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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. August 2012

Cetuximab mittlerweile fester Bestandteil der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren

 Der monoklonale EGFR-Antikörper Cetuximab (Erbitux®), der für fortgeschrittene sowie rezidivierte und metastasierte Stadien von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches (Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck, SCCHN) zugelassen ist, hat sich bereits als fester Bestandteil der Therapiekonzepte etabliert.

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Im Rahmen eines Symposiums in Wiesbaden im Juni dieses Jahres, ging Prof. Marc Münter, Stuttgart, auf die Daten der Bonner-Studie ein, die bereits 2006 zur Zulassung von Cetuximab für die Behandlung lokal fortgeschrittener SCCHN in Kombination mit einer Radiotherapie und schließlich zur Aufnahme in die aktuellen ESMO-Leitlinien führte (1). In dieser Phase-III-Studie verbesserte die Verabreichung von Cetuximab zusätzlich zur Bestrahlung die lokoregionäre Kontrollrate sowie das Ansprechen signifikant gegenüber der alleinigen Radiotherapie. „Eine Bestrahlung in Kombination mit Cetuximab ist vergleichbar wirksam wie eine Radiochemotherapie, daher kann bei der Wahl des Therapieregimes das Toxizitätsprofil im Fokus stehen“, sagte Münter. Die einzigen Toxizitäten, die unter Cetuximab signifikant häufiger auftreten als unter alleiniger Radiotherapie, sind Infusionsreaktionen und Akne-artige Hautausschläge. Letztere korrelierten aber laut Münter mit einem signifikant verbesserten Gesamtüberleben. „Wichtig ist eine Integration chirurgischer Konzepte in die multimodale Therapie von Kopf-Hals-Tumoren“, so Prof. Andreas Dietz, Leipzig, „da nach einer Radiochemotherapie oft kein Funktionserhalt möglich ist“. Die TREMPLIN-Studie hatte gezeigt, dass die Kombination aus Radiotherapie und Cetuximab in einer ähnlichen Anzahl an Organerhalten resultierte wie die Kombination aus Radiotherapie und Cisplatin (2). Auch hier war das Nebenwirkungsprofil im Cetuximab-Arm günstiger, was mit einer besseren Compliance einherging.

 

Abb. 1: EXTREME-Studie: Signifikanter Vorteil im Gesamt-ansprechen (OR) durch die Hinzunahme von Cetuximab
zur Chemotherapie (CT). CR=komplette Remission.

Seit 2008 ist Cetuximab darüber hinaus zur Erstlinientherapie des rezidivierten/metastasierten SCCHN in Kombination mit einer Platin-haltigen Chemotherapie zugelassen. Grundlage hierfür war die Studie EXTREME (3), deren Therapiekonzept Dr. Thomas Gauler, Essen, vorstellte: Die Patienten erhielten eine Platin-basierte Chemotherapie und Cetuximab und letzteres weiterhin bis zum Progress. Es war ein signifikanter Vorteil im PFS von 2,3 Monaten, HR=0,54, p<0,001 und im Gesamtüberleben von 2,7 Monaten (HR=0,80, p=0,004) zu beobachten. Die Hinzunahme von Cetuximab verdoppelt nahezu die Ansprechrate (OR=2,33, p<0,001) (Abb. 1). Wie Gauler betonte, sollte eine palliative Therapie beim SCCHN je nach Allgemeinzustand des Patienten geplant werden. Die prospektive Studie SOCCER, die im Herbst 2012 starten soll, vergleicht die Kombination aus Cetuximab und Platin-basierter Chemotherapie mit Cetuximab und Radiotherapie bei Patienten mit rezidiviertem/metastasiertem SCCHN.

sk

Satellitensymposium „Erfolgreiche Therapie von Kopf-Hals-Tumoren: Interdisziplinär – evidenzbasiert – multimodal“, DEGRO 2012, 08.06.2012, Wiesbaden; Veranstalter: Merck Serono

Literaturhinweise:
(1) Licitra L, et al. Ann Oncol 2009; 20 Suppl 4: 121-122
(2) Lefebvre J, et al. ASCO 2009; Abstract 6010
(3) Vermorken JB, et al. N Engl J Med 2008; 359:1116-1127

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