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Medizin

18. November 2019 Patienten mit Kolorektalkarzinom auf Mikrosatelliteninstabilität testen

Zugelassen sind Checkpoint-Inhibitoren beim metastasierten Kolorektalkarzinom bisher nicht. Studiendaten deuten an: Ein Einsatz der Antikörper könnte das Überleben deutlich verlängern. Mikrosatelliteninstabile Tumoren (MSI-H) weisen eine hohe Mutationslast auf. Sie eignen sich deshalb theoretisch sehr gut für eine Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren, erläuterte Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Ulm. So auch der PD1-Hemmer Pembrolizumab (KEYTRUDA®). Dieser wird derzeit u.a. in den Studien KEYNOTE-164 und -158 geprüft. 35% der eingeschlossenen Patienten wiesen ein mikrosatelliteninstabiles fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom (CRC) auf. Das Ergebnis einer bei der ESMO-Jahrestagung präsentierten Analyse: 33% der Teilnehmer mit CRC sprachen auf die Therapie mit Pembrolizumab an. Das mediane Gesamtüberleben war noch nicht erreicht.
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„Es gibt aber auch Patientengruppen mit mikrosatelliteninstabilen Tumoren, die nicht ansprechen“, betonte Prof. Seufferlein. Er verwies auf das Pankreaskarzinom: Teilnehmer mit dieser Erkrankung sprachen nur zu 18% auf den Antikörper an, das mediane Gesamtüberleben betrug 4,0 Monate. Das deute darauf hin, dass auch mikrosatelliteninstabile Tumoren eine heterogene Gruppe sind und keine pauschale Aussage getroffen werden kann.

Gerade beim metastasierten Kolorektalkarzinom scheine die Therapie aber gut anzuschlagen. Aus diesem Grund sei es wichtig, für dieses Kollektiv immer den MSI-Status bestimmen zu lassen, mahnte Prof. Seufferlein.

jub

Quelle: Symposium „Immunonkologie – Ein Schlüssel zur Therapie gastrointestinaler Tumoren?“ anlässlich des Kongresses Viszeralmedizin 2019; Veranstalter: MSD


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