Montag, 21. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
20. Juni 2012

HerFLOT-Studie startet

Interview mit Prof. Dr. Ralf-Dieter Hofheinz, Mannheim.

HerFLOT ist eine multizentrische, prospektive, offene/unverblindete und einarmige Phase-II-Studie zur perioperativen Behandlung mit 5-FU, Leucovorin, Docetaxel und Oxaliplatin (FLOT) in Kombination mit Trastuzumab (Herceptin®) von Patienten mit HER2-positiven, lokal fortgeschrittenen und resektablen Adenokarzinomen des gastroösophagealen Übergangs oder des Magens.

Anzeige:
 
 
 

Herr Prof. Hofheinz, was war die Rationale für diese Studie?

HerFLOT ist eine Studie der Arbeitsgemeinschaft für internistische Onkologie (AIO), in der wir neoadjuvant eine Kombination aus FLOT und Trastuzumab (Herceptin®) untersuchen. Die Rationale ist aus der palliativen Situation der Therapie des Magenkarzinoms bestechend klar. Auch aus der Therapie des Mammakarzinoms wissen wir, dass Trastuzumab einen deutlichen Benefit in der Adjuvans bringt.

Insbesondere wollen wir uns in der HerFLOT-Studie die höhere Ansprechrate zunutze machen, die Trastuzumab in der palliativen Situation gezeigt hat. Die Patienten werden in der Studie ein Jahr lang Trastuzumab erhalten wie beim Mammakarzinom. Es handelt sich um eine Phase-II-Studie, die keinen Standard bilden kann, doch wir werden sicher einen Eindruck davon gewinnen können, was diese Kombination auch hinsichtlich des rezidivfreien und Gesamtüberlebens zu leisten vermag.

Was sind die wichtigsten Ein- und Ausschlusskriterien?

Wir schließen in diese Studie Patienten mit ösophagogastralen Adenokarzinomen im fortgeschrittenen Stadium ein in Analogie zu anderen laufenden Studien der AIO (T3 N+ auch T4, sofern operabel). Fernmetastasen müssen ausgeschlossen sein.

Ist die HER2-Bestimmung beim Magenkarzinom inzwischen schon Standard?

In der palliativen Situation vor Einleitung einer Therapie ist es die erste Frage, ob der Tumor HER2-positiv ist. Inzwischen ist die Qualitätssicherung der HER2-Bestimmung sehr stark vorangetrieben worden, interdisziplinär durch die deutsche Gesellschaft für Pathologie und durch unsere Fachgesellschaften.

Für neoadjuvant zu behandelnde Patienten ist die HER2-Bestimmung allerdings noch kein Standard – deshalb haben wir ja diese Studie aufgelegt. Das heißt, außerhalb von Studien würden wir bei einem Patienten, der neoadjuvant zu behandeln ist, keine HER2-Analyse machen, um darauf eine Therapieentscheidung zu basieren, allenfalls, um die Information für den leider sehr wahrscheinlichen Fall eines Rezidivs bereits zu haben. Möglicherweise wird sich das in Zukunft ändern, und die HerFLOT-Studie kann einer der Bausteine auf dem Weg dahin sein.

Welche Ergebnisse erwarten Sie?

Wir können aus der einarmigen Phase-II-Studie nur Ergebnisse beschreiben. Doch wir haben die Studie so konzipiert, dass sie vergleichbar sein wird mit den Ergebnissen der laufenden FLOT4-Studie – auch eine Studie der AIO – in der wir das FLOT-Schema mit dem ECF-Schema vergleichen. Wir haben für beide Studien – die HerFLOT und die FLOT4 – ein ähnliches Biomarkerprogramm und eine identische Evaluation der Resektionspräparate, so dass wir einen direkten – wenn auch keinen randomisierten – Vergleich haben werden für HER2-positive Tumoren, die mit FLOT oder HerFLOT behandelt worden sind.

Vielen Dank für das Gespräch!

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017