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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Oktober 2012

ESMO 2012: Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren scheinen unabhängig vom HPV-Tumorstatus von Cetuximab zu profitieren

Beim Jahreskongress der ESMO (European Society for Medical Oncology) in Wien wurden neue Daten der randomisierten Phase-III-Studie EXTREME vorgestellt, die Cetuximab in Kombination mit Cisplatin/Carboplatin plus 5-FU mit der alleinigen Chemotherapie bei Patienten mit rezidivierten/metastasierten Kopf-Hals-Tumoren (Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck, SCCHN) untersuchte. Die Ergebnisse dieser retrospektiven Analyse zeigen, dass der Behandlungserfolg unabhängig vom Humanen Papillomvirus (HPV)-Status des Tumors zu sein scheint (1). Die Analyse schloss Gesamtüberleben, progressionsfreies Überleben und Gesamt-Ansprechrate ein.

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„Diese Analyse ist insofern interessant, da sie darauf hinweist, dass Patienten mit rezidiviertem und/oder metastasiertem Kopf-Hals-Tumor unabhängig vom HPV-Status von der Zugabe von Erbitux® zu einer platinbasierten Chemotherapie profitieren können“, so Dr. Amanda Psyrry, Medizinische Fakultät, Universität Athen, Griechenland, Erstautorin des auf dem ESMO vorgestellten Abstracts. „Die Inzidenz von HPV-Infektionen bei Kopf-Hals-Tumoren nimmt weltweit zu, weshalb die ermutigenden Ergebnisse von besonderer Bedeutung sind und eine weitere Untersuchung und Validierung rechtfertigen“, fügte sie hinzu.

Die EXTREME-Studie (2) zeigte erstmals nach 30 Jahren einen signifikanten Überlebensvorteil bei rezidivierenden/metastasierenden SCCHN. Die Zugabe von Cetuximab zu einer Chemotherapie verlängerte das Gesamtüberleben, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen (3). Die neuen Daten verstärken die Rolle von Erbitux als zielgerichtete Therapie, die die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit SCCHN verbessern kann.

Der HPV-Status wird für die steigende Inzidenz von Oropharynx-Karzinomen in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht (4). Früh erkannt haben Patienten jeglicher Form von Kopf-Hals-Tumoren gute Aussichten. Allerdings wird der Großteil der Patienten erst in einem späten Krankheitsstadium diagnostiziert (2).

Leider werden Kopf-Hals-Tumoren im Allgemeinen aufgrund einer verzögerten Vorstellung, Diagnose und Überweisung erst spät behandelt“, sagte Prof. Dr. Jean-Louis Lefebvre, Präsident European Head and Neck Society (EHNS). „Wir arbeiten gemeinsam mit anderen Gesellschaften daran, dieses Thema zu adressieren und die Behandlungsergebnisse für Patienten zu verbessern. Beispielsweise über die Aufmerksamkeitssteigerung für die Anzeichen und Symptome von Kopf-Hals-Tumoren, insbesondere bei Patienten und zuweisenden Ärzten, wie Haus- oder Zahnärzten.“

Über EXTREME: ErbituX in 1st-line Treatment of REcurrent or MEtastatic head and neck cancer

Die randomisierte Phase-III-Studie EXTREME schloss 442 Patienten mit zuvor unbehandelten rezidivierten/metastasierten Kopf-Hals-Tumoren ein, die entweder mit Cetuximab in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie (Cis- oder Carboplatin plus 5-FU) oder der alleinigen Chemotherapie behandelt wurden. Der primäre Endpunkt, eine Verlängerung des Gesamtüberlebens, wurde erreicht. Die Zugabe von Cetuximab zur platinbasierten Chemotherapie verlängerte das Gesamtüberleben um 2,7 Monate (p=0,04). So lebten Patienten des Cetuximab plus Chemotherapie-Arms median 10,1 Monate, Patienten unter alleiniger Chemotherapie hingegen 7,4 Monate. Dies gehört zu den längsten jemals beobachteten Überlebenszeiten in einer Phase-III-Studie bei dieser Patientenpopulation.

In der retrospektiven Analyse1 konnte bei 196/222 Patienten (88%) der Cetuximab plus Chemotherapie-Gruppe bzw. 184/220 Patienten (84%) der Chemotherapie-Gruppe der HPV-Status (p16) bestimmt werden. Von diesen Patienten wiesen 178/196 (91 %) bzw. 162/184 (88%) HPV-negative Tumoren auf.
Das Toxizitätsprofil von Cetuximab in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie war gut handhabbar und stimmte mit bisherigen Sicherheitsdaten überein.

Literaturhinweise:
(1) Psyrri A, et al. ESMO 2012, ESMO ID No: 1018O.
(2) Vermorken JB, et al. N Engl J Med 2008;359: 1116-27.
(3) Mesia R, et al. Ann Oncol 2010;21(10): 1967-73.
(4) Westra WH. Head and Neck Pathol 2009;3: 78-81.

Quelle: Merck Serono
 
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