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29. Oktober 2015

ECC 2015: nab-Paclitaxel + Gemcitabin beim metastasierten Pankreaskarzinom: Verlängertes Gesamtüberleben durch die Therapie bis zum Progress bei Erhalt des Allgemeinzustands

Die Kombination Abraxane® (nab-Paclitaxel) + Gemcitabin war in der Zulassungsstudie MPACT bei Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom in allen Endpunkten der Gemcitabin-Monotherapie überlegen (1,2). Jetzt haben zwei auf dem Europäischen Krebskongress vorgestellte Post-hoc-Analysen (3,4) gezeigt, dass die Kombination noch weitere Vorteile bringen kann: Eine Behandlung bis zum Progress verlängerte das Gesamtüberleben im Vergleich zu Patienten, die wegen unerwünschter Ereignisse die Therapie abbrachen. Außerdem konnte der Karnofsky-Performance-Index unter der Kombination besser erhalten werden als mit Gemcitabin alleine.

In der Zulassungsstudie MPACT (1,2) erreichte die Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin bei Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom einen statistisch signifikanten medianen Überlebensvorteil gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie (ITT-Population: 8,7 vs. 6,6 Monate) und reduzierte das relative Sterberisiko um 28% (HR 0,72; p<0,001). Nach zwei Jahren waren mit 10% noch doppelt so viele Patienten am Leben wie unter der Gemcitabin-Monotherapie (1,2). Inzwischen gilt die Kombination als zugelassener Standard in der Firstline-Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms, der bei einem breiten Spektrum von Patienten in dieser Indikation eingesetzt werden kann. Eine auf dem diesjährigen Europäischen Krebskongress (ECC) vorgestellte retrospektive Analyse an 18 italienischen Zentren bestätigt, dass die Kombination von nab-Paclitaxel + Gemcitabin als Therapie-Standard beim metastasierten Pankreaskarzinom in der klinischen Praxis genauso gut funktioniert wie unter Studienbedingungen – auch bei Patienten höheren Alters und mit schlechterem Allgemeinzustand (ECOG PS 2) (5,6). Zudem konnten zwei Post-hoc-Analysen der MPACT-Studie (3,4) weitere Vorteile hinsichtlich des Gesamtüberlebens und des Allgemeinzustands zeigen.

Längeres Gesamtüberleben bei Behandlung bis zum Progress

In einer Post-hoc-Analyse wurden die Outcomes von Patienten untersucht, die bis zum Progress behandelt wurden (PD-Gruppe; nab-Paclitaxel + Gemcitabin: n=224; Gemcitabin: n=233) und mit Patienten verglichen, die die Therapie wegen unerwünschter Ereignisse abbrachen (UE-Gruppe; nab-Paclitaxel + Gemcitabin: n=98; Gemcitabin: n=58) (3). Die mit nab-Paclitaxel + Gemcitabin behandelten Patienten der PD-Gruppe wurden gegenüber der UE-Gruppe und der ITT-Population länger behandelt (median 5,3 vs. 2,9 vs. 3,9 Monate) und erhielten eine höhere kumulative Dosis. Die objektive Responserate (ORR) lag in der PD-Gruppe bei median 34% vs. 19% in der UE-Gruppe. Das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) betrug in der PD-Gruppe 9,8 Monate vs. 7,7 Monate in der UE-Gruppe. In beiden Gruppen waren ORR und OS mit nab-Paclitaxel + Gemcitabin gebenüber Gemcitabin allein verbessert, aber nur in der PD-Gruppe erreichten die Unterschiede statistische Signifikanz (p<0,001). Außerdem wurden in der PD-Gruppe mehr Folgetherapien – vor allem 5-FU-basiert – angewendet als in der UE-Gruppe (52% vs. 27%). In der PD-Gruppe ähnelte das Verträglichkeitsprofil demjenigen der ITT-Population der MPACT-Studie, in der UE-Gruppe gab es dagegen mehr unerwünschte Ereignisse > Grad 3 als in der ITT-Population (3).

Die Autoren folgern, dass die Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms bis zum Progress hinsichtlich der Wirksamkeit mit Vorteilen für Patienten verbunden ist, ohne die Verträglichkeit zu beeinträchtigen. Daher sei auch das Management unerwünschter Ereignisse wichtig, um die Weiterführung der Therapie zum Nutzen der Patienten zu ermöglichen (3).

Allgemeinzustand (Lebensqualität) kann stabiler gehalten werden

In der MPACT-Studie zeigte sich der Überlebensvorteil mit der Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie sowohl bei Patienten mit gutem als auch schlechtem Allgemeinzustand bei der Baseline-Erhebung. In einer weiteren beim ECC präsentierten Post-hoc-Analyse wurde untersucht, ob die Zugabe von nab-Paclitaxel den Allgemeinzustand beeinflusst, der mit dem Karnosfky-Performance-Status (KPS) erfasst wird und als ein Indikator für die Lebensqualität gilt.

Insgesamt hatten bei der Baseline-Untersuchung 339 Patienten einen schlechten Allgemeinzustand (KPS 70-80; nab-Paclitaxel + Gemcitabin: n=179; Gemcitabin: n=160) und 516 einen guten Allgemeinzustand (KPS 90-100; nab-Paclitaxel + Gemcitabin: n=248; Gemcitabin: n=268). Bei den Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand bei der Baseline-Erhebung blieb dieser stabiler unter der Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin, ab Tag 60 bis Tag 390 war der Unterschied signifikant. In der Gruppe mit gutem Allgemeinzustand bei der Baseline-Erhebung zeigte sich ein ähnlicher Trend zur Erhaltung des Allgemeinzustands. Nach einem Jahr Follow-up war der prozentuale Anteil der Patienten ohne Veränderung des KPS oder mit einer Verbesserung in der Gruppe mit nab-Paclitaxel + Gemcitabin um etwa 3,5-fach höher als bei Patienten, die nur Gemcitabin erhielten (p=0,03). In der Gruppe mit guten Allgemeinzustand starben unter nab-Paclitaxel + Gemcitabin signifikant weniger Patienten als unter Gemcitabin allein (63,9% vs. 75,9%; p=0,006) und mehr Patienten überlebten mit einer Reduktion des KPS (32,9% vs. 20,5%; p=0,003) (4).

Die Autoren ziehen das Fazit, dass durch die Zugabe von nab-Paclitaxel zu Gemcitabin der Allgemeinzustand der Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom besser erhalten werden kann als unter Gemcitabin alleine. Dies ist unabhängig vom KPS bei der Baseline-Erhebung (4).

Celgene
Literatur:

(1) von Hoff DD et al. N Engl J Med 2013;369:1691–1703.
(2) Goldstein D et al. J Natl Cancer Inst. 2015; 107(2) pii: dju413.
(3) Vogel A et al. ECC 2015; Poster #2358.
(4) Chiorean EG et al. ECC 2015; Poster #2346.
(5) Giordano G et al. ECC 2015; Poster #2334.
(6) Giordano G et al. ECC 2015; Poster #2335.

 
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