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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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04. September 2013

Wann Patienten von Trinknahrungen profitieren - Internationales ernährungsmedizinisches Symposium des Diätverbandes

Was kann die begleitende medizinische Ernährungstherapie mit Trinknahrungen in der Patientenversorgung leisten? Um diese Leitfrage zu beantworten, kam ein hochkarätig besetztes Ernährungsmedizin-Symposium des Diätverbandes unter dem Titel "Impact of Oral Nutritional Supplements in Clinical Nutrition" zusammen. Anlass war der diesjährige Kongress der Europäischen Fachgesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) in Leipzig. Die Referenten gaben Einblicke zu den neusten Erkenntnissen rund um das Thema Trinknahrungen und beleuchteten die versorgungsrelevanten Aspekte aus einer internationalen Perspektive. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei die Potenziale von Trinknahrungen als begleitende ernährungstherapeutische Maßnahme.

Norbert Pahne, Geschäftsführer des Diätverbands: "Trinknahrungen sind ein zentraler Bestandteil der medizinischen Ernährungstherapie. Dennoch wird ihr bedeutender Effekt bei Patienten mit einem kritischen Ernährungszustand häufig unterschätzt und die rechtzeitige Anwendung nicht konsequent genug umgesetzt. Dabei führt eine sachgerechte Verordnung und Verwendung von Trinknahrungen zu einem stabilisierten oder verbesserten Ernährungszustand. Dieser wiederum hat positive Auswirkungen auf die Lebensqualität, Funktionalität und Mortalität der Patienten. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, dieses für die Patientenversorgung wichtige Thema aus allen relevanten Perspektiven der Versorgung - von der Studienlage, Produktklassifikation und Erstattungsfähigkeit bis hin zur ärztlichen Verordnung - zu diskutieren."

Der Nutzen von Trinknahrungen als effektive Maßnahme in der Ernährungstherapie von Patienten mit einem kritischen Ernährungszustand ist unter Experten unumstritten. Neben dem  medizinischen Nutzen belegen Studien aber auch die Wirtschaftlichkeit von Trinknahrungen, wie Dr. Kristina Norman in ihrem Vortrag anschaulich aufzeigte. Mit einem sachgerechten Einsatz von Trinknahrungen in der ambulanten Versorgung können die Komplikationsraten und stationären Wiedereinweisungen verringert werden. Dies führe insgesamt zu deutlichen Einsparungen für das Gesundheitswesen, trotz der mit der Verordnung verbundenen Kosten.

Für die Referenten des Symposiums ist die rechtzeitige Identifikation der betroffenen Patienten die zentrale Herausforderung. Eine praxisgerechte Entscheidungsgrundlage für den verordnenden Arzt stellte Prof. Dr. Arved Weimann in Form eines Handlungsleitfadens vor. "Den Algorithmus haben wir innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) mit Unterstützung durch österreichische und schweizer Experten wie eine Leitlinie entwickelt. Nach unserer Auffassung ist dies ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz mit klaren Ein- und Ausstiegskriterien für die Verordnung von Trinknahrungen im ambulanten Bereich. Gerade hier besteht ja viel Unsicherheit und auch das Risiko einer Unterversorgung sensibler Patientengruppen wie in der Geriatrie. Der Algorithmus bietet für den verordnenden Arzt nun eine praktische Orientierungshilfe."

Eine weitere Hürde für den verordnenden Arzt in der Praxis können die Produktkategorien sein. Eine Übersicht zur einfachen Kategorisierung von diätetischen Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke, zu denen auch Trinknahrungen gehören, präsentierte Dr. Dietmar Stippler. Ein interdisziplinärer Arbeitskreis der Industrieverbände hat dieses Kategorisierungssystem erarbeitet. Ziel war es, eine leitlinienkonforme und praxisorientierte Einteilung der Produkte zu ermöglichen und Unsicherheiten im Umgang mit der Verordnung von Trinknahrungen zu vermeiden.

Auf die europäische Perspektive ging Prof. Dr. André van Gossum ein. Dazu zog er eine aktuelle Umfrage zur Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Trinknahrungen und den unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben in Europa heran. In den meisten untersuchten europäischen Ländern werden Trinknahrungen als versorgungsrelevant eingestuft und die Kosten der Behandlung entsprechend erstattet.  

Patienten profitieren besonders dann von Trinknahrungen, wenn diese als begleitende Ernährungstherapie frühzeitig und in Kombination mit anderen Maßnahmen eingesetzt werden. Damit wird die Verschlechterung eines kritischen Ernährungszustands verhindert und zudem Lebensqualität für den Patienten wieder gewonnen. Entscheidend ist daher, die individuelle frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung der Betroffenen sicher zu stellen.

Die Früherkennung und eine sachgerechte Versorgung von Patienten mit einem kritischen Ernährungszustand ist ein gemeinschaftliches Anliegen der Ernährungsmedizin und des Bundesverbandes der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung e.V. (DIÄTVERBAND). Weiterführende Informationen zum Thema Trinknahrungen finden Patienten und Ärzte unter: www.diaetverband.de.

Quelle: DIÄTVERBAND
 
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