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Medizin

06. Juli 2016

Hyponatriämie in der Onkologie – oft unerkannt, aber therapeutisch relevant

Die Hyponatriämie ist eine oft schwerwiegende Elektrolytstörung, die bei 15- 30% der hospitalisierten Patienten auftritt (1,2). Bei etwa einem Drittel der Fälle wird die Hyponatriämie durch ein Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH) ausgelöst (3). Als mögliche Ursache eines SIADH kommen unter anderem Karzinome, insbesondere der Lunge, in Frage. Eine Hyponatriämie wird aufgrund der Variabilität der Symptome...

Weitere Funktion des Signalmoleküls STAT1 in Immunzellen entdeckt

Wenn sich Krebszellen der Überwachung durch das Immunsystem entziehen, entsteht ein Tumor. Eine der Aufgaben der Krebsforschung ist es daher herauszufinden, wie man die körpereigene Abwehr gegen Tumorentstehung verstärken kann. Veronika Sexl, Leiterin des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Vetmeduni Vienna, hat mit ihrem Team eine neue Funktion des Signalmoleküls STAT1 in Immunzellen entdeckt. Diese bislang unbekannte Zusatzfunktion könnte ein neuer...

EU-Kommission erteilt Carfilzomib Indikationserweiterung für Patienten mit rrMM

Amgen gab am 29. Juni 2016 bekannt, dass die Europäische Kommission eine Erweiterung der Marktzulassung für Kyprolis® (Carfilzomib) genehmigt hat, die den Einsatz in Kombination mit Dexamethason allein bei Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorangegangene Therapie erhalten haben, einschließt. Diese erste Zulassungserweiterung auf Basis der Endeavor-Studiendaten ist in weniger als einem Jahr durch die Europäische Kommission erfolgt.

Phase-III-Studie zu Cabozantinib belegt signifikanten OS-Vorteil bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom

In der Phase-III-Studie METEOR wurden Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (NZK), die vorher eine antiangiogene Therapie erhalten hatten, mit Cabozantinib behandelt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Abstract-Session auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2016 in Chicago präsentiert und in The Lancet Oncology veröffentlicht (1). Die Daten zum OS zeigen, dass Cabozantinib das Sterberisiko im Vergleich zu Everolimus um ein Drittel...

05. Juli 2016

DGHO-Motto: „Blut ist ein ganz besonderer Saft“

Die Riesenwelle früher klinischer Daten zur Diagnostik und Therapie von Blutkrebserkrankungen und soliden Tumoren gleicht derzeit einem Tsunami. Wie die neuen Erkenntnisse aber sinnvoll in den klinischen Alltag integriert werden können, diskutieren Expertinnen und Experten vom 14. bis 18. Oktober auf der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Leipzig. Weitere...

Patientenrekrutierung für drei neue Studien zur Behandlung von Pankreaskrebs gestartet

Die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) hat die Rekrutierung von Patienten für drei neue wissenschaftlich initiierte Studien (investigator initiated trials – IIT) im Bereich Pankreaskrebs gestartet. Für eine Teilnahme infrage kommen Betroffene, bei denen ein primär operables (NEONAX-Studie), lokal fortgeschrittenes, nicht operables bzw. grenzwertig operables (NEOLAP-Studie) oder metastasiertes (ALPACA-Studie) Pankreaskarzinom diagnostiziert wurde. Die...

Visual Analytics: Schneller Kohorten bilden und große Mengen von Patientendaten analysieren

Visual Analytics: Schneller Kohorten bilden und große Mengen von Patientendaten analysieren
© Foto Fraunhofer IGD

Jede Krankengeschichte ist einzigartig. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Was Ärzte besonders interessiert: Wie verschiedene Patienten auf eine bestimmte Therapie reagieren. Ähnliche Fälle fassen die Mediziner in Gruppen zusammen, Kohorten, um daraus Rückschlüsse für zukünftige Behandlungen zu ziehen. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, rasch Gemeinsamkeiten...

