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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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16. Februar 2011

ASH 2010 – Chronisch Myeloische Leukämie

18-Monatsergebnisse der DASISION-Studie: Schnelleres und tieferes Ansprechen bei neu diagnostizierten CML-Patienten

Sowohl in den USA als auch von der EMA in Europa ist Dasatinib bereits zur Erstlinientherapie der CML zugelassen. Die zum Amerikanischen Hämatologenkongress (ASH) vorgestellten 18-Monatsdaten aus der noch laufenden DASISION-Studie [1] bestätigen diese Entscheidung. Bei neu diagnostizierten CML-Patienten bewirkt Dasatinib 100 mg/Tag ein schnelleres und tieferes Ansprechen als einmal täglich 400 mg Imatinib. Dies zeigten bereits die 12-Monatsdaten und nach 18 Monaten konnten die Ergebnisse sogar noch einmal verbessert werden.
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Insgesamt 519 neu diagnostizierte CML-Patienten erhielten in dieser Untersuchung randomisiert entweder Dasatinib 100 mg/Tag oder Imatinib 400 mg/Tag. Nach 18 Monaten erhielten ungefähr noch 80% der Patienten in den jeweiligen Armen die vorgeschriebene Therapie. Professor Neil Shah, San Francisco, USA, berichtete, dass sich die Ergebnisse in Konsistenz zu den 12-Monatsdaten weiter entwickelten. Unter Dasatinib erreichten 78% und unter Imatinib 70% der Patienten eine komplette zytogenetische Remission (p=0,0366, Abb. 2). Ein hauptsächliches molekulares Ansprechen (MMR) wiesen 57% der Patienten aus der Dasatinib-Gruppe und 41% der mit Imatinib-behandelten Patienten auf (p=0,0002). Ein Fortschreiten der Erkrankung in die akzelerierte Phase oder Blastenkrise erlitten 2,3% der mit Dasatinib und 3,5% der mit Imatinib behandelten Patienten. Kein Patient, der eine gute molekulare Remission erreichte (PCR < 0,1%), erlitt eine Progression. Shah betonte: „Damit ist die Gefahr einer Progression unter Dasatinib um 28% gesenkt und andererseits die Chance auf eine MMR fast doppelt so hoch“.

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Abb. 2: Komplette zytologische Remissionen unter Dasatinib und Imatinib

Auf der Basis einer Zeit-bis-zum-Ansprechen-Analyse konnte eine Faktor von 1,84 (p<0,0001) bezogen auf eine MMR zugunsten von Dasatinib errechnet werden. Der Hämatologe berichtete weiterhin, dass beide Substanzen gut verträglich waren. Ödeme waren unter Imatinib bei 36% der Patienten, unter Dasatinib bei nur 10% zu beobachten. Dagegen erlitten 12% der Patienten unter Dasatinib Pleuraergüsse – eine unter Imatinib nicht auftretende Nebenwirkung. Muskelschmerzen, Übelkeit und Hautausschläge waren dagegen unter Imatinib häufiger. Auf Grund der Tatsache, dass Dasatinib in der Erstlinie auch nach 18 Monaten Beobachtungsdauer noch schnellere und stärkere Ansprechraten zeigte, weniger Krankheitsprogressionen vorkamen und zudem die Therapie sich als verträglich erwies, empfahl Shah die Substanz für die Erstlinientherapie.

Bettina Reich


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Literatur:
1. Shah N et al., ASH 2010, Abstract #206
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