Sonntag, 22. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
27. Januar 2014

Niedrigrisiko-MDS mit del(5q): Zytogenetisches Ansprechen unter Lenalidomid mit höherer Rate an Transfusionsfreiheit und AML-freiem Überleben verbunden

Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS), die ein niedriges IPSS-Risiko (niedrig oder intermediär (Int)-1) und eine Deletion 5q aufweisen (isoliert oder mit maximal einer weiteren Aberration) und unter Lenalidomid (Revlimid®) Erythrozyten-Transfusionsfreiheit über mindestens 26 Wochen erreichten, zeigten mit größerer Wahrscheinlichkeit ein zytogenetisches Ansprechen als transfusionspflichtige Patienten. Patienten mit einem zytogenetischen Ansprechen wiesen ein längeres AML-freies Überleben auf als Non-Responder. Das zeigen die Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse der beiden Phase-II/III-Studien MDS-003 und -004, die anlässlich der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vom 7. bis 10. Dezember 2013 in New Orleans, USA, vorgestellt wurde.

Anzeige:
 
 

Rund die Hälfte aller MDS-Patienten weist zytogenetische Aberrationen auf, wobei in etwa 30% dieser Fälle eine Deletion des langen Armes von Chromosom 5 vorliegt, die als del(5q) bezeichnet wird (1). Niedrigrisiko-MDS-Patienten mit einer isolierten Deletion 5q besitzen zwar im Vergleich zu Patienten mit MDS-Subtypen mit Hochrisiko-Score eine bessere Prognose (2), leiden aber häufig an einer transfusionsbedürftigen Anämie und infolgedessen unter einer eingeschränkten Lebensqualität (3). Durch einen höheren Transfusionsbedarf und weitere zytogenetische Aberrationen wird die Prognose weiter verschlechtert, da sich hierdurch u. a. das Risiko der Progression in eine akute myeloische Leukämie (AML) erhöht (4). Die beiden US- und EU-Zulassungsstudien (MDS-003 und MDS-004) zeigten, dass unter Lenalidomid 50-70% der Patienten Transfusionsfreiheit und 25-70% ein zytogenetisches Ansprechen erlangen konnten (5,6). Welche Bedeutung diese Studienergebnisse im Einzelnen haben, untersuchte eine Post-hoc-Analyse, die jetzt erstmals beim ASH-Kongress vorgestellt wurde (7).

In die Analyse gingen Daten von 286 Patienten aus den MDS-003- und MDS-004-Studien ein, die von Studienbeginn an Lenalidomid erhielten. Für 181 dieser Patienten lagen auswertbare Daten zum zytogenetischen Ansprechen und zur Transfusionsfreiheit über mindestens 26 Wochen vor (88 Patienten aus der MDS-003- und 93 Patienten aus der MDS-004-Studie). Von diesen 181 Patienten wiesen 130 eine isolierte Deletion 5q auf, 32 Patienten hatten eine del(5q) und eine weitere Aberration, 14 eine del(5q) mit zwei oder mehr Aberrationen, und bei fünf Patienten fehlte die Zytogenetik zu Studienbeginn (7).

Insgesamt 103 Patienten (56,9%) erreichten ein komplettes oder partielles zytogenetisches Ansprechen. Dabei glichen sich die zytogenetischen Ansprechraten in den Gruppen mit isolierter del(5q) und del(5q) mit einer weiteren Aberration (59% vs. 63%, p=0,736). In der Patientenkohorte mit del(5q) und zwei oder mehr weiteren Aberrationen hingegen war das zytogenetische Ansprechen geringer als in den beiden anderen Gruppen (29% vs. 60%; p=0,023). 71% der Patienten, die über mindestens 26 Wochen transfusionsfrei waren, zeigten ein zytogenetisches Ansprechen im Vergleich zu 29% der Patienten, die nicht über diese Dauer transfusionsfrei waren (7).

Bei Patienten mit zytogenetischem Ansprechen verringerte sich das Mortalitätsrisiko und das Risiko für eine Progression in eine AML im Vergleich zu Non-Respondern: bei Patienten mit einer isolierten del(5q) um 41% (p=0,019), bei Patienten mit einer del(5q) und einer weiteren Aberration um 58% (p=0,056). In allen drei Gruppen war das mediane AML-freie Überleben der Patienten mit zytogenetischem Ansprechen auf Lenalidomid länger als bei Non-Respondern. Dies war bei Patienten mit isolierter del(5q) oder maximal einer weiteren Aberration statistisch signifikant. Diese Daten bestätigen den Stellenwert von Lenalidomid als krankheitsmodifizierende Therapie für Patienten mit MDS und del(5q) (7).

Aufgrund der positiven Ergebnisse der MDS-003 und -004-Studien erfolgte im Juni 2013 die Zulassungserweiterung für Lenalidomid (Revlimid®) zur Behandlung von Patienten mit transfusionspflichtiger Anämie infolge myelodysplastischer Syndrome mit Niedrig- oder Intermediär-1-Risiko in Verbindung mit einer isolierten Deletion 5q als zytogenetische Anomalie, wenn andere Behandlungsoptionen nicht ausreichend oder nicht angemessen sind (8).

Literaturhinweise:
(1) Fenaux P. Int J Hematol 2001;73:429-437
(2) Giagounidis AA et al. Clin Cancer Res 2006;12:5-10
(3) Oliva EN et al. Leuk Res 2005;29:1217-19
(4) Malcovati L et al. J Clin Oncol 2007;25:3503-10
(5) List A et al. N Engl J Med 2006;355:1456-65
(6) Fenaux P. et al. Blood 2011;118:3765-76
(7) Sekeres MA et al. Blood 2013;122: Abstract #390
(8) Fachinformation Revlimid

Quelle: Celgene
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs