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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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21. November 2011

Neue Therapieoption beim Prostatakarzinom durch Abirateronacetat

Das oral verfügbare Abirateronacetat (Zytiga®) stellt eine mögliche Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) bei progredienter Erkrankung dar. Prof. Kurt Miller, Berlin, stellte die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie COU-AA-301 vor, denen zufolge das Gesamtüberleben der Patienten mit mCRPC nach Docetaxel-basierter Chemotherapie durch Abirateronacetat statistisch signifikant um über 4 Monate verlängert werden konnte.
In der randomisierten, multinationalen, doppelblinden Phase-III-Studie COU-AA-301 erhielten 1.195 Patienten mit progredientem mCRPC entweder Abirateronacetat (1000 mg tägl.) plus Prednison (5 mg 2x tägl.) oder Placebo plus Prednison bis zur weiteren Progression [1]. Eine Zwischenanalyse im August 2010 zeigte einen signifikanten Überlebensvorteil von 3,9 Monaten im Abirateronacetat/Prednison-Arm mit 14,8 vs. 10,9 Monaten im Placebo-Arm (p<0,001). Die Mortalitätsrate wurde um 35,4% gesenkt (HR=0,65; p<0,001). Der Überlebensvorteil erwies sich dabei als unabhängig vom Allgemeinzustand der Patienten und der Anzahl vorangegangener Chemotherapien. Auch die sekundären Endpunkte, die Zeit bis zur Progression, das progressionsfreie Überleben und die PSA-Ansprechrate waren statistisch signifikant verbessert im Verum-Arm im Vergleich zum Placebo-Arm (jeweils p<0,0001).

In einer zweiten geplanten Analyse stieg der mediane Gesamtüberlebensvorteil von 3,9 auf 4,6 Monate (15,8 Monate unter Abirateronacetat vs. 11,2 Monate unter Placebo; HR=0,74, p<0,0001). Es kam bei den Patienten zu einer bestätigten PSA-Reduktion um mindestens 50% bei 29,1% im Abirateron-Arm vs. 5,5% im Placebo-Arm [2]. Des Weiteren konnte eine signifikante Abnahme des Tumorschmerzes um mindestens 30% beobachtet werden bei 44% der mit Abirateronacetat/Prednison behandelten Patienten vs. 27% unter Placebo (p=0,002). Auch das Frakturrisiko konnte signifikant verringert werden. So kam es zu einer Hinauszögerung des Auftretens skelettaler Ereignisse (skeletal related events, SRE) von 150 Tagen unter Placebo auf 301 Tage unter Abirateronacetat (p=0,0006). Das Nebenwirkungsprofil erwies sich dabei als sehr günstig. Abirateronacetat wurde allgemein gut vertragen, die häufigsten aufgetretenen unerwünschten Ereignisse waren Flüssigkeitsretention, Hypokaliämie, Leberfunktionsstörungen und Hypertonie.

Beim CRPC wird das Tumorwachstum weiterhin durch Androgene gefördert, obwohl die Androgenspiegel unterhalb der Kastrationsgrenze liegen. Eine Androgendeprivation, z.B. durch eine Orchiektomie oder eine LHRH-Analoga-Behandlung, ist auf die Androgenproduktion in den Hoden beschränkt, es werden jedoch bis zu 10% der Androgene in den Nebennieren gebildet. Auch der Tumor selbst kann über Mutationen dazu befähigt werden, Testosteron zu bilden. Abirateronacetat hemmt dagegen die Androgenproduktion in den Hoden, den Nebennieren und dem Tumorgewebe, indem es selektiv CYP17 inhibiert [3].

sr

Literatur:
1. de Bono JS et al. N Engl J Med. 2011; 364(21): 1995-2005
2. Scher HI et al. J Clin Oncol 2011; 29(suppl): Abstract LBA4517 (oral presentation at ASCO)
3. O’Donnell A et al. Br J Cancer. 2004;90(12):2317-25.

Launch-Pressekonferenz „Markteinführung von Zytiga® (Abirateronacetat): Phase-III-Daten und klinische Konsequenzen“, 16.09.2011, DGU, Hamburg; Veranstalter: Janssen-Cilag
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