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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Oktober 2016

Nachwuchsförderung in der Hämatologie und Medizinischen Onkologie

Die Jahrestagung 2016 der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie zeigt mit ihrer hohen Teilnehmerzahl auch in diesem Jahr ihre bedeutende Stellung als einer der wichtigsten medizinischen Kongresse für das Fachgebiet im deutschsprachigen Raum. Rund 5.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Einladung des diesjährigen Kongresspräsidenten Prof. Andreas Hochhaus vom Universitätsklinikum Jena gefolgt und nahmen das breite Fortbildungsangebot mit den Schwerpunkten Präzisionsmedizin und Immuntherapie wahr. Auch der wissenschaftliche und ärztliche Nachwuchs war durch eine Vielzahl freier Vorträge und Posterbeiträge präsent.
Rund 5.700 Expertinnen und Experten für medikamentöse Tumortherapie, 252 Pflegekräfte und 271 Studierende nutzten die Jahrestagung, um sich in 260 Veranstaltungen über den aktuellen Stand des medizinischen Wissens bei der Diagnose und Therapie von Krebs- und Bluterkrankungen zu informieren und fortzubilden. In Plenarsitzungen, wissenschaftlichen Symposien, Fortbildungsvorträgen und Expertenworkshops sowie bei Posterpräsentationen und in Arbeitskreissitzungen wurden Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert. "Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Österreichischen und Schweizerischen Fachgesellschaft haben wir hier in Leipzig eine äußerst erfolgreiche Jahrestagung auf die Beine gestellt. Es macht mich dankbar und stolz, dass ich den gesamten Prozess von der allerersten Planung bis hin zur Umsetzung der Jahrestagung begleiten durfte", resümiert Prof. Andreas Hochhaus, diesjähriger Kongresspräsident und Direktor der Abteilung Hämatologie/Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Jena zum Abschluss der Jahrestagung in Leipzig. "Die exzellente wissenschaftlich-medizinische Qualität aller Beiträge wird von unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr geschätzt. Besonders freuen wir uns aber auch, dass der interprofessionelle und interdisziplinäre Austausch intensiv genutzt wird", so Hochhaus weiter. Die Jahrestagung habe einmal mehr gezeigt, wie äußerst innovativ das Fachgebiet sei.

"Fortschritte bei der Diagnose und Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen vollziehen sich auf vielen verschiedenen Ebenen. Das beginnt bei modernen Verfahren zur Tumordiagnostik wie dem Next Generation Sequencing oder der "liquid biopsy" und setzt sich beim sehr gezielten Einsatz innovativer Arzneimittel bis hin zu neuen Techniken der Strahlenmedizin fort", erklärt Hochhaus. Dass sich das Fachgebiet der Hämatologie und Medizinischen Onkologie rasant weiterentwickele und die Fachgesellschaften bei der Begegnung der sich stellenden Herausforderungen eine integrale Rolle spielten, machte Prof. Carsten Bokemeyer, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO und Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik für den Bereich Onkologie, Hämatologie und Knochenmarktransplantation mit Sektion Pneumologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, klar.

"Die DGHO setzt sich als Fachgesellschaft ganz aktiv für die Weiterentwicklung der medikamentösen Tumortherapie ein. Es ist unser Ziel, dass alle Patientinnen und Patienten Zugang zu den neusten Arzneimitteln erhalten und diese Therapien zugleich eingebunden werden in eine qualitativ hochwertige interdisziplinäre Versorgung, entsprechend dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens. Die daraus resultierenden Fortschritte zeichnen sich in zwei Formen ab: Bestimmte Krebserkrankungen, die noch vor wenigen Jahren mit einer kurzen Überlebenszeit assoziiert waren, können heute durch kluge Ausnutzung und sequentieller Anwendung der neuen Therapien zunehmend in chronische Verläufe umgewandelt werden. Zum anderen steigen die Heilungsraten, was bedeutet, dass wir uns verstärkt mit Fragen von medizinischen und psychosozialen Spätfolgen der Therapie im Rahmen sogenannter Survivorship-Programme beschäftigen müssen. Auch in diesem Bereich ist die DGHO sehr aktiv, wie zahlreiche Beiträge auf dem Jahreskongress zeigen.Ein andere Herausforderung, so der Geschäftsführende Vorsitzende, ergebe sich aus einer Kombination medizinischer und demographischer Aspekte. "Auch dank des medizinischen Fortschritts werden die Menschen in Deutschland immer älter. Das ist unumwunden eine äußerst positive Entwicklung. Allerdings: Die Häufigkeit von Krebserkrankungen, die typischerweise in den späten Lebensdekaden auftreten, nimmt zu. Es wird also unsere Aufgabe sein, bei einer größeren Zahl von Patientinnen und Patienten eine gute onkologische Versorgung sicherzustellen".

