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Medizin

06. April 2018
Seite 1/3
Vielfältige Onkologie-Portfolios auf dem AACR 2018

Auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) 2018, die vom 14. bis 18. April in Chicago, Illinois (USA), stattfindet, werden Daten zu Entwicklungsprodukten sowie zu bereits zugelassenen Wirkstoffen bei unterschiedlichen hämatologischen und soliden Tumoren vorgestellt. Dabei stehen die Kernbereiche der Bayer-Forschung wie Onkogene Signalwege, zielgerichtete Thorium-Konjugate und Immuno-Onkologie im Fokus.
Zu Copanlisib, einem Inhibitor der Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), werden in einem Late-Breaking-Poster präklinische Daten zur Antitumor-Immunantwort in verschiedenen Tiermodellen vorgestellt, in denen Therapieresistenz untersucht wird. Ein Vortrag im Rahmen der Sitzung "New Drugs on the Horizon" stellt präklinische Daten zu BAY 2402234, einem experimentellen Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH)-Inhibitor, vor. Dieser DHODH-Inhibitor entstammt der Zusammenarbeit mit dem Broad Institute (Cambridge, Massachusetts, USA) und wird von Bayer unter exklusiver Lizenz entwickelt. BAY 2402234 wurde vor Kurzem in die Phase I der klinischen Entwicklung überführt und wird dort zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie getestet; Untersuchungen zu weiteren Indikationen sind geplant.

Ein weiterer Vortrag stellt neue Forschungsergebnisse zum sogenannten MYCN-Gen vor, an dem Bayer in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ, Heidelberg) forscht. Das Gen MYCN zeigt eine Überexpression bei verschiedenen Krebsarten, wie zum Beispiel Neuroblastomen und kleinzelligem Lungenkrebs.

Weitere Präsentationen umfassen präklinische Daten zu:

• Darolutamid, einem experimentellen Androgen-Rezeptor-Antagonisten der zweiten Generation, der sich in Phase III der klinischen Entwicklung zur Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms befindet. Untersucht wurde seine Aktivität in Modellen, die gegen den Androgen-Rezeptor resistent sind.
• Rogaratinib, einem Inhibitor des Pan-Fibroblastenwachstumsfaktor-Rezeptors (Fibroblast Growth Factor Receptor, FGFR), den Bayer für die Behandlung des Urothelkarzinoms und anderer FGFR-positiver Tumore entwickelt; er ist bereit für den Übergang in Phase II/III der klinischen Entwicklung.
• ATR-Inhibitor (Ataxia Telangiectasia Rad3-verwandtes Protein) BAY 1895344, einem Inhibitor der DNA-Schadensantwort.
• Anetumab Ravtansine, ein gegen Mesothelin gerichtetes Antikörper-Konjugat, in Bezug auf seine Wirksamkeit als Monotherapie in verschiedenen Modellen, die humanen Eierstockkrebs untersuchen.
• der Entwicklungsplattform zielgerichteter Thorium-Konjugate (Targeted Thorium Conjugates, TTCs), eine Form der zielgerichteten Alphatherapie. Dazu gehören PSMA-TTC, das auf das prostataspezifische Membran-Antigen (PSMA) abzielt, und MSLN-TTC gegen Mesothelin (MSLN). Der Beginn klinischer Studien ist für beide Projekte für den weiteren Jahresverlauf geplant.
• zwei neuen Immuntherapeutika, für die noch in diesem Jahr erste Studien am Menschen vorgesehen sind: BAY 1834942, ein den Immun-Checkpoint-Regulator CEACAM6 blockierender Antikörper, den Bayer zusammen mit dem DKFZ entwickelt; und BAY 1905254, ein neuer, den Immun-Checkpoint hemmender Antikörper, der auf ILDR2 (Immunoglobulin-like Domain containing Receptor 2) abzielt. Der anti-ILDR2-Antikörper ist aus der Zusammenarbeit mit dem israelischen Unternehmen Compugen entstanden.

Darüber hinaus stellt Bayer Daten zu 4 Wirkstoffen vor, die das Unternehmen dem Structural Genomics Consortium (SGC), einer nicht-gewinnorientierten Organisation mit Forschungseinrichtungen unter anderem an der University of Toronto (Kanada) und an der University of Oxford (UK), zur Nutzung zur Verfügung stellen wird.

Insgesamt 2 Vorträge und 30 Poster-Präsentationen auf dem AACR-Kongress unterstreichen das Engagement von Bayer in der Onkologie, die Entwicklung vielversprechender Projekte voranzutreiben, viele davon mit First-in-Class-Potenzial. Dieser Ansatz ermöglicht es Bayer, eine Vielzahl von Substanzen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zu erforschen, neuartige Technologie-Plattformen zu entwickeln und damit seinem Ziel näherzukommen, Patienten im Kampf gegen Krebs dringend benötigte innovative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
 
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