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Medizin
19. Juni 2013

EHA 2013: CML - Switch von Imatinib zu Nilotinib führt häufiger zu Freiheit von minimaler Resterkrankung

Um die Strategien zur Heilung der chronischen myeloischen Leukämie voranzutreiben, laufen derzeit in Europa mehrere Studien, in denen untersucht wird, ob Patienten, die in der Erstlinientherapie eine anhaltende sehr tiefe molekulare Remission erzielen, diese auch nach Absetzen der Therapie langfristig beibehalten. Diese Voraussetzung einer anhaltenden tiefen molekularen Remission wird mit dem Zweitgenerations-Tyrosinkinaseinhibitor Nilotinib häufiger und früher erreicht als mit dem alten Standard Imatinib. Zwei-Jahres-Ergebnisse der ENESTcmr-Studie zeigen nun, dass Patienten, die diese Voraussetzung unter Imatinib nicht erreicht haben, durch einen Wechsel zu Nilotinib bessere Chancen dazu haben.

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Die 207 Patienten, die in die ENESTcmr-Studie (cmr = complete molecular response) eingeschlossen wurden, hatten zuvor mit einer mindestens zweijährigen Imatinib-Therapie zwar eine komplette zytogenetische Remission erzielt, bei ihnen war aber nach wie vor BCR-ABL nachweisbar gewesen. Sie erhielten randomisiert entweder weiterhin Imatinib (400 oder 600 mg/d) oder wechselten zu Nilotinib (400 mg zweimal täglich).
 
Beim ereignisfreien Überleben nach zwei Jahren unterschieden sich beide Gruppen zwar nicht signifikant, so Francesco Cervantes, Barcelona: 96,6% unter Nilotinib versus 92,8% unter Imatinib. Die Voraussetzung für ein Absetzen in kontrollierten Studien, nämlich nicht mehr nachweisbare BCR-ABL-Titer, hatten nach einem Jahr aber 12,5% der mit Nilotinib und nur 5,8% der mit Imatinib weiterbehandelten Patienten aufgewiesen. Dieser Unterschied war mit p = 0,108 noch nicht signifikant gewesen, wohl aber der jetzt neu vorgestellte nach zwei Jahren: Bei 22.1% der Patienten unter Nilotinib, aber nur bei 8,7% der mit Imatinib behandelten Patienten war nun in zwei aufeinander folgenden Proben kein BCR-ABL mehr gefunden worden (p 0 = 0,0087).
 
Diese tieferen molekularen Remissionen, die man mit Nilotinib häufiger erreicht als mit Imatinib, könnten damit mehr Patienten ermöglichen, an Absetzstudien teilzunehmen.
 
jg


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