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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. August 2014

Kasuistik 3: Peritoneal metastasiertes Mammakarzinom-Rezidiv

Die 71-jährige Patientin kam als Notfall mit Diarrhoe und Aszites in die Klinik. 1999 war die Diagnose Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom gestellt und mit Ablatio, LNE und 5 Jahre endokriner Therapie behandelt worden. Es besteht dringender Therapiewunsch des peritoneal metastasierten Rezidivs (Kasuistik präsentiert von PD Dr. Eugen Ruckhäberle, Universitätsklinikum Düsseldorf).

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Diagnosen
1999: Bei der Patientin war ein Hormonrezeptor-positives, HER2-negatives Mammakarzinom abladiert worden inklusive Lymponodektomie. Implantat links, angleichende Reduktionsplastik rechts. 5 Jahre lang bis 2004 hatte sie eine endokrine Therapie mit Tamoxifen erhalten. Nachsorge unaufällig.

12/2010: Die 71-jährige Patientin wurde notfallmäßig mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und flüssiger Diarrhoe vorstellig. Sie wies einen reduzierten Allgemeinzustand auf und war kachektisch.

2011: Eine Sonographie des Abdomens, CT Thorax Abdomen und Knochenszintigraphie ergaben einen ausgeprägten peritonealen Befall ("Omental cake", Abb. 1) mit Aszites. Ein Ovarialkarzinom wurde ausgeschlossen: Die Zytologie zeigte Zellen eines Adenokarzinoms passend zu dem Ausgangsbefund Mammakarzinom mit ER+, PR+ und HER2-.
 

Abb. 1: "Omental cake".

Therapie und Verlauf
01/2011: Wegen des reduzierten Allgemeinzustandes wurde Paclitaxel als Monotherapie einmal wöchentlich gegeben, darunter kam es zu einer schweren allergischen Reaktion bedingt durch das Lösungsmittel Cremophor.

01/2011-03/2011: Gabe von nab-Paclitaxel in der wöchentlichen Dosierung von 125 mg/m2 (d1, 8, 15 alle 3 Wochen) (1). Innerhalb von drei Wochen verschwand die klinische Symptomatik vollständig. Der Tumormarker CA125 fiel zunächst sehr stark ab und stabilisierte sich dann auf ein deutlich niedrigeres Niveau als der Ausgangswert. Es trat erwartungsgemäß bei dieser Dosierung (2) ab der 4. Gabe eine Neuropathie auf, die sich ab Gabe 8 auf Grad III steigerte. Mit Vitamin B1 und B6, allgemeinen Maßnahmen (Hände kühlen) sowie einer Dosisreduktion auf 100 mg/m2 nab-Paclitaxel konnte diese verringert werden auf eine Ausprägung vom Grad 1. nab-Paclitaxel wurde für weitere 2 Zyklen gegeben, danach wurde die Patientin wegen Therapiemüdigkeit endokrin weiterbehandelt.

Bei nab-Paclitaxel ist keine Prämedikation notwendig, weil es so gut wie keine allergischen Reaktionen gibt. Bei Auftreten einer Neuropathie ergibt sich bei frühzeitiger Dosisreduktion kein prognostischer Nachteil für die Patientin, sagte Ruckhäberle. Keine Option wäre in diesem Fall wegen Planung einer Anus-praeter-Anlage, Darmperforationsrisiko und zu erwartenden Wundheilungsstörungen Bevacizumab gewesen, betonte Ruckhäberle.

Literaturhinweise:

(1) Gradishar WJ et al. J Clin Oncol 2009; 27:3611-3619.
(2) Blum et al. Clin Breast Cancer 2007; 7:850-856.

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