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Medizin

07. Dezember 2016 Glioblastom: Studie prüft innovatives CUSP9v3-Behandlungskonzept

Die Überlebenszeit nach Diagnosestellung beträgt beim Glioblastom im Durchschnitt nur etwa eineinhalb Jahre. Am Universitätsklinikum Ulm wurde nun eine Studie gestartet, in der ein Therapiekonzept aus langjährig erprobten Medikamenten und Substanzen in Kombination mit einer Chemotherapie evaluiert wird. Die Therapie soll zu einem Absterben der Glioblastomzellen führen. Vorklinische Untersuchungen und erste individuelle Heilversuche verliefen positiv, nun muss sich die Kombination von Medikamenten in einer durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genehmigten klinischen Studie beweisen.
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"Zum Beginn einer Therapie versucht man, das Glioblastom operativ zu entfernen. Anschließend wird mit Bestrahlung und Chemoterapie gearbeitet, um die verbliebenen Tumorzellen abzutöten. Leider kommt in den meisten Fällen der Tumor trotzdem zurück", erklärt Prof. Dr. Marc-Eric Halatsch, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie und Leitender Klinischer Prüfer der Studie. Hier setzt sein Behandlungskonzept an:

Das auf Glioblastom-Rezidive ausgerichtete klinische Therapiekonzept trägt den Namen CUSP9v3 (Coordinated Undermining of Survival Paths by 9 repurposed drugs, Version 3). Es besteht aus einer Mischung aus bereits zugelassenen Medikamenten, die off-label eingesetzt werden. CUSP9v3 setzt sich unter anderem aus Mitteln gegen Bluthochdruck, HIV, Rheuma, Malaria und Übelkeit zusammen. Außerdem sind Substanzen zum Alkoholentzug, ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzkrankheiten, ein Antidepressivum sowie ein Antibiotikum enthalten. Zusätzlich erfolgt die tägliche Gabe des Chemotherapeutikums Temozolomid.

Die Medikamentenkombination zeigte sich in vorklinischen Studien sehr erfolgreich und wurde unter anderem mit dem mit 10.000 US-Dollar dotierten Cures Within Reach Award der U.S.-amerikanischen Stiftung CWR ausgezeichnet. Der Anticancer Fund unterstützt die aktuelle klinische Studie mit 300.000 Euro.

Quelle: Universitätsklinikum Ulm


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