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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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28. Juli 2016

First-Line-Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms: Einfluss der primären Tumorlokalisation auf die Behandlung von RAS-Wildtyp-Patienten

Die primäre Tumorlokalisation kann ein entscheidender Faktor für die Therapiewahl beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) sein. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der Phase-III-Studie CALGB/SWOG-80405 (1). Die Ergebnisse der retrospektiven Analyse zeigten, dass mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp und rechtsseitigem Primärtumor besonders von der Kombinationstherapie mit Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie profitieren.
„Die Studie bestätigt die prädiktive und prognostische Bedeutung der primären Tumorlokalisation beim mCRC“, so Prof. Dr. Arndt Vogel, Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Ergebnisse der Head-to-Head-Studie zeigten darüber hinaus, dass bei der Wahl des optimalen Therapieregimes aus Antikörper und Chemotherapie neben tumor- und patientenspezifischen Faktoren auch die primäre Tumorlokalisation berücksichtigt werden sollte. „Die RAS-Testung sollte nicht allein entscheidend für die Therapiewahl sein“, so Prof. Vogel.

Prognostische Relevanz der primären Tumorlokalisation beim mCRC

Die Auswertung der CALGB/SWOG-80405 Studie zeigte, dass mCRC-Patienten mit rechtsseitigem Primärtumor (unabhängig vom gewählten Therapieregime) eine signifikant schlechtere Prognose haben (Gesamtüberleben: 33,3 vs. 19,4 Monate; 95%-KI: 1,32 - 1,82; HR: 1,55; p < 0,0001) (1). Damit bestätigen die neuen Daten aus den USA bisherige Erkenntnisse zur Tumorlokalisation beim mCRC (2-5). „Die primäre Tumorlokalisation ermöglicht somit Rückschlüsse auf die allgemeine Prognose der Patienten und ist zugleich ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der effektivsten Kombinationstherapie“, folgerte Prof. Dr. Nils Homann, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Wolfsburg. „Tumoren rechts bzw. links der Milzflexur müssen deshalb als unterschiedliche Tumorentitäten betrachtet werden.“

Bevacizumab/Chemotherapie: Wirksamkeitsvorteil bei rechtsseitigen Tumoren

Die aktuelle Subgruppenanalyse untersuchte den Einfluss der Lokalisation des Primärtumors auf die Wirksamkeit der Behandlung mit Bevacizumab gegenüber der Therapie mit dem EGFR-Inhibitor Cetuximab – jeweils in Kombination mit Chemotherapie (FOLFOX bzw. FOLFIRI). Primärer Studienendpunkt war das Gesamtüberleben (OS) (1). Die retrospektive Subgruppenanalyse der CALGB/SWOG-80405-Studie zeigte unter Bevacizumab/Chemotherapie bei rechtsseitigen Tumoren eine numerische Verlängerung des mOS um 7,5 Monate im Vergleich zur Therapie mit Cetuximab/Chemotherapie (24,2 vs. 16,7 Monate). Bei linksseitigen Tumoren wurden mediane Überlebenszeiten von 36,0 Monaten und 31,4 Monaten unter einer Cetuximab-haltigen bzw. Bevacizumab-haltigen Kombination erreicht. Zugleich stellte Prof. Vogel klar, dass auch Patienten mit linksseitigen Tumoren gut von der Therapie mit dem VEGF-Inhibitor Bevacizumab profitieren (1).

Unabhängig von der primären Tumorlokalisation sei die Analyse des Mutationsstatus weiterhin wichtig für die Wahl des Antikörpers. Prof. Vogel erinnerte daran, dass die mCRC-Patienten mit mutierten RAS-Tumoren nicht mit EGFR-Antikörpern behandelt werden könnten. Bevacizumab ist als einziger monoklonaler Antikörper in der First-Line-Therapie beim mCRC sowohl für die Behandlung von mutierten als auch von Wildtyp-Tumoren zugelassen (6).
Roche
Literatur:
(1) Venook AP et al. J Clin Oncol 2016; 34: (Suppl; Abstr 3504)
(2) O`Dwyer PJ et al., J Clin Oncol 2001; 19(9): 2413-2421
(3) Brule SY et al. Eur J Cancer 2015; 51(11): 1405-1414. doi: 10.1016/j.ejca.2015.03.015
(4) Loupakis F et al. J Natl Cancer Inst 2015; 107(3) pii: djun27. doi: 10.1093/jnci/dju427
(5) Missiaglia E et al. Ann Oncol 2014; 25(10): 1995-2001
(6) Fachinformation Avastin®, Stand Juni 2016
 
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