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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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07. Juli 2011

ASCO 2011

Lungenkarzinom: Erlotinib in der Erstlinientherapie wirksam

Der Tyrosinkinasehemmer Erlotinib (Tarceva®) ist in der Erstlinientherapie bei Patienten mit EGFR-mutiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) signifikant besser wirksam als eine Standard-Chemotherapie. Dies ergab die EURTAC-Studie (European Randomised Trial of Tarceva vs. Chemotherapy).
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Die EURTAC-Studie wurde von der Spanish Lung Cancer Group (SLCG) konzipiert und gefördert und zusammen mit Prüfärzten aus Frankreich und Italien in Zusammenarbeit mit Roche durchgeführt. Erstmals wurde in einer randomisierten Phase-III-Studie bei Patienten in westlichen Ländern mit EGFR-mutiertem NSCLC die Wirkung von Erlotinib 150 mg/Tag mit einer Platin-basierten Chemotherapie verglichen [1]. Die 174 chemonaiven Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC wurden nach Mutationstyp und ECOG-Performance-Score stratifiziert. Primärer Endpunkt war das vom Prüfarzt beurteilte progressionsfreie Überleben (PFS). Sekundäre Endpunkte waren Ansprechen, Gesamtüberleben (OS) und Verträglichkeit. Die Studie wurde nach einer vorab geplanten Zwischenanalyse abgebrochen, weil sie ihren primären Endpunkt erreicht hatte.

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Abb. 1: EURTAC-Studie: PFS in der ITT-Population (Analyse vom 26. Januar 2011) [1].

Die demographischen Parameter der 86 Patienten der Erlotinib- und der 87 Patienten der Chemotherapiegruppe waren gut vergleichbar. Die Patienten waren im Median 65 Jahre alt. 67 bzw. 78% waren Frauen, 66 bzw. 72% hatten nie geraucht.

Die aktualisierten Daten mit Stichtag am 26. Januar 2011 zeigen, dass die Behandlung mit Erlotinib das PFS im Median fast verdoppelte, und zwar von 5,2 auf 9,7 Monate, das relative Risiko einer Krankheitsprogression wurde um 63% verringert (HR 0,37 [0,25-0,54], p<0,0001). Diese günstige Wirkung konnte in nahezu allen Subgruppen gesehen werden. Nur bei früheren Rauchern zeigte sich kein Effekt. Die Ansprechrate lag mit Erlotinib bei 58%, unter Chemotherapie bei 15%, wobei unter Erlotinib 2 Patienten komplett ansprachen. Ein partielles Ansprechen wurde bei 56% unter Erlotinib und 15% unter Chemotherapie erreicht. Die Krankheitskontrollrate lag bei 79% bzw. 66%. Die Daten zum Gesamtüberleben sind noch nicht „reif“. Bei der Zwischenanalyse am 2. August 2010 waren 77 Patienten in der Erlotinib- und 76 in der Chemotherapie-Gruppe verstorben. Im Chemotherapie-Arm waren 51 von 59 Patienten mit Progression mit einer Zweitlinientherapie behandelt worden, davon 49 mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor.

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Tab. 1: Vergleich der Ergebnisse von Erlotinib und Gefitinib in der Erstlinientherapie bei NSCLC-Patienten mit EGFR-Mutation [2].

Wie erwartet, wurden keine neuen Nebenwirkungen beobachtet, das Sicherheitsprofil von Erlotinib entsprach dem in früheren Studien beobachteten Profil.

Diskutant Tony Mok, Hong Kong, kommentierte, dass Erlotinib mit den nun vorliegenden Daten zum Standard in der Erstlinientherapie von Patienten mit NSCLC gehöre. Vier Studien hätten nun eine Überlegenheit von Erlotinib gezeigt und die Ergebnisse rechtfertigten die Zulassung des Tyrosinkinasehemmers in dieser Indikation [2]. Wie Tabelle 1 zeigt, sind die Ergebnisse von Erlotinib und Gefinitib in der Erstlinientherapie nach bisher vorliegenden Ergebnissen vergleichbar.

Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen

1. Rosell R, et al. ASCO 2011, J Clin Oncol 29: 2011 (suppl; abstr 7503).
2. Mok T. Diskussion. ASCO 2011, 5. Juni 2011.
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