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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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09. Oktober 2017

BNGO Hauptstadtkongress in Kürze

Am 9./10.06.2017 fand in Berlin der 5. BNGO Haupstadtkongress statt. Wie immer bestand der Teilnehmerkreis sowohl aus Ärztinnen und Ärzten als auch aus in den BNGO-Praxen tätigen medizinischen Fachkräften. Die mehr als 150 Anwesenden tauschten sich zu den aktuellsten Themen der gynäkologischen Onkologie aus.
In der den Kongress eröffnenden Podiumsdiskussion „Quo Vadis Gesundheitspolitik in der 19. Legislataturperiode“ ging der BNGO Vorsitzende Dr. Jörg Schilling, Berlin, auf die aktuellen gesundheitspolitischen Gegebenheiten ein und stellte sich den Fragen des Auditoriums. Erneut wurde im Rahmen des Kongresses auch ein GCP Grund- und Aufbaukurs für Prüfer, Stellvertreter und Mitglieder einer Prüfgruppe bei klinischen Prüfungen unter Leitung von Dr. Christoph Ortland, Schenefeld, durchgeführt sowie ein Kurs zur Stressbewältigung und Burn-out-Prophylaxe angeboten.

In Workshops diskutierten die Teilnehmer u.a. über Strategien zur Infektionsprophylaxe, urogynäkologische Probleme und die Bedeutung der komplementärmedizinischen Beratung in der gynäkologischen Onkologie (wir berichteten in der letzten Ausgabe). Auch mit ökonomischen Aspekten beschäftigte sich der Kongress.

Diplomkaufmann Joachim Deuser, Berlin, zeigte auf, wie man die Herausforderungen der Zukunft meistern  und versteckte Zeit- und Wirtschaftlichkeits-potenziale in der Praxis nutzen kann. In Satellitensymposien erfuhren die Zuhörer Aktuelles zu PARP- und CDK4/6-Inhibitoren, die im letzten Jahr Einzug in die gynäkoonkologische Praxis gehalten haben und die neue Perspektiven für Patientinnen mit Mamma- und Ovarialkarzinomen eröffnen.

Einen Überblick über die Immunonkologie in der gynäkologischen Onkologie gab Dr. Theresa Link, Dresden. Zudem wurden die moderne Antiemese, die Osteoprotektion bei Knochenmetastasen und die Schmerztherapie bei onkologischen Patientinnen vorgestellt. Ganz frisch vom amerikanischen Krebskongress ASCO, der am Dienstag vor dem BNGO-Kongress erst geendet hatte, eingeflogen, stellten Prof. Dr. Jens Blohmer, Direktor der Klinik für Gynäkologie am Charité Campus Mitte, und Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Charité Universitätsmedizin am Virchow Klinikum, das Beste zu gynäkologischen Tumoren und zum Mammakarzinom vom ASCO vor. Wie Prof. Sehouli ausführte, war der ASCO 2017 ein überaus erfolgreicher Kongress für die  deutschen gynäkologischen Studiengruppen. Insbesondere die operativen Studien beim Ovarialkarzinom zeigten, dass weniger oft mehr sein kann und dass den Patientinnen durch ein individuelles, auf die jeweilige Erkrankungssituation und auf patientenspezifische Gegebenheiten abgestimmtes Vorgehen oft eine unnötige Operation oder Therapie erspart werden kann.

Maßgeblich ist, dass das Operationsergebnis die Prognose entscheidend beeinflusst. Daher sollten Patientinnen an qualifizierte Zentren überwiesen werden. Prof. Blohmer berichtete, dass auch beim Mammakarzinom zunehmend versucht wird, die Therapie zu deeskalieren. Allerdings muss ebenso wie beim Ovarialkarzinom sehr klar definiert werden, wo dies möglich ist, ohne das Therapieergebnis zu beeinträchtigen. Nach Palbociclib und Ribocliclib wurden beim ASCO auch Daten zu Abemaciclib, einem weiteren CDK4/6-Hemmer, vorgestellt sowie zum PARP-Inhibitor Olaparib.

Blohmer zeigte auf, dass auch beim Mammakarzinom in Kürze mit dem Einzug der Immunologie zu rechnen ist. Hier ist es besonders in der Praxis wichtig, dass man auf neue und teilweise verzögert auftretende Nebenwirkungen unter diesen Therapien vorbereitet ist.

 
Jörg Schilling
Dr. Jörg Schilling, Vorsitzender des BNGO e.v.

„Wir niedergelassene gynäkologische Onkologen müssen uns in mehrfacher Hinsicht den Herausforderungen der Zukunft stellen. Wir müssen uns und unser Praxisteam sowohl medizinisch-wissenschaftlich als auch ökonomisch schulen, damit wir alle immer auf dem neuesten Stand sind und wir auch wirtschaftlich arbeiten können. Die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der Klinik und mit anderen onkologisch tätigen Fachdisziplinen ist für uns selbstverständlich. Besonders stolz sind wir darauf, dass die Patientinnen mit der Betreuung in unseren Praxen sehr zufrieden sind, wie Umfragen an mehr als 2.100 Patientinnen zeigen. Dies ist nicht zuletzt auf eine gute Supportivtherapie zurückzuführen, wie wir sie in unseren Praxen sicherstellen können. Mit der Immunonkologie kommen neue Herausforderungen auf uns zu. Diesen stellen wir uns durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung und kollegialen Austausch z.B. bei einem Kongress wie diesem.“


BNGO e.V.
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Friedenstraße 58
15366 Neuenhagen

Tel.: (03342) 4268 9-70
Fax: (03342) 4268 9-80
E-Mail: info@bngo.de

Internet: www.bngo.de
Dr. Petra Ortner
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