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Medizin

10. April 2017
Seite 1/3
Kombinationsstrategien mit Eribulin beim fortgeschrittenen Mammakarzinom

Prof. Dr. Hans Tesch, Frankfurt, stellte in einem Interview am Rande des San Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) 2016 aktuelle Daten zweier Phase-I/II-Studien zum kombinierten Einsatz von Eribulin bei Patienten mit triple-negativem und HER2-negativem fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom vor (1,2).
Der nicht Taxan-basierte Inhibitor der Mikrotubuli-Dynamik Eribulin ist als Monotherapie bei vorbehandeltem, fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs nach mindestens einer erfolgten Chemotherapie zugelassen. Die adjuvant oder nach einer Metastasierung angewendeten Vortherapien sollen ein Anthrazyklin und ein Taxan enthalten haben, es sei denn, diese Behandlungen waren für den Patienten ungeeignet (3).
 
"Die auf dem SABCS präsentierten Daten sprechen dafür, dass Eribulin in Kombination mit verschiedenen Partnern zur weiteren Verbesserung der Behandlungsergebnisse beim Mammakarzinom beitragen kann. Dies steht auch im Einklang mit den uns vorliegenden Erkenntnissen zum Wirkmechanismus von Eribulin", erklärte Prof. Tesch.
 
Hoher Innovationsdruck beim TNBC

 
Wie der Experte weiter betonte, besteht vor allem beim triple-negativen Mammakarzinom ein hoher Bedarf an innovativen Therapien. Triple-negative Tumore sprechen nicht auf eine endokrine oder zielgerichtete Therapie mit einem HER2-Antikörper an. Betroffenen Patientinnen stehen daher deutlich weniger Therapieoptionen zur Verfügung als Patientinnen mit anderen Brustkrebsentitäten. Die Metastasierungsrate bei diesem Brustkrebs-Subtyp ist höher und die Prognose vergleichsweise schlecht (4).
 
Von den jährlich knapp etwa 1,7 Millionen Neuerkrankungen weltweit an Brustkrebs entfallen etwa 10-15% auf den triple-negativen Typ (4). "Besonders bei Patientinnen, bei denen nach neoadjuvanter Behandlung keine vollständige Remission erreicht wird, fehlt es an wirksamen Behandlungsoptionen. Auch die bisherigen Studienergebnisse mit neuen zielgerichteten oder immunologisch wirksamen Substanzen konnten nicht ausreichend überzeugen. Daher sind Kombinationen mit innovativen Zytostatika wie Eribulin der nächste Schritt, der gegangen werden muss", erläuterte Prof. Tesch.
 
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