04. Juli 2016

Merck und Universität Nairobi legen „Medical Oncology Fellowship“-Programm auf

Merck und Universität Nairobi legen „Medical Oncology Fellowship“-Programm auf
© Merck

Der Start des ersten „Merck Africa Medical Oncology Fellowship“-Programm für Länder in Afrika südlich der Sahara in Partnerschaft mit der University of Nairobi in Kenia wurde bekanntgegeben. Mit dem Programm, das an der Universität in Nairobi durchgeführt wird, setzt sich Merck einmal mehr aktiv für die Verbesserung des Zugangs zur Krebsbehandlung und für die Stärkung des Gesundheitswesens in Schwellenländern ein.

Unklare Knoten in der Brust: Unnötige Gewebeproben reduzieren

Häufig werden bei Frauen im Rahmen der Mammographie oder einer Ultraschall-Untersuchung Knoten in der Brust entdeckt, die sich zunächst nicht eindeutig als gut- oder bösartig einstufen lassen. Dann ist die Entnahme einer Gewebeprobe angezeigt. Eine internationale Studie unter Federführung der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg testet nun, wie gut sich die Gewebeauffälligkeiten mit einem speziellen Ultraschallverfahren, der sogenannten Elastographie,...

CLL: App zur besseren Risikoeinschätzung und Verlaufskontrolle

CLL: App zur besseren Risikoeinschätzung und Verlaufskontrolle
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Ein internationales Konsortium unter Führung der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG), die an der Uniklinik Köln angesiedelt ist, hat ein neues Tool entwickelt, das es künftig Ärzten ermöglicht, das Risiko ihrer Leukämie-Patienten genauer einzuschätzen als bisher. Eine Besonderheit: Die Ärzte können diesen Index einfach online oder per App auf dem Mobiltelefon berechnen. Das Projekt wurde exklusiv von der Deutschen José Carreras...

30. Juni 2016

Orphan-Drug-Status für ATIR101 auf Behandlung bei hämatopoetischer Stammzelltransplantation ausgeweitet

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat den bestehenden Orphan-Drug-Status für ATIR101(TM) auf die Behandlung bei hämatopoetischer Stammzelltransplantation ("Hematopoietic Stem Cell Transplantation", HSCT) ausgeweitet. ATIR101(TM) ermöglicht eine sichere Infusion von Spenderlymphozyten von einem genetisch nur teilweise passenden Familienmitglied ohne das Risiko einer ernsten Graft-versus-Host-Reaktion.
 

Cadherin-11 löst bei Tumorzellen Migration aus

Cadherin-11 löst bei Tumorzellen Migration aus
©: Kashef/KIT

Cadherine gehören zu der Proteinfamilie der Adhäsionsmoleküle. Sie sorgen wie der Zement zwischen den Ziegeln einer Hauswand dafür, dass Zellen zusammenhalten und verhindern, dass sie sich aus dem Zellverband lösen und auswandern. Cadherin-11 verhält sich jedoch insbesondere in Tumorzellen genau umgekehrt: Es löst eine Wanderbewegung aus. Im Fachmagazin Nature Communications erklären Experten vom KIT und der University of Massachusetts diesen Mechanismus.

Nuklearmedizin: PET-Bildgebungsmethode mit Gallium-68

Es ist das eine, eine neue Methode zu entdecken und zu entwickeln, die es leichter macht, Radiopharmaka herzustellen. Es ist aber das andere, diese Methode dann auch anderen zugängig zu machen. So ist es mit der Methode geschehen, die Dirk Müller vor einigen Jahren zur Synthese mit Gallium-68 erfunden und entwickelt hat und für die er nun zusammen mit seinen Kollegen der Gruppe Radiopharmazie der Klinik für Nuklearmedizin (Department für Strahlenmedizin) am...

Hirnmetastasen: Trend geht zu stereotaktischer Radiochirurgie statt Ganzhirnbestrahlung

Die Strahlentherapie ist eine wesentliche Behandlungsmaßnahme, wenn solide Tumoren ins Gehirn streuen. Inwieweit sich die Überlebenszeiten nach verschiedenen Bestrahlungsstrategien unterscheiden, hat eine retrospektive US-Studie analysiert. Dabei konnten die Autoren zeigen: Patienten mit weniger als vier Hirnmetastasen eines Brustkrebses oder nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms überlebten mit stereotaktischer Radiochirurgie länger als bei Ganzhirnbestrahlung. Bei der...

ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie