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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
18.10.2011
Ausgabe:
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Editorial
 
News
 
Titelthema
Therapie des Nicht-Seminoms im klinischen Stadium CS I
Bei Patienten mit Nicht-Seminomen im klinischen Stadium CS I ist eine risikoadaptierte Therapie sinnvoll. Hauptrisikofaktor für die Metastasierung ist die Tumorinvasion des testikulären Primärtumors in Blut- bzw. Lymphgefäße. Patienten ohne Nachweis einer vaskulären Invasion („low risk“, V0/L0) werden überwacht. Im Falle eines Rezidivs oder bei definitivem Therapiewunsch durch den Patienten sollte eine Chemotherapie mit zwei Zyklen PEB (Cisplatin, Etoposid, Bleomycin) oder eine nervenerhaltende retroperitoneale Lymphadenektomie (NS-RPLND) durchgeführt werden. Nicht-Seminom-Patienten mit Nachweis einer vaskulären Invasion („high risk“, V1/L1) werden mit zwei Zyklen PEB-Chemotherapie adjuvant behandelt. Es existieren Hinweise, dass eine Reduktion der Zyklenzahl von zwei auf einen Zyklus PEB bei Hochrisikopatienten das Rezidivrisiko nicht verändert, aber möglicherweise die dosisabhängigen Langzeitfolgen der Chemotherapie wie die Entstehung eines Sekundärmalignoms oder einer Kardiotoxizität reduzieren könnte. Die NS-RPLND wird im Frühstadium nur in Ausnahmefällen (z.B. auf Wunsch des Patienten) empfohlen.
Postchemotherapeutische Residualtumorresektion fortgeschrittener testikulärer Keimzelltumoren
Die postchemotherapeutische Residualtumorresektion (PC-RTR) nach systemischer Chemotherapie fortgeschrittener testikulärer Keimzelltumoren (KZT) stellt einen integralen Bestandteil der multimodalen Therapie mit kurativer Intention dar, nachdem bei ca. 15% und 40% der Patienten mit vitalem Karzinom oder maturem Teratom in den Residuen gerechnet werden muss [1, 2]. Bei Patienten mit nicht-seminomatösen Keimzelltumoren (NSKZT) ist die PC-RTR entsprechend der aktuellen Leitlinien derzeit bei allen Patienten mit sichtbaren Residuen, normalisierten oder in einem Plateau befindlichen Tumormarkern indiziert [2]. Bei Patienten mit Residuen < 1 cm wird die aktuelle Therapiestrategie durchaus kontrovers diskutiert [3-6]. Die Rationale für eine PC-RTR liegt in dem Risiko von ca. 25% für das Vorliegen von maturem Teratom und der Disposition der Teratomherde für langsames, progredientes Wachstum, maligner Transformation und dem späten Rezidivrisiko [7]. Residuelle Läsionen mit vitalem Karzinom reflektieren unabhängig von ihrer Größe eine intrinsische bzw. extrinsische Chemorefraktärität, so dass diese Läsionen bei nicht durchgeführter Resektion auf jeden Fall einen progredienten Verlauf aufweisen werden. Patienten mit einer kompletten Remission aller metastatischen Residuen und normalisierten Tumormarkern benötigen keine PC-RTR, da das Rezidivrisiko unter aktiver Surveillance nur mit ca. 3-5% anzugeben ist [8]. Bei Patienten mit einem Residualtumor eines fortgeschrittenen Seminoms ist eine PC-RTR nur dann indiziert, wenn die Residuen eine Größe von über 3 cm aufweisen und zudem im FDG-PET/CT eine positive Aktivität darstellbar ist. Alle anderen Befunde sollten lediglich im Rahmen der Tumornachsorge kontrolliert werden [2].
 
Fortbildung
Verbesserter therapeutischer Index von Paclitaxel-Albumin durch Nanotechnologie in der Krebsmedizin
Mit Abraxane® (Paclitaxel-Albumin oder auch nab-Paclitaxel) ist erstmals eine lösungsmittelfreie Taxan-Formulierung für die Therapie des metastasierten Mammakarzinoms (mMCa) in Europa zugelassen. Paclitaxel liegt an Albumin gebunden in Nanopartikeln vor, was in einer verstärkten, gezielten Anreicherung des Wirkstoffs im Tumor und einer gesteigerten Effektivität resultiert. In Vergleichsstudien mit herkömmlichem Paclitaxel oder Docetaxel führte Abraxane® bei besserer Verträglichkeit zu höheren Ansprechraten, teilweise auch zu einer Überlebensverlängerung. Der therapeutische Index kann als Mittel herangezogen werden, um dieses positive Verhältnis zwischen Wirksamkeit und Nebenwirkungsprofil von Substanzen wie z.B. den Taxanen zum Ausdruck zu bringen.
 
Pharmabericht
Hautausschlag unter Erlotinib: Prädiktiver Faktor für längeres Überleben
Das Auftreten eines papulopustulösen Exanthems (Rash) ist ein wichtiger Indikator für eine wirksame Therapie mit dem EGFR-Inhibitor (EGFRI) Erlotinib (Tarceva®) beim metastasierten Pankreaskarzinom. Vier voneinander unabhängige Studien – davon drei große Phase-III-Studien – bestätigen, dass Patienten, die einen Rash entwickeln, von einem signifikant längeren medianen Überleben (OS) profitieren. Aufgrund der guten Datenlage empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“ die seit 2007 zugelassene Kombination von Gemcitabin mit dem oralen Tyrosinkinase-Inhibitor Erlotinib zur First-Line-Therapie beim metastasierten Pankreaskarzinom (Empfehlungsgrad A, Evidenzstärke 1, Konsens) [1].
Interview mit Dr. Sigurd Hafner, München
Kieferosteonekrosen (osteonecrosis of the jaw; ONJ) sind eine seltene Nebenwirkung unter Bisphosphonat-Therapie, die die Lebensqualität der Patienten jedoch stark beeinflusst. Die verschiedenen Bisphosphonate werden mit einer sehr unterschiedlichen ONJ-Inzidenz assoziiert. Unter Ibandronat treten mit 8,5% vergleichsweise wenige Fälle auf, so die epidemiologischen Daten der ONJ-Registerdatenbank Berlin. Die Wahl des Bisphosphonates spielt daher eine wichtige Rolle. Aktuell wurde im Rahmen des 1st AOCMF European Advanced Forum vom 22.-23. September 2011 ein ganzer Veranstaltungstag dem Thema „Bisphosphonat assoziierte Osteonekrosen im Kieferbereich“ gewidmet. Dr. Sigurd Hafner, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, berichtet im Interview über seine langjährigen Erfahrungen mit ONJs unter Bisphosphonat-Therapie.
 
Interview
 
Kongressbericht
Immuntherapie bringt signifikanten Überlebensvorteil beim fortgeschrittenen Melanom
Nach rund 30 Jahren der Stagnation kommt die Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms erstmals einen großen Schritt voran. So ist es jetzt möglich, mit dem innovativen Immuntherapeutikum Ipilimumab einen signifikanten Zugewinn in puncto Gesamtüberleben zu erzielen, wie eine randomisierte und doppelblinde Phase-III-Studie klar unter Beweis stellte. Aufgrund der überzeugenden Resultate – die Überlebenszeit kann sich in Jahren bemessen – wurde Ipilimumab im Juli 2011 von der Europäischen Kommission zur Zweitlinientherapie bereits vorbehandelter erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem malignen Melanom zugelassen. Diese neue Form der immuno-onkologischen Therapie wirkt indirekt auf das maligne Melanom ein, indem sie das Immunsystem stimuliert und dessen Fähigkeit stärkt, Tumorzellen zu identifizieren und ihnen den Garaus zu machen.
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