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Medizin

05. Dezember 2017 Dauerhaftes Ansprechen von genetisch veränderten Tumoren bei an Krebs erkrankten Kindern durch Larotrectinib

Aktualisierte Daten des in Entwicklung befindlichen Krebswirkstoffes Larotrectinib (LOXO-101) aus der pädiatrischen Phase-I-Studie SCOUT (NCT02637687) wurden gerade auf einer pädiatrischen Konferenz der American Association for Cancer Research (AACR) vorgestellt. Larotrectinib wird derzeit in weltweiten Studien für die Behandlung von Krebspatienten untersucht, bei denen sich das Tropomyosin-Rezeptor-Kinase (TRK)-Gen genetisch verändert hat. Diese Veränderung des TRK-Gens, die ein Merkmal vieler Krebserkrankungen ist, bewirkt eine unkontrollierte Zellkommunikation und Tumorwachstum.
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"Erfolgsgeschichten von zielgerichteten Therapien in der pädiatrischen Onkologie sind selten, und Larotrectinib lässt uns hier hoffen", sagte Brian Turpin, leitender Prüfarzt der SCOUT-Studie und Assistenzprofessor der Onkologieabteilung des Cincinnati Kinderkrankenhaus. "Die nahezu 100%ige Ansprechrate von Larotrectinib und die überzeugende Dauer des Ansprechens bei an Krebs erkrankten Kindern, deren Tumore TRK-Fusionen aufweisen, wird wahrscheinlich die Behandlung nachhaltig verändern. Darüber hinaus unterstreicht das erstmalige Ansprechen eines TRK-Inhibitors überhaupt bei einem Patienten mit TRK-fusionsbedingten Glioblastom das Potenzial von Larotrectinib bei der Behandlung von TRK-fusionsbedingten Tumoren des zentralen Nervensystems."

"Diese Daten unterstreichen, dass Larotrectinib ein vom Alter und der Tumorart unabhängiges, konsistentes und dauerhaftes Ansprechen bei Patienten mit TRK-fusionsbedingten Krebsarten erzielen kann", sagte Robert LaCaze, Executive Vice President und Leiter der Strategischen Geschäftseinheit Onkologie bei Bayer. "Wir hoffen, dass diese Daten die nächsten Meilensteine des Wirkstoffs unterstützen und letztlich die Aussichten der betroffenen Patienten und ihrer Familien verbessern werden."

Zum 17. Juli 2017, dem Stichtag der Datenerhebung, waren 24 pädiatrische Patienten in die SCOUT-Studie aufgenommen, darunter 17 mit TRK-fusionsbedingten Krebserkrankungen. Darunter waren Tumorarten wie infantiles Fibrosarkom, Schilddrüsenkrebs und diverse Weichgewebssarkome. Die Gesamtansprechrate (Overall Response Rate, ORR) bei den Patienten mit TRK-positiven Tumoren betrug 93%, sowohl in der durch Prüfärzte gemachten Erhebung als auch durch ein unabhängiges Prüfgremium bestätigt. Unter den 17 Patienten mit TRK-positiven Tumoren sind 94% aller behandelten Patienten mit TRK-positiven Tumoren noch unter Therapie mit Larotrectinib oder konnten mit einer Heilungsabsicht operiert werden, vier Patienten sind länger als 1 Jahr in Behandlung und 12 Patienten länger als 6 Monate.

Das Nebenwirkungsprofil von Larotrectinib entsprach den bisher publizierten Daten. Die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen bei der in der Phase II angewandten Dosis waren erhöhte Leberwerte, Neutropenie sowie Übelkeit, die meisten davon vom Grad 1.

Quelle: Bayer


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