Diesen Herausforderungen, so Bokemeyer, könnte das Fachgebiet allerdings nur mit motiviertem wissenschaftlichem und ärztlichem Nachwuchs begegnen. "Aus diesem Grund ist die Förderung des Nachwuchses ebenfalls eine wichtige Aufgaben unserer Fachgesellschaft", so Bokemeyer. "Die Faszination in der Hämatologie und medizinischen Onkologie besteht darin, dass wir uns auf der einen Seite mit modernsten molekularen und biologischen Entwicklungen auseinandersetzen, die wir verstehen und nutzen müssen und auf der anderen Seite für die empathische und umfassende Betreuung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten oft über lange Zeiträume engagieren können."

Hämatologie und Medizinische Onkologie: Ein Zukunftsfach

Unter dem Motto des diesjährigen Studententages "Meine Zukunft in der Hämatologie & Onkologie" standen zahlreiche erfahrene Kliniker und Wissenschaftler wie die US-amerikanische Ärztin Prof. Margaret A. Shipp den Fragen der Studierenden in Bezug auf die Entwicklung des Faches und zu Karrieremöglichkeiten Rede und Antwort. "Junge Ärztinnen und Ärzte von morgen zu informieren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und für eines der spannendsten und zukunftsweisendsten Fachgebiete in der Medizin zu begeistern, sehen wir als eine unserer grundlegenden Aufgaben", so der Kongresspräsident. "Die stetig wachsenden Teilnehmerzahlen auf dem Studententag, aber auch die Anzahl an qualitativ hochwertigen Bewerbungen für unsere Promotionsstipendien auf dem Gebiet der Hämatologie und Medizinischen Onkologie, zeigen, dass wir bereits auf einem guten Weg sind", ergänzt Bokemeyer.

Artur-Pappenheim-Preis: Der von der DGHO e. V. ausgeschriebene und mit 7.500 Euro dotierte Preis ist für eine wissenschaftliche Arbeit bestimmt, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Hämatologie befasst. In diesem Jahr ging der Artur-Pappenheim-Preis an Rebekka Schneider-Kramann vom Universitätsklinikum RWTH Aachen für ihre Arbeit "Rps14 haploinsufficiency causes a block in erythroid differentiation mediated by S100A8 and S100A9".

Vincenz-Czerny-Preis: Der von der DGHO e. V. ausgeschriebene und mit 7.500 Euro dotierte Preis ist für eine wissenschaftliche Arbeit bestimmt, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Onkologie befasst. Sebastian Kobold vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München erhält für seine Arbeit "Increased Efficacy of Adoptive T-Cell Transfer in Cancer Therapy" in diesem Jahr den Vincenz-Czerny-Preis.

Doktoranden-Förderpreis: Der ebenfalls von der DGHO e. V. ausgeschriebene und mit 2.500 Euro dotierte Doktoranden-Förderpreis wird für Arbeiten auf dem Gebiet der Hämatologie und Internistischen Onkologie verliehen, die während des Studiums der Medizin, der Pharmazie oder der Biologie oder im Rahmen einer Dissertation im Bereich der genannten Disziplinen entstanden sind. Der Doktoranden-Förderpreis wurde in diesem Jahr an Juwita Hübner von der Medizinischen Hochschule Hannover für ihre Arbeit "Generation of genetically engineered precursor T cells from human umbilical cord blood using an optimized alpharetroviral vector platform" verliehen.

Promotionsstipendien: Im Rahmen der Nachwuchsförderung unterstützt die DGHO mit der Vergabe von Promotionsstipendien den wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchs. Im Bereich der Geriatrischen Onkologie wurde das Dr. Werner Jackstädt-DGHO-Promotionsstipendium an David Kotzerke aus Leipzig für seine Arbeit "Assoziierung zweier Screeningtools G8 und Hurria zur Prädiktion von Chemotherapie-assoziierten Toxizitäten beim älteren Patienten" verliehen. Saskia Hussung aus Freiburg erhält für ihre Arbeit "Prospektive Evaluation zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) als molekularer Verlaufsparameter und prognostischer Biomarker bei resektablen Pankreaskarzinomen" auf dem Gebiet der Klinischen Studien das GMIHO-DGHO-Promotionsstipendium. Für seine Arbeit "Strategien zur Verbesserung der Hämorheologie und klinischer Komplikationen von Kindern mit Sichelzellanämie durch erythrozytär gebildetes Stickstoffmonoxid in einer Sportintervention" aus dem Bereich der seltenen Blutkrankheiten erhält Max Jerke aus Köln das Sieglinde Welker-DGHO-Promotionsstipendium.

Jahrestagung 2016

Über die Herausforderungen, Chancen und Erfolge der neuen Ansätze in der Diagnostik und Therapie von Blut- und Krebserkrankungen diskutierten vom 14. bis zum 18. Oktober rund 5.700 nationale und internationale Experten für medikamentöse Tumortherapie auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Leipzig. Die 650 eingereichten wissenschaftlichen Beiträge zeigen die ganze Bandbreite des Faches und unterstreichen die Bedeutung der Jahrestagung als wichtiges Forum für Ärzte, Wissenschaftler, therapeutisches Personal und Pflegekräfte im deutschsprachigen Raum.
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
 
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