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Medizin

24. Januar 2019 Auszeichnung für Forschung zu Nebenwirkungen nach Stammzelltransplantationen

Sarah Mertlitz, Berlin, wird mit dem mit 10.000 Euro dotierten José Carreras Best Paper Award ausgezeichnet. Der Wissenschaftliche Beirat der José Carreras Leukämie-Stiftung würdigt damit ihre 2017 im Journal BLOOD erschienene Arbeit „Lymphangiogenesis is a feature of acute GVHD, and VEGFR-3 inhibition protects against experimental GVHD“.
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Fachinformation
Die Preisträgerin absolviert nach ihrem Masterabschluss in Molecular Biotechnology in Wien seit 2014 ein PhD-Studium an der Charité Universitätsmedizin Berlin bei PD Dr. Olav Penack von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie. Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats: „Sarah Mertlitz forscht im Bereich der Graft-versus-Host-Disease (GVHD), die nach Stammzelltransplantationen zu schweren und teilweise tödlichen Erkrankungen führen kann. Die wissenschaftliche Erforschung der GVHD wird derzeit auch schwerpunktmäßig von der José Carreras Leukämie-Stiftung über eine Multi-Center-Studie, an der sich zahlreiche renommierte deutsche Transplantationszentren in internationalem Verbund beteiligen, bearbeitet. Die diesjährige Preisträgerin liefert mit ihrer innovativen wissenschaftlichen Arbeit neue Ansätze, die GVHD in den Griff zu bekommen und trägt hoffentlich dazu bei, dem von José Carreras formulierten Ziel näherzukommen: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“

In der prämierten Publikation beschäftigt sich Sarah Mertlitz mit der herausragenden Rolle der Lymhangiogenese bei der Tumormetastasierung und -progression. Diese Studie befasst sich als erste Publikation mit der Rolle der Lymphangiogenese während der allogene Transplantation hämatopoetischer Stammzellen (alloHSCT). Die vorliegende Studie identifiziert Lymphgefäße als neuartiges therapeutisches Ziel.

Sarah Mertlitz: „Ich bin sehr glücklich über diese hohe Auszeichnung. Ich werde weiter in diesem Bereich forschen und hoffe, dass ich am Ende mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, Leben zu retten und Leid zu lindern. Als Mutter eines kleinen Kindes hat der Kampf gegen Leukämie und andere Blut- und Knochenmarkerkrankungen für mich persönlich noch einmal eine andere Dimension.“

Der José Carreras Best Paper Award ist mit 10.000 Euro dotiert und wird dem Preisträger zur freien Verfügung für dessen weitere Forschung zur Verfügung gestellt. Erstmals wurde der Best Paper Award im Herbst 2016 ausgeschrieben und wurde jetzt zum 3. Mal vergeben.

Mit dem Award werden Mediziner und Forscher aus anderen naturwissenschaftlichen Fachgebieten gewürdigt, die eine wissenschaftliche Arbeit über Leukämie oder eine andere bösartige Blut- oder Knochenmarkerkrankung veröffentlicht haben und deren Publikation in Fachkreisen auf eine möglichst große Resonanz gestoßen ist. Die nächste Ausschreibung findet im Oktober 2019 statt.

Dr. Gabriele Kröner: „Nur über Forschung wird es gelingen, Leukämie und andere Blut- oder Knochenmarkerkrankungen heilbar zu machen. Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert deshalb seit über 2 Jahrzehnten Wissenschaftler. Dies ist nur möglich, dank unserer Spenderinnen und Spender, die uns nachhaltig unterstützen. So konnten wir mittlerweile über 220 Millionen Euro an Spenden generieren und über 1.200 Forschungs-, Struktur- und Sozialprojekte initiieren.“

Quelle: Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.


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