. Das ist beispielsweise bei Diabetikern von Vorteil, hier hat man ja durch die Steroide eine starke Beeinträchtigung des Blut-Glukose-Stoffwechsels.

 

JOURNAL ONKOLOGIE: Wie sind Ihre Erfahrungen im klinischen Alltag?

Engel-Riedel: Wir behandeln Patienten seit März dieses Jahres mit nab-Paclitaxel. Derzeit sind 12 Patienten unter laufender nab-Paclitaxel/Carboplatin- Therapie, die allgemein gut vertragen wird. Im Moment ist es noch so, dass wir uns sehr streng an die Zulassung halten; wir verabreichen es bisher noch wöchentlich. Ich vermute allerdings, dass wir in der nächsten Zeit, wenn wir noch etwas mehr Erfahrung in der Verabreichung haben, sicherlich auch auf die 3-wöchentliche Gabe umsteigen werden, wenn es Patienten wünschen. In der Mammakarzinom-Therapie ist es schon so, dass man es als 3-wöchentliche Therapie einsetzen kann.

 

JOURNAL ONKOLOGIE: Welche Patienten profitieren Ihrer Meinung nach besonders von nab-Paclitaxel und Carboplatin?

Engel-Riedel: Wann immer ein Regime mit Platin-haltigen Verbindungen in Kombination mit einem Taxan indiziert ist, dann sollten wir jetzt auf nab-Paclitaxel setzen. Es profitieren vor allem ältere Patienten mit Komorbiditäten, Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom, Patienten mit großzellig-neuroendokrinen Karzinomen sowie Patienten, die z.B. für eine Cisplatin-haltige Therapie nicht in Frage kommen.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

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